Anmelden mit
Registrieren | Anmelden

Test Huawei Ascend G615: Schnelle Hardware zum günstigen Preis

Test Huawei Ascend G615: Schnelle Hardware zum günstigen Preis
Von

Angriff auf die Mittelklasse: Das Huawei Ascend G615 bietet auf dem Papier viel fürs Geld, doch haben die technischen Versprechungen in der Praxis Bestand?

Bereits im letzten Jahr kündigten die chinesischen Hersteller auf dem MWC in Barcelona an, deutlich stärker am Markt wachsen zu wollen und somit den Konkurrenten Anteile abspenstig machen zu wollen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden chinesische Smartphones hierzulande vor allem unter dem Label etablierter Handelsmarken angeboten. Das ändert sich langsam. Gerade Huawei hält bereits ein umfangreiches Angebot – vom Einsteiger- bis hin zum Highend-Smartphone – bereit. Den Preis lassen die Chinesen dabei nach wie vor nicht aus dem Blick und wollen mit guten Preis-/Leistungsverhältnissen überzeugen. Doch gelingt ihnen das auch?

Klobiges Gehäuse mit wechselbarem Akku

Bisher hatte lediglich Google/LG mit seinem Nexus 4 ein Smartphone mit großem Display und schneller Hardware im Angebot, das zu einem Preis 300 Euro feil geboten wird. Dies hat sich mit dem Huawei Ascend G615 geändert, denn hinter einem HD-Display verbaut Huawei einen Vierkern-Prozessor. Allerdings wird schon mit dem ersten Blick deutlich, dass der Nutzer hier auch den einen oder anderen Abstrich in Kauf nehmen muss. Eine Bauhöhe von mehr als einem Zentimeter – das Smartphone ist 10,5 mm hoch – ist unter den Topmodellen nicht mehr zu finden, wobei hervorzuheben ist, dass das Ascend G615 nicht das Ende der Fahnenstange bei Huawei ist. Auch die Breite und Höhe sind mit 67,5 x 134 mm nicht gerade kompakt, insgesamt aber noch angemessen. Mit einem Gewicht von 145 Gramm ist das Smartphone auch in der Hosentasche zu spüren.

Doch gerade für die Bauhöhe findet sich ein vergleichsweise schlichte, wenn auch nicht 100% überzeugende Erklärung: Während beim Gros der Hersteller der Trend verstärkt dahin geht, den Akku fest im Gehäuse zu integrieren, kann dieser beim G615 noch von Hand gewechselt werden, wenn der die Rückseite und die Seiten umfassende Plastikdeckel abgezogen wird. Dahinter verbergen sich zudem die Einschübe für Speicher- und SIM-Karte.

Verarbeitung: Langlebigkeit vor optischen Spielereien

Trotz seiner ausgewachsenen Außenmaße liegt das Smartphone noch gut in der Hand – wobei natürlich Nutzer mit kleineren Händen in der einen oder anderen Situation das Gerät nicht mehr einhändig bedienen können. Kritik gibt es für die Platzierung der beiden Hardware-Tasten. Die Lautstärke-Wippe und die Taste fürs Ein- und Ausschalten sitzen auf der rechten Seite vergleichsweise dicht beieinander, sodass es immer wieder mal zu Verwechselungen kommt.

Ein optischer Hingucker ist das Smartphone damit allerdings nicht. Die Erscheinung ist schlicht, der schmale Metallrahmen, der den Bildschirm einfasst, soll vermutlich einen Hauch von Eleganz verleihen. Inwieweit das gelungen ist, muss jeder für sich entscheiden. Insgesamt wirkt das Design etwas angestaubt. Der etwas langweilig wirkende Plaste-Deckel ist jedoch deutlich weniger anfällig gegenüber Kratzern als auf Hochglanz getrimmte Klavierlack-Kandidaten. Überhaupt gibt die Verarbeitung als solche nur wenig Anlass für Beschwerden. Das Smartphone gibt sich robust, erst wenn man an beiden Seiten mit viel Kraft drückt, hebt sich das ansonsten verwindungssteife Gerät aus dem Deckel. Ansonsten sitzt alles fest, nichts klappert und auch unter größerem Kraftaufwand lassen sich keine Knarz-Geräusche vernehmen.

Es gibt keine Kommentare.
Auf dieser Seiten können keine Kommentare mehr abgegeben werden