Viele, die das iPad gesehen haben, sind schnell von Tablets fasziniert. Nicht jeder hat aber das Geld für eines der Vorzeigegeräte mit angebissenem Apfel. Wir fühlen fünf Modellen bis 300 € auf den Zahn und sagen, ob sie Schnäppchen oder Ramschware sind.

Auch wenn Microsoft seine Tablet-PC Edition von Windows schon seit vielen Jahren an den Mann zu bringen versucht – den Durchbruch dieser Geräteklasse hat einzig und allein das Apple iPad herbeigeführt. Innerhalb von nur 10 Monaten wurden mehr iPads verkauft als Tablet-PCs mit Windows jemals zuvor in Summe. Hielten sich im Jahr 2010 noch viele Hersteller vornehm zurück und überließen das Feld einigen wenigen Anbietern, nimmt mittlerweile die Zahl tatsächlich verfügbarer Pads sprunghaft zu. Grund genug also, dieser Geräteklasse künftig die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient hat. Wir beginnen unsere Tablet-Reihe mit günstigen Einsteigergeräten und arbeiten uns in den kommenden Wochen über die Mittelklasse hin zu den aktuellen Top-Modellen vor. Den gerade erst aus den Kinderschuhen erwachsenen Tablets mit Windows 7 widmen wir uns in einem gesonderten Artikel.
Das Einstiegssegment in die Welt der Tablets ist in erster Linie von zwei Aspekten geprägt: Als Betriebssystem steht ausschließlich Googles Android zur Verfügung – und zwar in der noch nicht für den Tablet-Einsatz optimierten Version 2.x. Die Displaygröße liegt zwischen 7 und 8 Zoll in der Diagonale. Die Unterscheidungsmerkmale der Einstiegsgeräte sind hingegen zahlreich. So gibt es Modelle mit Flash-Speicher, mit Festplatte, mit erweiterbarer oder fixer Speichergröße, mit resistiven oder kapazitiven Bildschirmen, mit HDMI- und USB-Anschlüssen oder eben ohne. Trotz der vordergründigen Ähnlichkeit der Geräte, gibt es also doch kaufentscheidende Unterschiede. Und natürlich spielt in diesem Segment auch der Preis eine wichtige Rolle. Als Filter für das Testfeld haben wir einen Straßenpreis von unter 300 Euro vorgegeben. Fünf Tablets haben daraufhin den Weg in unser Testlabor gefunden: Archos 70 Internet Tablet, Creative ZiiO 7, Pearl Touchlet X2 GPS und zwei Modelle des Point of View mobii 7 – eines mit und eines ohne 3G-Modul. Die Preisspanne reicht von 120 Euro für das Point of View mobii Tablet ohne 3G bis hin zu knapp 300 Euro für das Archos 70 Internet Tablet mit 250 GB Festplatte.
Obwohl alle getesteten Einsteiger-Tablets mit dem Android-Betriebssystem ausgestattet sind, erhält der User mit keinem der Geräte Zugriff auf sein Google-Konto beziehungsweise auf den Android-Market – zumindest nicht ohne mehr oder minder aufwändige Workarounds. Diverse Anleitungen für das Vorgehen gibt es für die einzelnen Tablets im Internet. Da die hier vorgestellten Tablets allesamt nicht die von Google vorgegebenen Anforderungen in vollem Umfang erfüllen, dürfen die Hersteller den Android Market nicht auf ihren Geräten installieren. Hierfür fehlen in den meisten Fällen unter ein SIM-Karten-Modul und – mit Ausnahme des Pearl Touchlet – ein GPS-Empfänger.
Anmerkung: Dies ist der erste Teil unserer Tablet-Reihe. Die weiteren Teile sind hier zu finden:
Teil 1 - Der Einstieg in die Tablet-Welt: Was taugen günstige Pads?
Teil 2 - Tablets bis 400 Euro: Die umkämpfte Mittelklasse
Teil 3 - Die Königsklasse: High-End-Tablets mit Spaßfaktor von Acer, Apple, HTC und Motorola
- Preiswert oder nur billig: Einsteigertablets
- Archos 70 Internet Tablet: Ausstattung und Verarbeitung
- Archos 70 Internet Tablet: Praxis und Messwerte
- Creative ZiiO 7“: Ausstattung und Verarbeitung
- Creative ZiiO 7“: Praxis und Messwerte
- Pearl Touchlet X2G: Ausstattung und Verarbeitung
- Pearl Touchlet X2G: Praxis und Messwerte
- Point of View mobii Tablet 7“ (3G): Ausstattung und Verarbeitung
- Point of View mobii Tablet 7“ (3G): Praxis und Messwerte
- Benchmarks und Messwerte
- Fazit und Kaufempfehlung
- Ausstattungstabelle
Als nächstes kommt die "Mittelklasse", Teil III beschäftigt sich mit dem High-End.
Außerdem wollen wir uns noch Win7-Tablets sowie "Sondermodelle" wie Transformer und Slider anschauen.
Für Wünsche sind wir natürlich auch offen, sofern wir das Testgerät bekommen können. Also bitte nachfragen!
besonderes Augenmerk lege ich persönlich auf die kleineren Vertreter, wie GalaxyTab, GalaxyTab 8.9 (wahrscheinlich noch zu neu oder?), HTC Flyer, Blackberry Playbook.
Werden diese Geräte in den Test mit einbezogen?
Gibts evtl. schon nen Termin für den zweiten Teil? Bin doch so neugierig