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Tyan zeigt Supercomputer für Zuhause

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In Halle 2 hatten wir die Möglichkeit, ein wenig mit John McClure von Tyan zu plauschen. Bereits am zweiten Tag hatten wir einen kurzen Blick auf etwas geworfen, das wir für ziemlich interessant hielten, was aber nicht in unsere Berichterstattung der ersten drei Tage gepasst hatte. McClure, dessen eigene Patente in das System eingeflossen sind, hat uns etwas vorgeführt, das man ohne zu übertreiben einen Supercomputer bzw. einen Rechen-Cluster in der Kiste (in-a-box) nennen könnte.

Die Supercomputer der T600- und T500-Serie bieten ein sehr wertvolles Hilfsmittel für Ingenieure, Grafiker, Forscher und jeden, der die Extra-Rechenkraft des eigenen PCs oder der Renderfarm gebrauchen kann. Die meisten Supercomputer verfügen über eine Benutzerliste, da solche Lösungen teuer sind und üblicherweise von vielen Kunden geteilt verwendet werden. Diejenigen von Ihnen, die umfangreiche Cluster oder Render-Farmen verwenden, wissen um die Scherereien mit der Konfiguration der Knoten, um diese dazu zu bringen, die gewünschten Aufgaben zu übernehmen.

Sogar mit Virtualisierungs-Software ist die "wirkliche Welt" der Hardware alles andere als eine via Software virtualisierte Konfiguration. Diese Unannehmlichkeiten können für Power-User auf Tyans System minimiert oder ganz abgeschafft werden. Die fünf Knoten können bis zu 40 x86-Pozessor-Cores verwalten (bei zukünftigen Power-Konfigurationen könnten das bis zu 80 Cores werden). Dem Anwender wird ermöglicht, entweder alle Berechnungen auf ihren eigenen Systemen auszuführen oder Konfigurationen via Hardware auf fünf Knoten zu simulieren.

Abhängig vom ausgewählten Motherboard kann der Führungsknoten eine Spitzen-Grafikkarte wie AMD/ATI FireGL oder Nvidia Quadro in einfacher oder dualer Konfiguration unterstützen. Jeder Rechenknoten kann eine einzelne Grafikkarte unterstützen, die jedoch durch das komplette Design des Systems durch ein Raiser-System eingebaut sein muss. Eine Software wie Maya ermöglicht es Anwendern wie z.B. Grafikanimatoren und Spiele-Entwicklern, die Software über die Renderfarm rechnen zu lassen. Beim PSC von Tyan kann der Anwender die übrigen vier Knoten im System als seine Renderfarm verwenden. Damit könnte man sich viel Zeit zum Rendern sparen. Auch Grafikdesigner könnten ihre Entwürfe in Echtzeit bearbeiten anstatt diese dafür in einen Wireframe auszuarbeiten.

Das Gerät könnte zudem zahlreiche weitere Funktionen erfüllen, wie z.B. für den semi-mobilen Einsatz oder als Datencenter für kleine Unternehmen dienen. Während es für tragbare Systeme doch etwas zu groß geraten scheint, könnte es von Ingenieuren in der Medizin oder in der Öl- und Gasindustrie durchaus zu datenanalytischen Zwecken oder für Entwicklungen verwendet werden. Spiele-Entwickler könnten die Anforderungen von Clients und Servern bestehender Software austesten. Als Anwender könnte man auf einem Knoten einen Game-Server einrichten und die anderen Knoten verwenden, um virtuelle Clients herzustellen, mit denen man sich im Server einloggen kann.

Als wir McClure trafen, konfigurierte er ein System, in das drei 600-W-Netzteile untergebracht waren. Ein Netzteil beliefert den Führungsknoten mit Strom, die anderen beiden schließen ihre Stromversorgung zusammen und verteilen sie auf alle Knoten. Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich ein KVM-Umschalter, damit auf jeden Rechenknoten einzeln zugegriffen werden kann. Sie haben die Wahl zwischen Dual Gigabit Ethernet oder einer Gigabit-Verbindung und einer 4x Infiniband-Schnittstelle.

Durch das gestiegene Interesse an Supercomputern handelt es sich hierbei um ein wichtiges Produkt. Sollten Sie nach mehr Power streben, dann sei gesagt, dass der Tyan PSC mit aktuellen CPU-Spuercomputern mithält, allerdings nicht mit ausgewachsenen Supercomputers, da hierfür noch die Fließkommaleistung fehlt. Zusätzlich erhalten Sie die Flexibilität, auf "normale" Bedürfnisse zugeschnittene Hardware verwenden zu können, was die Kosten niedrig hält und den Betrieb dieser Einheit ermöglicht, ohne dabei auf spezielle Kühlung achten zu müssen. Wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, zu jedem Knoten eine GPU hinzufügen zu können, dann wäre man in der Lage, mehr als drei zusätzliche TFLOPs Rechenpower bei Verwendung üblicher Hardware rauszuholen. Der Supercomputer für zuhause wäre damit perfekt.

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