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Keine Garantieleistung für Raucher-Macs

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 49 kommentare

In den USA verweigert der Apple-Service die Reparatur von MacBooks und iMacs im Rahmen einer Garantie, weil in der Nähe der Geräte geraucht wurde. Die Rechner sind »kontaminiert«.

Während im Bundesland Bayern derzeit das Volksbegehren »Nichtraucherschutz« anläuft, ist man in den USA schon deutlich weiter: Dort ist das Rauchen schon seit Jahren in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten verboten. »Macht nichts«, denkt sich der US-amerikanische Raucher, der sich dann eben im trauten Heim dem Nikotingenuss hingibt. Dumm nur, wenn er Besitzer eines Apple-Geräts ist und wohl auch vor dem Rechner raucht, denn Apple verweigert die Garantie-Reparatur, weil die Geräte »kontaminiert« sind.

Beim US-Verbrauchermagazin »The Consumerist« meldeten sich unabhängig voneinander zwei Mac-User, die einen iMac und ein MacBook reparieren lassen wollten. Defekt waren ein Lüfter und ein DVD-Laufwerk. Beide Kunden verließen sich auf die eigens zugekaufte, erweiterte »Apple Care«-Garantie, doch der Hersteller verweigerte die Dienstleistung. Der Grund: »Gesundheitsrisiken durch Passiv-Rauch«, denen der Service-Techniker ausgesetzt würde, wenn er die »kontaminierten« Rechner öffnet und repariert.

Auch ein Mail an das Büro von Steve Jobs half in dem Fall des rund 3000 US-Dollar teuren iMacs nichts. Eine Apple-Sprecherin verwies auf die US-amerikanische Gesundheitsbehörde OSHA (Operational Safety and Health Administraion), die Nikotin als biologisch gefährlichen Stoff einstuft: »Apple kann von einem Arbeitnehmer nicht verlangen etwas zu reparieren, das gefährlich für seine Gesundheit ist«, so die Apple-Sprecherin.

Nachvollziehbar ist sicher, dass es für einen Service-Techniker nicht besonders angenehm ist, ein »kontaminiertes« Gerät zu öffnen – wobei sich die Frage stellt, wie stark oder wie lange man einen Rechner mit Zigarettenqualm einräuchern muss, damit er eine Gesundheitsgefährdung darstellt. Hier zu Lande sieht man die Sache mit der Gesundheitsgefährdung durch diese Art der Nikotinablagerungen anders: »Feinstaub ist in allen Computern vorhanden und muss sowieso vor der Reparatur abgesaugt werden«, erklärt Jörg Feldmann, der Pressesprecher der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gegenüber den Kollegen von Netzwelt. Laut Feldman gehen von Computern aus Raucherhaushalten nur unwesentlich höhere Gefahren aus als von Geräten aus Nichtraucherhaushalten.

Offiziell hat sich Apple zu der Sache noch nicht geäußert. Gut möglich, dass der Konzern seine Bedingungen für die »Apple Care«-Garantie überarbeitet.

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  • DHAmoKK , 23. November 2009 18:33
    Moin

    Ich möchte gar nicht wissen, was die geraucht haben, um auf solche Ideen zu kommen *loL*

    Mal im Ernst: Ich hatte auch schon richtig fies zugestaubte Rechner gehabt, an denen von den Lüfterblättern der Asphalt tropft, war aber auch schon einmal selber Raucher (Ex-Raucher sind ja bekanntlich die schlimmsten Nichtraucher :D  ). Doch in solchen Fällen versuche ich während der Reparatur einfach nicht zuviel von dem Zeug aufzuwirbeln und wasche mir danach die Hände und gut. Wobei es ja gar nicht so locker aufgewirbelt werden kann, es klebt ja ^^

    In der heutigen Zeit, wo Feinstaub, Ozon und Pestizide im Gemüse unsere Körper verunreinigen, macht das bisschen Raucherstaub im PC den Braten auch nicht mehr fett.

    Schön ist es nicht, so eine vollgequalmte Möhre auf dem Tisch stehen zu haben, das kann ich durchaus nachvollziehen, aber was Apple macht ist völlig übertrieben.
  • miserable one , 23. November 2009 18:33
    oha oO

    ich wusst ja, das die ammis nich mehr alle zacken in der krone haben...aber DAS is schon nich mehr lustig :X

    demnächst kommen dann biologische waffen mit nikotin onboard oder wie ...

  • Casi , 23. November 2009 18:38
    Es gibt viele Mittel und Wege sich vor der Garantieleistung zu drücken und so den Gewinn zu optimieren :)  Ein netter Einfall eigentlich, vor allem wenn man bedenkt, dass man den Leuten erst ein teures Care-Paket andreht und dann mit Verweis auf die Gesundheit der Mitarbeiter die Reparatur verweigert.
  • Alle 49 Kommentare anzeigen.
  • Anonymous , 23. November 2009 18:48
    Reiner Selbstschutz von Apple.
    Sonst werden die von dem Service-Mitarbeiter wg. Hautausschlag auf eine Trillionen Dollar verklagt...
  • miserable one , 23. November 2009 18:52
    Reiner Selbstschutz von Apple.
    Sonst werden die von dem Service-Mitarbeiter wg. Hautausschlag auf eine Trillionen Dollar verklagt...

    gute idee:) ^^ gleich ma adaptiert und aufgeschrieben:p 
  • DHAmoKK , 23. November 2009 19:04
    Moin

    @hanshansenhansi (Hans Hansensen, der Hansi unter den Hansen ... sen) ...
    Dafür gibt es doch Handschuhe ;)  Kosten in den USA 16cent das Stück (100er Pack Vinyl, also auch geeignet für Latex-Allergiker, siehe hier) und ich bin mir sicher, Apple kriegt die auch billiger dank Masse ;) 

    Also, Hautausschlag sollte da echt das kleinste Problem sein ^^ Und dieser Einweg-Papieratemschutz kostet bestimmt auch nicht die Welt ... da weiß ich nur gerade den englischen Namen nicht *g*
  • miserable one , 23. November 2009 19:06
    http://dict.leo.org/?lp=ende&from=fx3&search=atemmaske
    respiratory mask


    :p 
  • DHAmoKK , 23. November 2009 19:14
    Moin

    @miserable one
    Leider scheint die Suchmaschine sehr miserabel zu sein, denn darunter findet sie nichts :kaola:  Vielleicht gibts dafür auch einen speziellen Namen. Wenn wir hier Labellostift sagen, weiß jeder, was das ist. Die Amis sagen dazu chapstick.
  • miserable one , 23. November 2009 19:27
    naja...dachte sone einwegmaske entspricht der, die ärzte im op verwenden ?!


    naja ...der wille war ja da:D 

    btw gut zu wissen...allerdings ist das keine vokabel die ich jeden tag nutze:D 
  • Anonymous , 23. November 2009 19:32
    Hm, ich kann schon verstehen, dass Monteure und Techniker lieber an einem Nichtrauchergerät herumbasteln als an einem Rauchergerät. Das geht mir als Nichtraucher genauso.
    Mit diesem Argument allerdings die Garantieleistung komplett zu verweigern, halte ich für unfair. Schließlich gibt es genügend Jobs, bei denen völlig klar ist, dass man giftige Stoffe einatmen wird (z.B. im Straßenbau). Warum sollte Apple nicht einen Zuschlag an ihre Mitarbeiter bezahlen, die sich mit Rauchergeräten auseinandersetzen und diesen Zuschlag an die Kunden weitergeben, die genau solch einen Service wünschen? Wer 3000€ für ein zusätzliches sorgenfrei-Paket ausgibt, wird auch 3200€ für ein rauche-sorgenfrei-vor-dem-Apple-Gerät-Paket ausgeben.

    Aetius
  • KatSeiko , 23. November 2009 20:03
    Also ich würde es ja geschickter anstellen. Nikotin verschmiert die Geräte und führt auf allen Oberflächen, auch und besonders im PB, wo eine Menge Luft durchgeblasen wird, zu einer Schmierfilmbildung. Wenn das Gerät nicht mehr funktioniert, liegt das am Raucher, er hat das Gerät mutwillig beschädigt.
  • metal_alf , 23. November 2009 20:08
    Lol THG ihr seit echt langsam!!! 20min.ch eine schweizer NEWS Zeitung hat diese News bereits heute Morgen gebracht! Ich erwarte von einer Seite wie THG dass die das bereits 2 Tage vor solchen Medien wissen! Aber anscheinend ... seit ihr noch schlechter als irgend so eine schmuddel-gratiszeitung!
  • Jack67 , 23. November 2009 20:22
    metal_alfLol THG ihr seit echt langsam!!! 20min.ch eine schweizer NEWS Zeitung hat diese News bereits heute Morgen gebracht! Ich erwarte von einer Seite wie THG dass die das bereits 2 Tage vor solchen Medien wissen! Aber anscheinend ... seit ihr noch schlechter als irgend so eine schmuddel-gratiszeitung!


    @metal_alf aber mann kann wennigstens komentare und meinung diskutiren was du bei deiner kostelosen schmudel zeitung nicht kannst

    sollen sie ihren technikern atemschutzmasken aushandigen das echt kein grund ne garantie zu verweigern zu mal wenn mann extra dafür zahlt das ist eine frechheit

  • Diesel_im_Blut , 23. November 2009 20:43
    Ich finde das ehrlich gesagt nicht richtig, was Aplla da abzieht. Zuhause kann jeder machen was er will. Aber wegen dem rauchen die Garantie verweigern, das kann sich nur Apple leisten.

    Selbst habe ich auch schon nen Raucher PC von innen gesehen. Sieht nicht grad freundlich aus. Aber so lange auf nen Rechner Grantie (2 Jahre) ist, dürfte es keine Probleme geben. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass ein Raucher Rechner etwas früher den Geist aufgibt, zumindest Lüfter usw. Aber das sollte nach der Garantizeit passieren...
  • Absolon , 23. November 2009 21:06
    Und wer schützt die Menschen vor der US-Bevölkerung? Die kontaminieren die ganze Welt mit ihrem Stuss.
  • stevez , 23. November 2009 21:22
    was eine dreistigkeit ... zumal die user ein erweitertes care-paket haben :D  echt heftig --> nie mehr apple, immer dell :) 
  • XxPvtPaulaxX , 23. November 2009 21:31
    ist wirklich dreist was apple da so macht. gibt es bei apple keine rauchenden service techniker???
  • vonnordmann , 23. November 2009 23:17
    Na das nenn ich mal Arbeitnehmerschutz konsequent umgesetzt. Allerdings ist kein "Rauch" mehr in den Kisten und somit ist das einatmen der ausdünstenden Stoffe sehr wahrscheinlich lediglich unangenehm.
    Ein Säubern der Systeme könnte den Kunden ja trotz "SuperCare" in Rechnung gestellt werden...
    Für mich heißt das - um mal bei Konsequenzen zu bleiben - keine Geräte mit angebissenen Äpfeln zu kaufen...
  • master snowman , 24. November 2009 00:20
    ich hoffe, dass Apfel das auch in den garantieleistungen so deklariert ^^
  • w_ing , 24. November 2009 00:50
    ...macht doch nix:

    Apple ist (nach derzeitigen Bedingungen) denoch in der Pflicht - ob sie es nun einen Techniker zumuten können oder nicht wäre mir als Kunde egal. Dann sollen sie doch "einfach" ein austauschgerät liefern!

    btw.:
    - ich mag Appleprodukte (viele), aber nicht Apple´s Geschäftsgebahren
    - ich bin Nichtraucher (aber soetwas geht mir einfach zu weit (bevormundet und ausgenutzt (das Geld beim Kauf hat Apple sicher gern genommen))!)
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