Login mit Hindernissen: Vom Server eiskalt abserviert
Es ist ein kalter Sonntagmorgen, wir sind frisch und ausgeschlafen und rüsten uns für die erste Begegnung mit unserem Helden. Allerdings haben wir die Rechnung ohne den Publisher und seinen neuen Türsteher gemacht. Mit einem virtuellen „du kommst hier nicht rein“ wurden wir ein ums andere Mal bereits beim Login grandios abgeschmettert. Doch der Reihe nach…
Das Einloggen mit Benutzernamen und Passwort dauerte stellenweise 10 Minuten und länger, das nachfolgende Synchronisieren der Spielstände über das Netz brach öfters ab und dauerte, falls man das Glück hatte angenommen zu werden ebenfalls nochmals weitere 10-20 Minuten. Ein Loginvorgang von einer halben Stunde ist bemerkenswert unpraktisch und ein absolutes Unding.
Das Spielen selbst wurde auf Grund ständig abgerissener Verbindungen zur Qual für all diejenigen, die wie wir versuchten, den Sonntag mit Assassin’s Creed II zu verkürzen und denen es gelang, sich nach einer gefühlten Ewigkeit überhaupt anzumelden.
Auch wenn der eigentliche Spielstand nicht verloren ging, kostet dies unnötig Zeit und Nerven. Unser Benchmark musste deshalb erneut abgebrochen werden, da es nach dem Verlassen einer laufenden Session geradezu zum Glückspiel mutierte, sich mit neuer Technik erneut in vernünftiger Zeit einloggen zu können.
Weg ist er. Trotz guter DSL-Verbindung endet die Tour hier. Wir erhielten diese Meldung jedoch nicht nur am Sonntag, so dass es definitiv keine absolute Ausnahme zu sein scheint.
Wir müssen leider konstatieren, dass diese Art der neuen Kundenbindung im Vorfeld ganz offensichtlich nicht ausreichend getestet wurde und bereits nach nur wenigen Tagen das erste Mal kollabierte. Was uns dann erwartet, wenn noch mehr Spieler dieses Spiel gleichzeitig spielen wollen, das wollen wir uns lieber nicht ausmalen.
Die Probleme mit dem Login wurden im Nachhinein mit DDoS-Attacken auf den Server erklärt, was uns jedoch reichlich verwunderte. Denn dieser Aussage stehen zwei Fakten gegenüber, die man ebenfalls nicht so einfach vom Tisch wischen kann. Zum einen fanden wir, immerhin reichlich versteckt, bereits am Samstag einen Hinweis auf fällige Wartungsarbeiten am Server (eigentlich ein Unding so kurz nach einem Release) und zum anderen muss man sich fragen, warum die Attacken nur dann auftraten, wenn es die beste Zeit für ein Spielchen war und immer dann endeten, wenn die Mehrzahl zu Bett war. Zudem erstaunen die Aussagen, dass keiner von den Betreuern der entsprechenden Server zum Zeitpunkt des Problems etwas gemerkt haben will. Ein lapidarer Hinweis darauf, dass Wochenende sei, befriedigt da wenig, zumal es weitere Fragen zur Zuverlässigkeit des Dienstes aufwirft.
Zur Ehrenrettung wollen wir fairerweise auch unseren Verfügbarkeitstest erwähnen. Wir haben den Zugang und die benötigte Zeit mittlerweile über 10 Tage verglichen und dabei Uhrzeit und Wochentag berücksichtigt. Auch wenn der Zugang mittlerweile fast reibungslos abläuft, ist zu den Hauptstoßzeiten eine gewisse Verzögerung in Kauf zu nehmen. So betrug beispielsweise die durchschnittliche Zeit fürs Einloggen am Sonntag den 14.03.2010 zwischen 09.30 und 11.00 Uhr an unserem Standort ca. 15 Sekunden, das Synchronisieren der Spielstände jeweils bis zu 10 Sekunden. Im Spiel wurden wir seit Donnerstag, den 11.03.2010 nicht mehr von einem Disconnect betroffen. Wir können feststellen, dass man die Problematik offensichtlich in den Griff bekommen hat, nicht jedoch ohne eine notwendige Anmerkung, dass andere Spiele schneller, problemloser und mit weniger Aufwand starten.
Neueste Gaming News
- 21/05 – Gaming: Elder Scrolls Online bekommt Solo-Storyline
- 21/05 – Gaming: Valve und Blizzard legen DotA-Streitigkeiten bei
- 19/05 – Gaming: Erste Screenshots der Unreal Engine 4 von Epic
- 18/05 – Gaming: Diablo-III-Auktionshaus wird nicht rechtzeitig fertig
- 16/05 – Gaming: Diablo III in nur sieben Stunden durchgespielt?
Neueste Gaming Testberichte
- 15/05 – Benchmark: Diablo III im Performance-Test
- 17/02 – Retrogames: Kultspiele von damals, wiederbelebt
- 28/12 – Star Wars: The Old Republic im Performance-Check: Welche...
- 10/12 – Edifier R1900TII im Test - 2.0 Geheimtipp für unter 90...
- 02/12 – Konsolen für unterwegs: Von Schiebepuzzeln zu schnellen...





Sehr schöner Testbericht! Deckt sich soweit auch genau mit meinem Eindruck von AC2...
DX9 finde ich äußerst schwach. Es muss ja nicht immer das neueste sein, aber man sollte nicht stehenbleiben...
Ich habe selten eine Redaktion gesehen, die so distanziert den Inhalt eines Spiels von den Rahmenbedingungen trennt, meinen Respekt dafür an THG! Auch, dass der Aufruf an besagte "Parasiten" keinesfalls anmuten lässt, dass THG diese Cracks für gut heißt.
Dennoch würde ich mir das Spiel aus genau diesen Kopierschutzmaßnahmen nicht kaufen. Gerade der Punkt mit dem Imageverlust ist ein wichtiger, denn bei diesem Publisher werde ich mir in Zukunft 2 mal überlegen, ob ich diese Politik finanziell auch noch unterstützen will. Und selbst wenn ich mich doch aus allzu positiver Mund-zu-Mund-Propaganda dazu gezwungen fühlen sollte es mir kaufen, werde ich sehen, ob es mir nicht das Spielen deutlich verleichtern würde, wenn ich auch auf die angesprochene Methode zurückgreifen würde.
Stehen bleiben ist gut, die Version 1 hatte DirectX 10 und zu Beginn kurze Zeit auch DirectX 10.1, es ist ein eindeutiger Rückschritt. Zu viel Geld in die Serverfarm und zu wenig 3D-Team?

Auszug aus http://www.pcgameshardware.de/aid, [...] piel/News/
PCGH: Unterstützt Assassin's Creed 2 DirectX 11 oder DirectX 10 respektive 10.1?
Alexandre Champagne: Wir haben uns bei Assassin's Creed 2 dazu entschieden, nur auf DirectX 9 zu setzen. Ein einziger Render-Pfad hat den Vorteil, sich auf diesen konzentrieren zu können - dies kommt beispielsweise der Performance zugute.
PCGH: Warum habt ihr euch gegen DirectX 11/10/10.1 entschieden?
Alexandre Champagne: Wir nutzen die gleiche Rendering-Engine wie bei der Xbox-360-Version und diese basiert auf DirectX 9. Eine Unterstützung für DirectX 11 in unseren Renderer zu integrieren hätte schlicht zu viel Zeit gekostet angesichts des von uns gesetzten Release-Termins.
Thema Kopierschutz:
Was soll der Unfug, diese Probleme hat nur der Käufer des Originals. Kopien werden diese Geschichte mal wieder umgehen oder nicht gespielt. Man legt seine Scheinchen auf den Ladentisch, geht nach Hause, packt das Original aus, schiebt die DVD ein und danach kommt alles, was eigentlich der Nutzer einer Kopie zu spüren bekommen sollte, aber nur der ehrliche Käufer sieht. Für mich eine verdrehte Logik, das wäre wie eine Bank, die vor ihre Geldautomaten das BKA aufstellt, um alle Kunden nach der Geldausgabe auf Besitz von Falschgeld zu überprüfen.
Jeder Bürger würde sich gegen eine permante Überwachung des Staates im Privatbereich wehren, mit einer dauerhaften Online-Verbindung läuft das nach dem Prinzip, wenn du nichts zu verbergen hast, kannst du uns das ja auch jederzeit zeigen. Was der Staat bisher nicht schafft, scheint der Softwarebereich langsam umzusetzen und lässt sich diesen "Service" auch noch vom Käufer bezahlen
Außerdem werden durch diese Online-Aktivierungen die Rechte der Käufer beschnitten, da man das Spiel nicht oder schlecht verkaufen kann, wenn der Key am Konto festhängt. Wenn man eine Musik-CD kauft, hat es auch niemanden zu interessieren, an wen sie nach 2 Monaten geht. Hier wird doch das eigentlich uneingeschränkte Nutzungsrecht durch den Kauf mit neuen Regeln belegt.
Ich wundere mich immer wieder, mit welcher Inbrunst die sich Medienindustrie gegen Ihre Kunden wehrt.
Anstatt die Produkte dem Markt anzupassen, werden zahlende Kunden auf immer neue Arten gegängelt und in der Nutzung der Produkte eingeschränkt, während den Raubkopierern eine völlig überzogene Schädigung der Industrie zur Last gelegt wird.
(Tatsächlich geben die Ihr Geld aller Wahrscheinlichkeit nach im gleichen "Umfeld" aus, nur daß sie dann eben lieber in Hardware oder Software mit "akzeptablen" Nutzungsbedingungen investieren... ich bezweifle, daß Raubkopierer das "gesparte" Geld aufs Sparbuch legen oder signifikant häufiger in Urlaub fahren.)
Die Musikindustrie hat fast 10 Jahre gebraucht, um festzustellen, was ein akzeptabler Preis (
Ich dachte auch erst es würde DX10-fähig sein, aber nachdem man weite Szenen und viele Schatten gesehen hat, sieht man es eindeutig: DX9c!
Traurig, dass ein Spiel für die Konsole entwickelt wird, für den Rechner im exakt gleichen Format erscheint und dann auch noch so viel später.
Diese "Online-Sucht" geht mir auch gewaltig auf den Geist. Als Entschädigung für den Totalausfall vor kurzem, bekommt man Bonusmaterial geschenkt. Was das wohl sein mag...
Die "Erweiterung" von Anno 1404 ist auch mächtig nervig. Drei Aktivierungen pro Monat. Hä?!
Das ist original die gleiche Texturensuppe wie auf der scheußlichen Xbox360. Ich frage mich echt, was die da groß umportiert haben. Die Zeit wird wohl der Online-Türsteher gebraucht haben. Wenn man überlegt, wie viele Ressourcen und Kohle in diesen Unfug gesteckt wurden - das Spiel könnte sicher 15€ billiger sein.
Ok, Steam hat mittlerweile ebenfalls eine gewisse Akzeptanz. Allerdings habe ich da mehr Funktionen (Cheater-Schutz beim Online-Spielen, mehr Service) und ab uns zu auch ein paar Schnäppchen. Und ich kann meist wählen, ob ich die Steam-Version oder die normale DVD nehme.
Ich wundere mich immer wieder, mit welcher Inbrunst die sich Medienindustrie gegen Ihre Kunden wehrt.
Anstatt die Produkte dem Markt anzupassen, werden zahlende Kunden auf immer neue Arten gegängelt und in der Nutzung der Produkte eingeschränkt, während den Raubkopierern eine völlig überzogene Schädigung der Industrie zur Last gelegt wird.
(Tatsächlich geben die Ihr Geld aller Wahrscheinlichkeit nach im gleichen "Umfeld" aus, nur daß sie dann eben lieber in Hardware oder Software mit "akzeptablen" Nutzungsbedingungen investieren... ich bezweifle, daß Raubkopierer das "gesparte" Geld aufs Sparbuch legen oder signifikant häufiger in Urlaub fahren.)
Die Musikindustrie hat fast 10 Jahre gebraucht, um festzustellen, was ein akzeptabler Preis (
Ich wundere mich immer wieder, mit welcher Inbrunst die sich Medienindustrie gegen Ihre Kunden wehrt.
Anstatt die Produkte dem Markt anzupassen, werden zahlende Kunden auf immer neue Arten gegängelt und in der Nutzung der Produkte eingeschränkt, während den Raubkopierern eine völlig überzogene Schädigung der Industrie zur Last gelegt wird.
(Tatsächlich geben die Ihr Geld aller Wahrscheinlichkeit nach im gleichen "Umfeld" aus, nur daß sie dann eben lieber in Hardware oder Software mit "akzeptablen" Nutzungsbedingungen investieren... ich bezweifle, daß Raubkopierer das "gesparte" Geld aufs Sparbuch legen oder signifikant häufiger in Urlaub fahren.)
Die Musikindustrie hat fast 10 Jahre gebraucht, um festzustellen, was ein akzeptabler Preis (unter 1 Eur pro Lied), ein akzeptabler Verkaufsweg (Im Onlineshop ohne auch noch die Schugröße und den Familienstand im Vorfeld angeben zu müssen) und eine akzeptable Nutzung (Kein Kopierschutz, hörbar im Auto auf CD, auf dem MP3 Player und zu Hause auf dem PC) für die allermeisten Kunden ist.
Wie lange wird die Spieleindustrie hierfür brauchen ?
Ich stelle nicht die Legitimität des Schutzes des geistigen Eigentums Infrage - allerdings frage ich mich, wie lange eine Firma überleben kann (und sollte !) die offensichtlich und systematisch die Wünsche Ihrer Kunden ignoriert...
In diesem Sinne sayonara (oder sollte ich O yasumi nasai sagen ?), UbiSoft !
der schutz is doch nun überflüssig da eine raubkopie nicht verhindert wurde.
so erleidet ubi doppelten schaden. 1x durch die raubkopie und dazu hat man noch alle ehrlichen käufer die den kopierschutz jedoch ablehenen (aus pinzip, gefahr der spionage, etc) verloren.
nun liegts bei ubi soft. zeit für veränderungen gibts auch noch in 1000 jahren. nur interessierts dann niemanden mehr.
so einen marketing schachzug ala "ubi soft entfernt neuen kopierschutz" würde sicher wieder massig käufer ins boot zurückholen und den bisher sehr geringen verdienst wieder auf einen gewohnten level anheben.
Ähh ich spiel momentan AC 1 und das geht sowohl mit DX9 also auch DX10! Wie schlecht ist das bitte beim Nachfolger einen Rückschritt zu machen?
Sparen, schützen, aussperren => noch mehr mittelalterliche Konsolen verkaufen.
Tja, Konsolen machen es den Computerspielen nicht einfach. Ich bin eh der Meinung, dass die Konsolen den Fortschritt in der Spielewelt ausbremsen. Hinzu kommen dann noch die ganzen illegalen Kopien.
Konsolen sind kontrollierbarer und damit profitabler. Leider.
Ich weiß ja nicht, aber ich gebe im Jahr deutlich mehr Geld für PC-Spiele aus als für Wii-Spiele. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich keine Möglichkeit habe, Konsolenspiele ernsthaft zu testen, bevor ich sie kaufe. Oh, wie? Das geht bei AC2 auch auf dem PC nicht...?
Was mich persönlich viel mehr juckt ist "Siedler 7". Auf AC2 kann ich noch verzichten, obwohl ich damals von AC1 auch recht begeistert war, zumindest die erste Stunde, als sich noch nicht alles wiederholt hatte. Aber als Siedler-Fan fühle ich mich doch irgendwie in der Zwickmühle. Spielen würde ich es zwar sehr gerne, aber wohl erst wenn Ubisoft sich seine Server nicht mehr leisten kann.
Bis vor einer Weile dachte ich noch, EA sei der schlimmste Publisher aller Zeiten. Aber wenn ich mir Ubisoft jetzt so ansehe, dann ist ja EA dagegen ein Schaf im Wolfspelz.
Also AC2 hat einige Schwächen des Vorgängers ausgemerzt. Allerdings hat sich die Grafik zurückentwickelt. Nicht wirklich merklich, aber schade. Das Ambiente ist besser und der Spielspaß bleibt länger erhalten. Ich würde sagen, sogar bis zum Ende des Spiels.
Im Usenet gibs Assasins Creed 2 bereits und das läuft auch anständig ohne I-Net-Dauerverbindung laut Kommentaren.
Was ich damit sagen möchte ist, nur der ehliche Käufer wird gegängelt und der Sauger lacht sich immer weiter schlapp. Wann merkt endlich mal einer dass das nicht der richtige Weg ist?
Du kannst es legal im Offline-Speichermodus starten, dann schreibt es die Daten offline auf die Platte. Dazu braucht man kein Usenet. Aber ohne Login geht es nicht.
Das Spiel wird wohl wieder eine neuen Rekord aufstelle: Als dass Spiel, bei dem die meisten Kunden der Originalversion auch den Crack installieren.