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Samsungs Audio Dock DA-E751 im Test: Satte Beats aus schicker Kiste

Samsungs Audio Dock DA-E751 im Test: Satte Beats aus schicker Kiste
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Kopfhörer raus, Audio Dock an - Samsung will das perfekte Soundsystem für den mobilen Nutzer liefern

Waren Smartphones und Tablets einst ein Ausdruck von Individualität – so war beispielsweise das Blackberry Symbol des erfolgreichen Geschäftsmanns, das iPhone das Smartphone der Kreativen und Hipster – sind sie heute zu Massenprodukten geworden, die sich ganz selbstverständlich in den Händen einer Vielzahl von Nutzern wiederfinden. Damit gehen zahlreiche Veränderungen einher, nicht nur hinsichtlich kommunikativer Art. Smartphones bündeln eine ganze Reihe von Funktionen, für die zuvor auf einzelne Geräte zurückgegriffen werden musste, wie z.B. beim Abspielen von Musik.

Gerade diese Funktion zieht aber auch Veränderung bei anderen Geräten nach sich: Wenn Musik immer öfter als Datei auf dem Smartphone mitgeführt wird, haben klassische Datenträger, wie etwa die CD, ausgedient. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an die Musikanlagen. CD-Player, Kassettendeck oder Tuner gehören der Vergangenheit an, benötigt werden Boxen mit gutem Sound an einem Verstärker der möglichst viele Schnittstellen besitzt um das Mobilgerät anschließen zu können. In den meisten Fällen heißt das: Irgendwo im Raum liegt ein Klinkenstecker, mit dem man über den Kopfhörerausgang des Smartphones oder Tablets die Musik abspielen kann. Oftmals nervt aber auch ein quer durch die Wohnung verlegtes Kabel, zumal es im 21. Jahrhundert durchaus clevere technische Lösungen gibt.

Echte Röhrenradios sahen eigentlich anders aus, aber Lautsprecher ohne Verkleidung und in silbernem Rahmen wirken wie retroEchte Röhrenradios sahen eigentlich anders aus, aber Lautsprecher ohne Verkleidung und in silbernem Rahmen wirken wie retro

Samsung Audio Dock: Zwischen Retro und Highend

Genau an dieser Stelle setzt Samsung mit seinem Audio Dock DA-E751 an. Dabei handelt es um eine in schwarzbraun Klavierlack angestrichene Kiste mit Außenmaßen von 450 x 148 x 240 mm, in der ein 2.1-System untergebracht ist. Das bedeutet, dass neben zwei kompakten Hoch- und zwei Mitteltönern ein Subwoofer Platz findet. Die Ausgangsleistung des Systems beziffert sich auf 100 W, wobei jeweils 20 W auf die Mittel- und Hochtöner entfallen, während der Subwoofer 60 W leistet.

Viel Mühe will sich der Hersteller bei den einzelnen Klangelementen gegeben haben. Das wird schon auf den ersten Blick deutlich, denn aus dem Gehäuse ragen zwei Röhren des integrierten Röhrenverstärkers effektvoll heraus und werden von einer transparenten Kunststoffabdeckung geschützt. Auch bei den beiden Mitteltönern hat sich der Hersteller etwas Besonderes einfallen lassen: Ihre Membran wird aus Glasfaser gefertigt.

Dicker Bass aus schicker Boxenkiste

Dementsprechend kräftig ist der Sound der aus der Box kommt, auch wenn vorab klar sein sollte, dass das Audio Dock nicht an die Leistung echter HiFi-Highend-Boxen herankommt. Die Röhren, die sich nach dem Einschalten zunächst eine Aufwärmphase von 20 Sekunden gönnen, sorgen tatsächlich für einen angenehmen, sehr warmen Klang. Die Höhen hätten einen Tick prägnanter sein können.

Dass es bei dem Audio Dock allerdings nicht um den perfekt ausgewogenen Klang geht, zeigt schon ein Blick auf die Fernbedienung, die extra eine Taste für Bass offeriert. Dann soll der Subwoofer auf der Unterseite noch ein bisschen mehr Wummern. Und Bass-Fans werden die Taste lieben, denn gerade basslastige Musik-Tracks werden - subjektiv - runder.

Ordentlich ist die Leistung bei hoher Lautstärke. Zwar dröhnen die Trommelfelle bei einem maximalen Schalldruck von 114,7 dB(A) ordentlich, die Boxen bleiben in ihrer Klangqualität allerdings konstant. Einem kleinen Fest in den eigenen vier Wänden, das in frühen Morgenstunden von Polizeibeamten beendet werden muss, steht nichts im Wege. 

Soll aus dem Audio Dock das optimale Klangerlebnis herausgekitzelt werden, gilt allerdings zu beachten, wo und wie das kompakte Boxen-Ensemble aufgestellt wird, denn der Standort beeinflusst das Hörerlebnis deutlich. Das Samsung Audio Dock verlangt zwar nicht nach einer so exakten Positionierung, wie zu früheren Zeiten als HiFi-Fans versuchten ihre Stereoboxen mit dem bevorzugten Hörplatz in einem gleichseitigen Dreieck auszurichten. Sie möchte aber auch möglichst prägnant im Raum untergebracht werden – nicht nur damit die recht gelungene Außenschale besonders zur Geltung kommt.