Intel will Lüfter in Netbooks abschaffen

Wenn es um Netbooks geht, dann wird meist nach der Zukunft der Geräteklasse gefragt, die vor allem von Tablets bedroht werden. Doch trotz sinkender Verkaufszahlen, finden die kompakten Notebooks nach wie vor ihre Abnehmer.

Nun meldet sich Intel zu Wort. Nach den Vorstellungen des weltgrößten Chipherstellers, der allerdings aufgrund seiner eher schwächlichen Atom-Prozessoren bei den Netbooks augenblicklich eher ins Hintertreffen zu geraten scheint, soll die Klasse eher eine Aufwertung erfahren: Netbooks sollen ohne Lüfter auskommen. Bisher waren solche Modelle, wie das Dell Mini 9 mit einem Atom N270 und einer SSD Ausnahmeerscheinungen.

Doch künftig soll eine derartige Kombination zur Regel werden. Dazu wird Intel auch die notwendigen CPUs bereitstellen, die trotz einer Dualcore-Architektur ein TDP von weniger als 8 W besitzen (der Atom N2800 erfüllt bereits diese Bedingungen), sodass eine passive Kühlung ohne Schwierigkeiten möglich sein soll. Die letzten Geräusche die aus dem Gehäuse nach außen dringen, sollen durch die Verwendung von SSDs anstelle der bisherigen Festplatten eliminiert werden.

Fraglich ist jedoch, ob die Hersteller hier mitziehen, denn eine Passivkühlung der Chips in den schlanken Gehäusen im 10“- bis 12“-Format zu integrieren, ist nicht die leichteste Aufgabe. Zudem können mit einem Lüfter Überhitzungen vermieden werden. Schließlich stellt sich die Frage, ob solche Maßnahmen zu einem Endpreis von 300 € machbar ist - schon die SSD dürfte den Kostenrahmen sprengen.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
5 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Dieser Artikel löst in mir Grauen aus. Ich frage mich ernsthaft wann ein Hersteller kosten trägt. Jede Ausgabe die ein Hersteller tätigt wird zumindest indirekt an den Kunden weiter gegeben.
    Außerdem frage ich mich wieso solch ein Wunsch eine Meldung wert ist. Es ist doch wesentlich interessanter zu fragen, welche Hersteller schon an solch einem Gerät arbeiten. Falls keiner dies tut, kann man auch genau so gut über die GTX 980 reden.
    Nvidia will eine GTX 980 bauen, die Frage ist nur ob Nvidia die kosten hierfür tragen will, da die Karte im Rahmen mehrerer Charity Aktionen kostenlos an bedürftige Zocker verteilt wird.
    2
  • Nun, Kosten tragen ist vielleicht etwas blöd formuliert. In Wirklichkeit geht es wohl eher um Gewinneinbußen. Die aufwendigere Technik "kostet" also Gewinn. Wenn der Verkaufspreis marktbedingt bei ca. 300 Euro liegt, geht jede aufwendigere Technik vom Gewinn ab, weil der Mehraufwand nicht als Preiserhöhung durchgereicht werden kann.

    Als Kompromiss würde ich ein Netbook akzeptieren, das sehr wohl noch eine Festplatte hat, aber auf einen Lüfter verzichtet. Die teure SSD scheint mir nicht nötig, der Ventilator hingegen nervt bisweilen schon. Und vor allem: es müssen 2 GB RAM rein.
    0
  • Ja darauf warte ich doch schon ewig. Asus bietet ohnehin schon so ein Gerät an, nur eben mit herkömmlicher HD. Wenn es das mit SSD gibt, greife ich wieder zu.
    0