Smartphones sind heute zu multimedialen Alleskönnern geworden und liefern eine Vielzahl von Funktionen - die jedoch auch bezahlt werden wollen. Kann man auch ohne viel Geld zu investieren zu einem passablem Smartphone kommen?
Smartphones haben sich zu alltäglichen Begleitern entwickelt, die nicht nur Kommunikations- sondern auch Multimedia-Anwendungen in fast jeder Lebenssituation verfügbar machen können. Dabei geht der Trend zu immer größeren Displays. Sieht man mal vom iPhone 4S ab, dann verfügen die Flaggschiffe aller Hersteller mittlerweile über Bildschirme mit Diagonalen von wenigsten 4,3“. Auch hinsichtlich der Rechenleistung steigt das Niveau im Halbjahrestakt. Dualcore-CPUs gelten heute schon als Standard, Quadcore-Architekturen sind verstärkt auf dem Vormarsch. Damit ist die Leistungsfähigkeit der Hardware, die in einem Smartphone steckt, nicht mehr weit von dem entfernt, was Netbooks oder Einsteiger-Notebooks liefern. Dies schlägt sich jedoch auf den Preis nieder: Schnell muss man für ein Smartphone Preise jenseits der 300 Euro berappen; für ihre Flaggschiffe verlangen Hersteller gern auch weit über 500 Euro.
Doch auch wer nur einen Bruchteil des Geldes ausgeben will, bekommt ein Smartphone, auf dem mit Googles Android sogar das Betriebssystem der Stunde installiert ist. Allerdings sollte dann von vornherein klar sein, dass man längst nicht den gleichen Leistungsumfang erwarten kann. Den benötigen viele Nutzer jedoch auch nicht. In vielen Fällen geht es darum, mit einem Smartphone auf die zusätzlichen Kommunikationskanäle wie Skype, Whatsapp oder Google Talk zugreifen zu können, unterwegs die E-Mails abzurufen, mit praktischen Apps nach der Abfahrtszeit des nächsten Busses zu schauen oder ein Taxi zu finden. Auch für das eine oder andere Spielchen sollte die Power reichen. Nur: Reicht dafür ein Smartphone, dass nicht mehr als 130 € kostet?
Budget-Smartphones: Kompakte Kisten mit viel Plastik
Dass die Hersteller bei günstigen Smartphones bemüht sind, die Herstellungskosten in Grenzen zu halten, wird schon auf den ersten Blick deutlich. Die Displays sind deutlich kompakter geschnitten als bei ihren großen Brüdern, was sich deutlich auf ihre Außenmaße – und so manchen Nutzer freuen dürfte. Denn während man schon Mühe hat, manchen Boliden problemlos in Hosen- oder Jackentasche unterzubringen, können die knapp geschnittenen Gehäuse der Einsteigergeräte hinsichtlich ihrer Mobilität durchaus gefallen und stellen auch kleinere Frauenhänden nicht vor unlösbare Aufgaben - zudem liegen sie gut in der Hand.
So misst das HTC Explorer gerade einmal 102,8 x 57,2 mm und gefällt zudem mit einem Gewicht von nur 108 g. Mit 12,9 mm ist das kleinste der HTC-Smartphones allerdings schon recht hoch. Auch bei der Verarbeitung ist nicht alles Gold was glänzt. Zwar weiß das Explorer optisch zu gefallen und präsentiert sich in einem ansprechenden Gewand, das versucht die Vorzüge der kompakten Bauform nach außen zu tragen, doch knarzt der Deckel, der das Smartphone umschließt, an den Seiten schon bei leichtem Druck.
Nur wenig anders als das HTC Explorer, von seinen Außenmaßen besehen, ist das LG Optimus L3; die Länge von 102,6 mm ist praktisch identisch. Auch die mit 11,7 mm einen Millimeter geringere Bauhöhe bemerkt man in der Hand kaum. Lediglich die um 5 mm größere Breite (61,6 mm) lässt sich in der Hand spüren, ohne dass sie dabei stört. Das Gewicht von 103 g ist ebenfalls ähnlich gering. Im Gegensatz zum HTC Explorer finden sich beim L3 keine Kritikpunkte bei der Verarbeitung. Zwar kommt auch hier als Material ausschließlich Plastik zum Einsatz, das Gehäuse gibt aber auch bei größerem Druck keinen Mucks von sich. Optisch wirkt das Smartphone allerdings recht bieder, was von den verchromten Seiten geradezu unterstrichen wird. Zudem erscheint die Lautstärkewippe wenig liebevoll ausgeführt.
Die optische Langweile wird vom Huawei Ascend Y200 noch einmal deutlich gesteigert: Eine dröge schwarze Kiste, die heutzutage kaum Emotionen auszulösen vermag. Im Gegensatz zu den beiden ersten Smartphones ist es zudem deutlich größer. Zwar sind die Gerätebreite und -höhe mit 61,5 mm bzw. 11,7 mm fast identisch zu den Maßen des LG Optimus L3. Mit einer Gesamtlänge von 117 mm weißt das Smartphone jedoch daraufhin, dass hier ein etwas größeres Display als bei der Konkurrenz zum Einsatz kommt. Außerdem ist das Gewicht mit 125 g schon recht hoch. Insgesamt hält man dennoch ein wertig verarbeitetes Smartphone in den Händen.
- Budget-Smartphones: Kompakte Kisten aus Plastik
- Kleine Displays mit reduzierten Farben
- Hardwareleistung beschränkt Multimediafähigkeit
- Benchmarks: Ähnliche Prozessoren, unterschiedliche Ergebnisse
- Lange Akkulaufzeiten dank gemächlicher SoCs
- Kamerasensoren: Drei Mal unbefriedigend
- Leise Boxen, gute Übertragung von Telefongesprächen
- Schnell im WLAN, passabel in Mobilfunknetzwerken
- Fazit & Ausstattungstabelle

Die spielen 3 Klassen höher....
Das einzige was bei ARM wirklich flott und einfach zu bedienen ist: Das Betriebssystem. Denn das ist in 80% der Fälle ein Unix. Unix gibts aber auch auf Desktops.