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PC-Hersteller: Lieber ARM als Intel im Tablet

von - quelle: Digitimes

Obwohl Intel seine Atom-Plattform derzeit sehr aggressiv bewirbt und PC-Hersteller zu überzeugen versucht, sie in ihren Tablet-PCs einzusetzen, sind diese nicht sehr enthusiastisch. Hier setzt man scheinbar lieber auf eine Kombination aus ARM und Android.

Atom inside? In Tablet-PCs vielleicht eher nicht...

Laut einem Bericht der Digitimes ist Intels Atom-Plattform aus Sicht der taiwanischen Hersteller nicht erste Wahl, wenn es um die Planung kommender Tablet-PCs geht. Dabei soll die nächste Variante mit Namen Oak Trail geringeren Stromverbrauch mit geringerer Abwärme kombinieren und sich damit speziell für diese Geräteklasse eignen. Das sehen die Hersteller scheinbar anders, denn die geben dem Bericht zufolge größtenteils der Kombination aus ARM-Prozessordesigns und dem Google-Betriebssystem Android den Vorzug.

Aus politischen Gründen planten die Firmen wohl dennoch, auch Varianten mit Oak-Trail-Technik und Windows-Betriebssystem anzubieten - immerhin wolle man die guten Beziehungen zu Intel und Microsoft nicht aufs Spiel setzen. Diesen Reihen kommt aber eher der Status des "Testballons" zu, anhand dessen man die Nachfrage für solche Geräte abschätzen will. Dementsprechend werden sie vermutlich in kleineren Mengen aufgelegt.

Derzeit steht Intel mit mehreren taiwanischen PC-Herstellern in Verhandlungen, die auf dem im September stattfindenden Intel Developer Forum (IDF 2010) Prototypen von Tablet-PCs mit Intel-Technik zeigen sollen. Die meisten haben wohl zugestimmt. Ob es diese Studien aber in die Massenfertigung schaffen, wollten die Firmen von der Nachfrage und dem Kundeninteresse abhängig machen.

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Scour 02/08/2010 22:35
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Schon erschreckend, welche Angst die Hardwarehersteller vor Intel haben

bleikrone 02/08/2010 23:10
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-1+

Nicht ganz unbegründet.

zeromaster 03/08/2010 00:18
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-0+

ARM in Form der Nvidia Tegras?
Klingt doch ganz interessant und hat doch nichts mit Angst zu tun???
Die Hersteller werden irgendwelche Vorteile bei ARM oder Nachteile bei Intel sehen und wenn es "nur" die möglichen Margen sind ;)

Zalasta 03/08/2010 08:08
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Ich denke Angst ist das falsche Wort, es geht einfach nur darum es sich nicht direkt zu verscherzen. Intel hat ja immer gute Arbeit geleistet, gut die Atom-Reihe is vielleicht jetzt nicht der Brüller schlechthin, aber wenn sie verbessert wird, wieso sollte man dann nicht doch umsteigen? Und dann könnte Intel sagen: Ja Leute, Ihr wolltet uns nicht, und jetzt schon? Das macht doppelte Kosten, weil die Nachfrage nach UNS so hoch ist.

Derpet 03/08/2010 08:19
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-1+

Wird wohl auch an der Software liegen. Android läuft und ist auch entsprechend für ARM optimiert. Windows 7 kann man ja angeblich auf den Tablets vergessen und MeeGo (oder wie das grade aktuell wieder mal heißt) von Intel läuft immernoch im Beta-Status. Die Gerätehersteller orientieren sich wohl an Apple und wollen das ganze als komplett geschnürtes Paket an die Kunden verticken, inklusive App-Store.

KatSeiko 03/08/2010 08:23
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Das Problem mit Intel ist doch, dass die eine lausige GPU in die Atom Prozessoren integriert haben. Das rächt sich damit, dass die Leute nur äußerst ungern sowas verbauen..

Derpet 03/08/2010 09:13
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-2+

Stimmt Crysis auf High kannste damit nicht spielen.

Kommt doch bei den Dingern nicht auf Leistung an. Stromsparend müssen die sein und die üblichen Office/Internet/Multimedia-Anwendungen sollen die beherrschen. Mehr ist doch garnicht gefordert. Schon der Grafikchip der ersten Atom-Generation ist nich als zu schwach zu bezeichnen. Der hatte für seine Leistung nur definitiv zu großen Stromhunger.

noskill 03/08/2010 09:17
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-0+

@zeromaster

Es geht darum, dass die Hersteller dennoch Intel anbieten wollen, um es sich mit Intel nicht zu verscherzen.
Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund den x86 jetzt auch noch auf den Tablet Markt auszudehnen.
Der hat schon viel zu viel Platz eingenommen für eine ineffiziente und steife Architektur im Vergleich zum RISC.

lrlr 03/08/2010 09:23
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-0+

nein, das "problem" ist ganz ein anders, das mit dem ARM können sie einfach besser, (jedes aktuelle handy ist ja ein "mini-tablet" ...)

die Umstellung der Produktionsstraße von einem Handy, auf ein "großes handy" ist wohl einfacher als auf "ganz andere platform")

anonymous 03/08/2010 10:07
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-0+

Die Produktionsstrassen findest du bei foxconn und konsorten, die produzieren Massen von allen gerätetypen für verschiedenste Hersteller und sind dementsprechend darauf ausgelegt. Also kann es der eigentlichen marke (z.b. Hp, Acer...) egal sein da sie in der Regel auch nur produzieren lassen.

lrlr 03/08/2010 11:08
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-0+

>PC-Hersteller

acer, HP ?? an die hätte ich (wenn ich DIESEN Bericht lese, garnichtig gedacht..) das sind ja keine "hersteller" für mich

eher kling er so, als würden die "chinesen" (also eben foxconn usw. ) lieber ARM einbauen als intel.. (in tablet pc)

Wohni 03/08/2010 13:27
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Vieleicht auch ne Preisfrage?

fffcmad 03/08/2010 14:29
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-0+

Die wollen die Intels nur nicht drin haben, weil dadurch hoehere Kosten haben. ARM ist nun auch nicht so dolle. Das Ding ist nur auf dem Papier schnell, und auch nur dann, wenn sich das Programm gut dafuer umsetzen laesst. Da komplexe Vorgaenge durch diese Architektur nicht einfach abgebiltet werden koennen (x86CPUs haben dafuer einen umfangreichen Befehlssatz) wirds dann unter Android stellenweise richtig lahm...

Intel ist einfach nur zu "teuer" Da laesst sich kein großer gewinn abschoepfen, da die Kunden maximal 400€ ausgeben wollen.

noskill 03/08/2010 15:24
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-0+

@fffcmad

Komplexe Vorgänge lassen sich alle auf einfachere Vorgänge runterbrechen.
Ein ARM kann daher genau das selbe wie auch ein x86, nur mit dem Unterschied, dass ein x86 für alles mögliche einen eigenen Befehlssatz bräuchte um effektiv zu arbeiten.
Mit jedem zusätzlichen Befehlssatz wird aber die CPU aufgebläht und verbraucht mehr Strom.
Mit dem Preis hat das überhaupt nichts zu tun, sondern schlicht mit der Performance/Watt und der Akkulaufzeit, die beim ARM wegen oben genannten Grund um Längen besser ist.

fffcmad 03/08/2010 15:33
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-0+

Genau das "runterbrechen" ist das Stichwort. Wofuer ein aktueller x86 dann nur ein - zwei Takte braucht, weil er einen spezialisierten Befehl hat, braucht der ARM dann x mal so viel, weil er alles in Einzelschritte zerlegt haben muss. Der ARM verfuegt aber auch ueber erweiterte Befehlssaetze, so ist es nicht. Die Frage ist: Werden die auch effektiv genutzt, und reicht das fuer diese Software.

Und du liegst leider mit deiner Aussage bezueglich "aufgeblaeht" stark daneben. Seit Pentium 1 ist der x86 immer weiter weg von "aufgeblaeht" entwickelt worden. Mehr Strom verbraten aktuelle CPUS dadurch auch nicht. Unbenoetigte Einheiten keonnen vollkommen deaktiviert werden. (I Core Architektur)

Der x86 ist einer ARM sehr aehnlich, nur kann er mehr, auf Kosten der Effizienz bei reinem Numbercrunching, wenn nur primitivste Dinge gemacht werden. Komplexe Vorgaenge sind mit einer x86iger CPU garantiert besser abzuwickeln, wenn eine ARM-CPU nicht den SPeck dafuer hat.

noskill 03/08/2010 18:40
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-0+

@fffcmad

Das wird alles softwareseitig runtergebrochen, deshalb kann man x86 Maschinencode nicht auf einem ARM ausführen und umgedreht.
Ein ARM muss zwar insgesamt mehr Einzelschritte machen, hat aber eine kürzere Pipeline, deutlich schnellere Einzeloperationen und einen höheren möglichen Takt.
Der x86 stammt aus einer Zeit, in der man glaubte alles auf bestimmte komplexe Befehle zurückführen zu können. Nur das ein CISC eigentlich viel zu spezialisiert ist, um ihn in einem Computer für alles einzusetzen.
Deshalb arbeiten heutige x86 auch intern wie ein RISC und bekommen immer neue Befehlssätze zur Vorverarbeitung...allerdings hat das erhebliche Nachteile auf die Effizienz und Geschwindigkeit.
Es gibt einen Grund, warum z.B. Apple iBooks mit ihrem erweiterten RISC bereits vor 10 Jahren Laufzeiten von 5 Stunden erreichen konnten, wo andere noch bei max. 2 Stunden standen.
Der Umstieg auf x86 und somit CISC war daher bei Apple rein strategischer Natur, um einen breiteren Marktanteil zu bekommen (was anscheinend auch funktionert), da nun jeder auch auf seinem Apfel Win installieren kann.
Das hätte Apple aber garantiert nicht gemacht, wenn der Intel Core-Prozessor mit seiner Fähigkeit CPU-Teile zu deaktivieren nicht gekommen wäre.

lrlr 03/08/2010 20:03
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-0+

>Ein ARM muss zwar insgesamt mehr Einzelschritte machen, hat aber eine
>>kürzere Pipeline, deutlich schnellere Einzeloperationen und einen höheren
>>möglichen Takt.

da stimmt aber was nicht: a) macht ein x86 oft sogar 2 "komplexe" befehle in einem takt (auch dank langer pipeline) und b) ist x86 bei irgendo um 3Ghz+ mehrer cores usw (die stromsparer vielleicht 2ghz) das ist arm "noch lange nicht"?

fffcmad 04/08/2010 08:14
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-0+

x86 hat mit CISC nicht mehr viel gemein. Schon seit 20 Jahren...

noskill 04/08/2010 09:46
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-0+

@lrl
a)Entweder meinst du die Superskalarität oder die Pipeline.
Superskalar ist der ARM auch und eine lange Pipeline ist nichts positives, wie man seit dem P4 wissen sollte.
Denn dadurch kann man zwar den Prozessor höher takten braucht aber für die Pipeline wiederum mehr Takte um einen Befehl abzuarbeiten und somit mehr Energie.
b)Weil ARM fast nur im Embedded Systems Bereich und bei mobilen Geräten eingesetzt wird.
Daher ist es logisch, dass die zurzeit nur bis max. GHz getaktet werden.
In einem Desktop wäre mehr Takt möglich, dazu müsste man aber auch ARM in gleichem Umfang entwickeln, wie es bei den x86ern der Fall ist.

@fffcmad
Ein x86 ist ein CISC, erst seit 15 Jahren rechnet der intern wie ein RISC, aber ist dennoch weiterhin ein CISC.

noskill 04/08/2010 09:49
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Ich sehe gerade, dass da eine 2 vor den "GHz" fehlt. ;)

fffcmad 04/08/2010 10:39
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-0+

Zitat :

@lrl
a)Entweder meinst du die Superskalarität oder die Pipeline.
Superskalar ist der ARM auch und eine lange Pipeline ist nichts positives, wie man seit dem P4 wissen sollte.
Denn dadurch kann man zwar den Prozessor höher takten braucht aber für die Pipeline wiederum mehr Takte um einen Befehl abzuarbeiten und somit mehr Energie.
b)Weil ARM fast nur im Embedded Systems Bereich und bei mobilen Geräten eingesetzt wird.
Daher ist es logisch, dass die zurzeit nur bis max. GHz getaktet werden.
In einem Desktop wäre mehr Takt möglich, dazu müsste man aber auch ARM in gleichem Umfang entwickeln, wie es bei den x86ern der Fall ist.

@fffcmad
Ein x86 ist ein CISC, erst seit 15 Jahren rechnet der intern wie ein RISC, aber ist dennoch weiterhin ein CISC.




Schon mit dem 386iger tauchten erste Ansaetze auf, die keine reine CISC Architektur mehr darstellen. Der 486iger ist ebenso bereits mehr RISC als CISC. Der Pentium 1 ist fast 20 Jahre alt. Und der ist definitv kein CISC mehr.

Und wenn sie 10 mal nach aussen hin wie ein CISC erscheinen, sie sind es einfach nicht.

Derfnam 04/08/2010 10:49
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oT, aber egal: Dreihundertsechundachzigiger? Du meinst sicher 386er. Muß ja :P

fffcmad 04/08/2010 12:19
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Nein, 386iger. Umgangspranglich. "Dreisechsundachtziger"

Du hast aber Recht, 386er wirds normalerweise geschrieben.

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