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Turbo-Marktwirtschaft: iPad-2-Massenaufkäufe in New York, profitabler Verkauf in China

Von - Quelle: Tageschau.de | B 5 kommentare

Wie die Tagesschau am Donnerstag berichtete, scheinen sich Vermutungen zu erhärten, das "asiatische Banden" in den New Yorker Apple-Läden das iPad 2 in Massen aufkaufen, um die Tablets dann in China zum Mehrfaches des Preises verticken.

Warteschlange vor einem New Yorker Apple-Laden (Quelle: Tagesschau.de)Warteschlange vor einem New Yorker Apple-Laden (Quelle: Tagesschau.de)

Was zuerst wie eine wilde Verschwörungstheorie klingt, hat zumindest Hand, wenn nicht sogar Fuß: In einem interessanten Artikel beschreibt Tagesschau.de ein Geschäftsmodell, dass den Apple-Fans unter den Turbo-Kapitalisten jenseits des großen Teichs anscheinend mächtig auf die Nerven geht.

Vor allen vier Apple-Läden in New York spielen sich anscheinend tagtäglich die gleichen Szenen ab: Dutzende Asiaten harren am Kopf der Schlange in der Kälte aus, um am Morgen die in den Laden gelieferten neuen iPads aufzukaufen. Nur: Manchmal bekommen die Läden weniger als 50 Stück pro Tag. Kein Wunder also, dass die "normalen" Apple-Verrückten verärgert reagieren, wenn ihnen ihr Kultobjekt vor der Nase weggeschnappt wird.

Das Ganze soll gut durchorganisiert sein: Die Wartenden am Kopf der Schlange werden von mutmaßlichen Drahtziehern mit Bargeld und einem Bestellzettel versorgt, auf dem das zu kaufende Modell notiert ist. Danach geht es in kleinen Gruppen nach Chinatown, wo die Tablets laut Reportern der New York Post bei einem Mann im Geländewagen abgeliefert werden, der die Käufer mit 100 US-Dollar für ihre Warterei entlohnt.

Illegal und/oder verboten ist das Ganze jedenfalls nicht – aber anscheinend äußerst lukrativ. In China sollen Preise von bis zu 2.000 US-Dollar für ein iPad 2 gezahlt werden – das Mehrfache des Ladenpreises. Die Dauerkäufer sind aber beileibe nicht nur unter den asiatischen New Yorkern zu finden: Das Geschäft floriert anscheinend auch in Russland – und es gibt garantiert auch genügend Amerikaner ohne asiatische oder russische Wurzeln oder sonstige Connections, die einfach nur keinen Bock auf die Warterei haben und jemanden dafür bezahlen.

Normal ist das Ganze jedenfalls nicht...

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  • bluray , 28. März 2011 08:40
    Wer 2000 Dollar und mehr für ein iPad ausgibt, dem ist nicht mehr zu helfen, denn für dieses Geld ist durchaus schon ein feines MacBook Pro zu haben.

    Aber das ist eben der "Kult" des iPads. In manchen Gesellschaften ist man dann wohl nicht mehr hipp, wenn man nicht mit einem iPad rumrennt.
  • aarfy , 28. März 2011 12:21
    "zum Mehrfaches des Preises" würde ich mich auch ein paar Stündchen hinstellen und warten ^^ - kannst ja nen (Achtung Kalauertime ^^) "Sauren Apple" zur Verkürzung trinken, dann friert man auch nicht so.
  • pcba , 30. März 2011 06:43
    So teuer ist es nun auch wieder nicht. In China kostet das 16Gb Grundmodell um die RMB 5000 - das sind €540

    Quelle: http://www.china.com.cn/economic/txt/2011-03/29/content_22244734.htm

    Wer sich für Hong Kong interessiert kann die Graumarktpreise für iPad2/iPhone hier finden:

    http://www.iphone4hongkong.com/
  • Alle 5 Kommentare anzeigen.
  • Anonymer Benutzer@guest , 31. März 2011 20:08
    @pcbda:

    "Illegal und/oder verboten ist das Ganze jedenfalls nicht – aber anscheinend äußerst lukrativ. In China sollen Preise von bis zu 2.000 US-Dollar für ein iPad 2 gezahlt werden – das Mehrfache des Ladenpreises."
  • taisa , 1. April 2011 10:46
    Naja, so unmöglich finde ich das ja auch nicht. Allein als das iPad2 in den USA rauskam, waren ja paar Wochen vor dem Europa Release, konnte man einige US iPad2 in bekannten Online Aktionshäusern(ebay.de) finden. Welche teilweise für die günstigste Version (kostet glaub ich im Laden 400-500€) um die 800-900 verkauft worden sind. Also ungefähr das doppelte vom aktuellen Marktpreis. Wenn man davon 5-10 Stk verkauft hat man den Einkaufsurlaub anfallende Steuern Gewinn leicht wieder drinnen :