Bald vier Jahre ist es her, dass wir uns zuletzt Apples All-in-One, dem iMac, gewidmet haben. Wir wollen wissen, was sich seitdem getan hat und was man fürs Geld bekommt.
Die Zeiten, als Apple vor allem für schicke Computer, ob mobil oder stationär, stand, sind vorbei. Wer heute Apple hört, assoziiert mindestens so stark iPod, iPad und iPhone - wenn nicht so gar noch stärker. Man könnte fast denken, die Desktops und Notebooks würden nach und nach zum Nebengeschäft degradiert, und in Anbetracht der Verkaufszahlen der genannten Unterhaltungsprodukte und der immer stärkeren Annäherung von OS X an iOS ist das wohl gar nicht so weit hergeholt.
Auf dem Desktop ist Apple aber nach wie vor präsent. Während die Mac Pros eine ganze Weile kein wirkliches Update mehr erfahren haben, hält Apple die iMacs aber auf dem aktuellen Stand. Diese traditionsreiche Produktlinie ist es wohl auch, der es Apple die starke Wahrnehmung Anfang des vergangenen Jahrzehnts verdankte. Quietschbunt kamen die damaligen iMacs daher, in Farben wie Bondi Blue, Strawberry, Grape und Tangerine, und zogen die Blicke auf sich. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Statt PowerPC-Chips werkeln nun Intel-CPUs im Innern, anstelle des altehrwürdigen OS 9 hat schon lange OS X das Ruder als Betriebssystem übernommen, und der Röhrenmonitor ist einem immer größer werdenden Flachbildschirm gewichen. Die aktuell größte Variante des iMac misst inzwischen 27" in der Bildschirmdiagonale. Dazu kommen noch der Rahmen und das charakteristische "Kinn" unter dem Display. Genau diese Variante wollen wir uns heute genauer anschauen und mit dem zuletzt getesteten iMac vergleichen. Der war vor bald vier Jahren aktuell und brachte es auf "nur" 24". Was hat sich also seitdem getan?
Beim Design hat sich seitdem praktisch nichts verändert. Nach wie vor steckt der iMac in seiner Aluschale und steht, halb schwebend, auf seinem ebenfalls aus Aluminium gefertigten Fuß. Allein das Display fällt beim heutigen Vertreter größer aus, wodurch das Kinn etwas weniger auffällt. Fast meint man, es sei nur noch da, um das Apple-Logo aufzunehmen. Das Display sitzt hinter einer Glasscheibe, die an drei Seiten bis an den jeweiligen Gehäuserand reicht. Um das Panel selbst bleibt ein schwarzer Rand. Auf dem Schreibtisch aufgebaut wirkt der iMac dank der Diagonale erst einmal erschlagend. Selbst ein 22"-TFT wirkt daneben wie ein Notebook-Display.
Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, kann man die minimalistische Ästehtik auf sich wirken lassen, die den iMac auch in der aktuellen Inkarnation immer noch mehr wie einen Monitor als einen Komplettrechner erscheinen lässt: An der Front finden sich beispielsweise keine Bedienelemente; neben dem Display sind vorn allein noch das erwähnte Apple-Logo und die inzwischen in FaceTime-Camera umgetaufte Webcam zu finden. Im Profil betrachtet erkennt man die klassisch bauchige Form, denn in der Mitte ist der iMac rückseitig etwas pummeliger. An der rechten Seiten finden sich ein langer und ein kurzer Schlitz - der eine für optische Medien, der andere für SD-Cards. Auf der Rückseite sind alle anderen Anschlüsse untergebracht, nämlich vier Mal USB 2.0, ein Mal Firewire 800, je ein Audio Ein- und Ausgang sowie zwei Thunderbolt-Ports. Links hinten findet sich der Einschaltknopf. Mittig im Standfuß ist eine Aussparung, die das Hindurchführen von Strom- und Peripheriekabeln erlaubt und diese dabei bündelt. Weiteres cleveres Detail: Die Kleine Klappe unterm Displaykinn, die ein einfaches Aufrüsten des RAM erlaubt.
Die Verarbeitung gibt absolut keinen Grund zur Kritik, und das liegt auch an den verwendeten Materialien. Alu und Glas wirken wertig und stabil und sorgen zudem für eine sehr angenehme und edle Haptik. Die Spaltmaße sind extrem gleichmäßig, alles sitzt gerade. Die Kippmechanik des Displays ist stark genug, um den (begrenzten) Neigungswinkel zu behalten, man kann den Winkel aber auch mit nur einer Hand gut verstellen


Und das hier "Radeon HD 6770M, 512 MB GDDR5" ist genauso lächerlich für den aufgerufenen Preis.
Ich verstehe aber auch nicht warum die Hardware SO EWIG teuer sein muss für die paar Krümel Rechenleistung. Das wäre für Apple ja wohl ein Klacks den Kritikpunkt aus dem Weg zu räumen und verdienen würden sie immer noch genug daran.
In einem Design- und Planungsbüro habe ich letzten Monat einen iMac 27" mit i7 2600 und HD 6970M in Betrieb genommen. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass die Temperaturen viel zu hoch sind. Kaum kommt das Gerät unter Last steigen die Temperaturen an den Festplatten über 50°. Ich finde auch im Vergleich zu anderen iMacs wird dieser besonders heiß, was an der Grafik liegen müsste.
Außerdem habe ich mir sagen lassen, dass die Apple SSDs nicht für Windows optimiert sind, aber soweit ich den Artikel bisher gelesen habe, geht es garnicht darum darauf Windows zu betreiben oder warum bleibt das unerwähnt, während man Screenshots mit klarerkennbarem Windows 7 Fenstern zu sehen bekommt?
@aS66
Deine Frage lässt sich auch anderswo stellen. Bei Dell darf man für eine 6990M MMEHR 199,99Euro hinlegen...
Naja zumindest im Büro schätzen wir die Auflösung und wenn man noch ein zweites Display daneben hat, dann kann man locker an 4 virtuellen Maschinen arbeiten und hat immer noch genügend Platz für den "Host". Wenn man virtuelle Maschinen hat, ist das einfach praktisch. Und die Schriftgrösse, etc. lässt sich ja problemlos anpassen. Und bisher hatte ich noch keine Probleme damit (Im Gegensatz dazu, wenn man bei Windows die Schriftgrösse ändert...). Für Grafiker/Videobearbeitung ist es ebenfalls ein Traum. Irgendwie fast schade, dass das Ding kein Pivot unterstützt. Die 2500 in der Höhe hätten schon was. Es gibt also sicher Einsatzzwecke. Die einzige Einschränkung ist dann wieder das RAM, weil es eben für diese Einsatzzwecke gerne mehr als 16GB sein dürfen (8GB-Module sind ja noch vergleichsweise teuer, obwohl es im Gesamtpreis dann wohl egal ist). Der Mac Pro ist dann eben wieder in einer anderen Preisklasse...bei der Grafikkarte stimme ich dir zu.
Und für die, die jetzt sagen: Ich bau mir das ganze viel günstiger zusammen (Halt mit Tower + Bildschirm): Es gibt Leute, die können und wollen das nicht und in der Firmenumgebung ist das auch nicht erwünscht und ein richtig vergleichbarer Dell/Fujitsu/Lenovo-Computer ist nicht günstiger. Ist wie beim Auto: Man könnte alles selber machen...nur können und wollen einige das nicht.
Ich denke, für den "Normalbenutzer" (Und das sind ja recht viele), der nur ein bisschen Office und ein bisschen Surfen will, ist die Kiste sicher überdimensioniert. Die kaufen ihren Rechner dann eben bei Aldi oder sonstwo oder lassen ihn sich von einem Kollegen zusammenbauen...
Die Aufpreise sind mir allerdings auch bei einigen Online-Händlern ein Rätsel, nicht nur bei Apple, aber wozu raten wir denn auch im Forum ständig von jedweder Art Konfigurationsspielzeugen bei Shops ab?
Also ich habe hier ja schon davon gesprochen mit einem dieser Geräte direkt gearbeitet zu haben. Mir wäre es das Geld nicht Wert gewesen, aber wie ebenfalls im Artikel erwähnt, steht der Rechner in einem Büro, wo auch Kunden empfangen werden. Und jeder Arbeitsplatz ist mit einem iMac ausgestattet. Es geht dabei auch um das erwähnt-Optische. Dennoch hat der Rechner, u.a. bestückt mit 16 Gb RAM, insgesamt über 2700 EUR gekostet. Dabei finde ich, wären sie dort mit einem genauso ausgestatteten DualHead-System mit Übertaktungsspielraum und vernünftiger Grafikkarte besser beraten gewesen. Aber man kann in diesem Büro eine Stecknadel beim Arbeiten fallen hören. Das ist auch der Grund, warum nach und nach alle anderen Rechner abgeschafft wurden. Sie hatten nicht nur ausgedient, sondern waren zu laut.
Ich will sehen, wie du für 2000Euro einen PC mit der 5-Fachen Rechenleistung gegenüber einem i7-2600 erreichst. Oder wenigstens einen vergleichbaren Rechner (Komplett) eines anderen Herstellers?
Los,los. Oder war es nur dummes Geschwätz?
Es geht hier auch nicht um den "Hip" oder "sonstwas"-Faktor, sondern schlicht um ein Gerät, dass zwar nur bedingt Aufrüstmöglichkeiten bietet, als Ganzes jedoch wunderbar funktioniert. Was in dieser Diskussion bisher auch unterging (bis auf einen Beitrag) ist das Display - leider nicht mit den billigen TN-Panels zu vergleichen. Wenn man sich mal ein Eizo mit derselben Größe oder annähernd denselben Leistungsdaten anschaut, dann ist man schnell bei min. der Hälfte des Kaufpreises. Weiterhin wird hier ancheinend von allen Leuten vergessen, dass bereits eine BT-Tastatur und Maus im Kaufpreis mit inbegriffen sind.
Ich sage grundsätzlich jedem das Seine - auch die eigene Meinung, aber bitte nicht immer gleich das typisch deutsche schlecht reden von Produkten, vor denen man höchstwahrscheinlich noch nie länger als paar Minuten im Verkaufsraum selber gestanden, geschweige mit gearbeitet hat !
Es gibt zB auch Steam für den Mac. Und damit eine relativ breite Auswahl an (mehr oder minder gelungenen) Ports.
Die Valve-Spiele beispielsweise, Civ V (aber eher mau), das schon erwähnte World of Warcraft... Es gibt einiges. Und wenn es nicht unter OS X läuft, kann man zum Spielen ja auch Windows installieren.
Zu den Temperaturen: Beim getesteten Modell mit 65-Watt-CPU waren die Termperaturen mit Prime95 kein Thema. Allerdings haben wir (neben dem 3DMark) auch keine Spieletests gefahren. Insofern kann ich an der Stelle keine Antwort geben.
Was die SSDs anbelangt - meines Wissens ist es umgekehrt: Baut man eine "normale" SSD in einen Mac ein, weigert sich OS X, TRIM auszuführen. Das bleibt den von Apple abgesegneten SSDs vorbehalten. Allerdings gibt es inzwischen auch Software, die das umgehen kann.
Dass Windows 7 mit Apple-SSDs nicht gut harmonieren soll, lese ich zum ersten Mal. Hättest du eine Quelle zur Hand?
Achso, bevor ich abschweife. Der Leistungsindex von Windows 7 wurde nur durch die SSD herabgestuft, wo ich erwartet hätte, dass man mit einer SSD dort Höchstwerte erreichen sollte. Das sah ich dann als Bestätigung für die Aussage von Mike. Im Artikel stand auch nichts zur Performance der SSD, oder? Soweit ich weiß, liegen die Apple SSDs da im Mittelfeld.
http://www.tomshardware.de/foren/id-105927/lahmt-oeffnen-dateien-netzwerk-imac-apple-ssd.html