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Fazit: Hohe Punktzahl für AMD

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Zunächst einmal muss betont werden, dass weder der Athlon 64 X2 noch der Pentium D vor dem Sommer zu haben sein werden. Auch wenn Intel den Dual-Core-Prozessor Pentium Extreme Edition bereits herausgebracht hat, wird er ein sehr exklusives Produkt bleiben, bis die 945er-Plattform und der Pentium D offiziell gelaunched sind. AMD kündigte an, mit der Auslieferung des X2 an große OEMs im Spätsommer zu beginnen und glaubt nicht an eine breite Verfügbarkeit vor Ende des dritten Quartals.

Durch ihre großzügigen Angebote für die Vorschau machten es Intel und AMD möglich, sich ihre kommenden Technologien einige Wochen vor den eigentlichen Produktlaunches genauer anzusehen. Nach einem tiefen Blick auf alle interessanten Facetten beider Dual-Core-Technologien sind die Ergebnisse ziemlich enttäuschend - für Intel.

Einige Dinge sollten in Bezug auf die Performance kommentiert werden. Wenn die Applikationen Dual-Core-Prozessoren nutzen können (siehe Benchmarks), ist der Athlon 64 X2 dem Pentium D 840 in den allermeisten Benchmarks überlegen. Außerdem ist er nicht langsamer als sein Single-Core-Gegenüber Athlon 64 4000+. Anzumerken ist, dass ein Prozessor benutzt wurde, der auf dem alten Clawhammer-Kern basiert, was das Performance-Handicap im Vergleich zum X2 erklärt. Der neueste San Diego-Kern wird genauso leistungsfähig wie der X2 sein.

Schaut man auf den Intel-Benchmark, bleibt der Dual-Core-Pentium D bei 3,2 GHz stehen, während die Single-Core-Chips bis auf 3,8 GHz kommen (Pentium 4 570). Im Ergebnis werden die Doppelkern-Prozessoren in Single-Thread-Umgebungen etwas langsamer sein, falls man vorhat, sein System frühzeitig zu ersetzen.

Nun ein Blick auf die Plattformen: Alle kommenden Athlon 64 X2-Dual-Core-Chips können in Standard-Sockel-939-Motherboards (AGP und PCI Express) eingesetzt werden, sofern der Motherboard-Hersteller ein BIOS-Update bereitstellt. Unnötig zu sagen, dass der X2 auch bestens als Upgrade-Chip geeignet ist. Bei Intel ist ein neues Motherboard mit nForce4 Intel Edition-, 955X- oder 945- (wird erwartet) Chipsatz nötig, da Intel einige kleinere Änderungen an den Pins vorgenommen hat. Es ist paradox, dass ein System, das dem aktuellen 915P-Intel-Design entspricht, nicht in der Lage ist, einen Dual-Core-Pentium D aufzunehmen, während viele NVIDIA nForce3- oder VIA K8T800 Pro-basierte Motherboards upgegraded werden können, um vielleicht noch weitere 12 Monate arbeiten zu können.

Mit dem Performance-Nachteil könnte man der Multi-Tasking-Fähigkeit zuliebe auf jeden Fall leben, und der Pentium D dürfte wohl kaum Schwierigkeiten haben, vom Markt angenommen zu werden. Doch gibt es etwas, das nicht toleriert werden kann: Das Pentium D-System schaffte es, über 200 Watt zu verbrennen, ohne irgendetwas zu tun. Es kommt sogar auf über 310 Watt, wenn es arbeitet, und über 350 Watt, wenn die Grafikkarte verwendet wird. Und AMD beweist, dass das nicht nötig ist: eine Spanne von 125 bis 190 Watt ist viel akzeptabler (235 Watt mit Grafik) - und das sogar, ohne dass Cool & Quiet aktiviert war.

Wenn man einen Single-Core-Prozessor empfehlen soll, hängt die Wahl stark von den Anwendungen ab, die man einsetzt. Im Bereich der Dual-Core-Prozessoren spricht derzeit nicht viel für Intel. Wenn es ein Dual-Core-Prozessor sein soll, dann ein X2.

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