Assassins Creed II–Serverüberlastung, Spielerfrust

Bereits am dritten Tag nach dem Release stieß Ubisofts neues Online-System wohl erstmals deutliche an seine Grenzen. Das Einloggen dauerte zeitweise 3 Minuten und länger, das nachfolgende Synchronisieren der Spielstände über das Netz brach öfters ab und dauerte ebenfalls bis zu 4 Minuten.

Wir hatten bis zu 4 Minuten Zeit, Pixel zu zählen…Wir hatten bis zu 4 Minuten Zeit, Pixel zu zählen…

War das Prozedere endlich überstanden, wurde das Spielen selbst aufgrund ständig abreißender Verbindungen zur Qual für all diejenigen, die sich den Sonntag mit Assassins’s Creed II verkürzen wollten. Auch wenn der eigentliche Spielstand nicht verloren geht, kostet dies unnötig Zeit und Nerven. Unser Benchmark musste deshalb erneut abgebrochen werden, da es nach dem Verlassen einer laufenden Session geradezu zum Glückspiel mutierte, sich mit neuer Technik erneut in vernünftiger Zeit einloggen zu können.

… um endlich einloggen zu können… um endlich einloggen zu können

Wir müssen leider konstatieren, dass diese Art der Kundenbindung im Vorfeld ganz offensichtlich nicht ausreichend getestet wurde und bereits nach nur wenigen Tagen das erste Mal kollabierte. Was uns erwartet, wenn noch mehr Spieler dieses Spiel gleichzeitig spielen wollen, wollen wir uns lieber nicht ausmalen. Um eine lokale Störung auszuschließen, haben wir die Verbindung über T-Online, Vodafone und mittels UMTS-Mobiltelefon als Modem getestet. Darüber hinaus hatten wir noch Kontakt zu drei Spielern in anderen Regionen Deutschlands. Die Probleme traten durchweg orts- und netzunabhängig auf. Der aktuelle Spieletest wird somit erneut verschoben werden müssen und wir werden deshalb jetzt das tun, wofür man garantiert keine Netzverbindung braucht: ein DRM-freier Sonntagsspaziergang durch einen zugeschneiten Park. Echtzeit-3D zum Nulltarif, ohne Kopierschutz und Warteschleifen. 

Statt einer Belohnung für eine gelöste Mission.Statt einer Belohnung für eine gelöste Mission.

Wir können Ubisoft im Namen der Spieler nur daran erinnern, für wen das Spiel gemacht wurde, und dass man als Kunde für den gezahlten Kaufpreis zumindest einen spielbaren Gegenwert erwarten kann. Wenn die Technik dies nicht hergibt, dann muss kurz und schmerzlos die Notbremse gezogen werden. Lieber früher als später, denn das Spiel an sich ist zu gut, um durch überflüssige Umstände zum Flop zu mutieren. Dies wiederum wäre wirklich schade.

Man muss in diesem Fall wenigstens ausgleichende Gerechtigkeit konstatieren. Der Ausfall trifft nämlich ehrliche Käufer und die Nutzer des mittlerweile im Umlauf befindlichen Kekses als Wartegemeinschaft gleichermaßen.

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86 Kommentare
    Dein Kommentar
  • jean luc bizarre
    Aber ich muss schon sagen er hat recht. Die Sonne scheint auf meine verschneite Terasse und erzeugt einfach nur tolle Lichtspiegelungen. Ganz umsonst und kostenlos :-)

    B2T: Schade dass sich dadurch der Spieletest verzögert und so wie der Autor ihn geschrieben hat, scheint er auch langsam etwas angepi**t zu sein. Man kann es ihm nicht verdenken.
    Was die Spiele-Publisher in letzter Zeit abziehen ist echt nicht mehr feierlich. Zwanghafte Internetverbindung und die Eröffnung eines Accounts in dem man meine Spielegewohnheiten hervorragend mitloggen kann, das fehlen eines LAN-Modus etc.
    Lange geht das nicht mehr gut, dann steigen denen die Leute aufs Dach. Vor allem wenn es bei einigen Spielen noch ca. 30 Patches bedarf, bis diese dann einwandfrei ohne größere Bugs laufen...
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  • FormatC
    Ich bin mittlerweile reichlich angepisst. Schreibs ruhig aus ;)
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  • choppx
    Pech wenn man so ein DRM-Konzept unterstützt ;)
    Alle Schwarzkopierer amüsieren sich gerade prächtig.
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