Intels Silvermont-Atom soll ARM das Leben schwer machen

Intel hat seine neue Silvermont-Architektur vorgestellt, die in zukünftigen Atom-Prozessoren für ein deutliches Leistungsplus sorgen soll. Dank einer Strukturbreite von nur 22 nm und der Verwendung von 3D-Transitoren - die gleichen Parameter, die auch die langsam in Rente gehenden Chips der Ivy-Bridge-Generation besitzen - soll die Leistung ums Dreifache steigen. Wird die Performance auf einem aktuellen Niveau belassen, kann der Energiehunger eines entsprechenden Systems um bis zu 80% gesenkt werden, wie der Hersteller mitteilte.

Dabei hat Intel nicht nur weiter an der Leistungsfähigkeit seines einzelnen Kerns gearbeitet, sondern die Architektur deutlich stärker als bisher für den Einsatz von mehreren CPU-Kernen ausgelegt. Bis zu acht Cores können in einem Prozessor untergebracht werden, die, nicht zuletzt aufgrund der reduzierten Strukturbreite, mit höheren Bandbreiten und geringeren Latenzzeiten aufwarten. Überdies kann der Prozessor Befehle nach dem Out-Of-Order-Prinzip ausführen.

Zur Leistungssteigerung trägt auch ein 64-Bit großen Befehlssatz, der außerdem dafür sorgt, dass die Größe des Arbeitsspeichers deutlich gesteigert werden kann, weil nun mehr als 4 GB adressiert werden können (wobei aus Hardware-technischen Gründen davon nur 2,9 bis 3,5 GB genutzt werden können). Damit wird der SoC nicht nur für Smartphones und Tablets interessant. Auch Einsteiger-Notebooks sollen künftig mit den Atom-SoCs der Bay-Trail-Generation ausgestattet werden.

Und natürlich zielt Intel mit den Chips auch auf den Servermarkt, wo der Bedarf an kleineren Lösungen, die flexibler am jeweiligen Bedarf ausgerichtet werden können, wächst. Allerdings werden die in den sogenannten Microservern zum Einsatz kommenden Chips als Avaton bezeichnet. Sie unterscheiden sich in Details von den Bay-Trail-Varianten.

Mit ersten Geräten auf Basis von Intels neuem Atom wird noch in diesem Jahr gerechnet. Sie sollen pünktlich zur großen, weihnachtlichen Kauforgie auf den Markt kommen.

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10 Kommentare
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  • Elkinator
    64bit hatte auch schon der letzte atom, das ist doch nicht neu...
    das limit bei bei einem 32bit adressraum ist GENAU bei 4GB, nicht 3GB.
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  • matthias wellendorf
    Jein. Zwar adressiert eine 32-Bit-Architektur theoretisch einen 4 GB großen RAM-Speicher, aufgrund von weiteren Hardware-Einflüssen sind tatsächlich jedoch nur zwischen 2,9 und 3,5 GB nutzbar. Und auch die 64-Bit-Fähigkeit ist beim Atom nur teilweise gegeben. Die Vorläufer der kommenden Bay-Trail-Chips, also jenen Prozessoren die in Smartphones und Tablets verbaut werden, heißen Medfield und Clover Trail, und das sind 32-Bit-Prozessoren in einer Strukturbreite von 32 nm.
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  • Elkinator
    wenn es um die adressierung geht sind es trotzdem volle 4GB, das hat ja nichts damit zu tun wieviel für den RAM übrig bleibt.
    man kann ja zusätzlich noch in klammer angeben was übrig bleibt wenn das mainboard die andere hardware adressiert hat.
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