BSA setzt Berliner Firmen ein Ultimatum
Die Business Software Alliance verschärft ihre Aktionen in der Bundeshauptstadt Berlin. Anscheinend gibt es dort derzeit besonders viele Firmen, die geklaute Software einsetzen.
»Das Netz zieht sich zu. Sie haben noch bis zum 31. Oktober Zeit« lautet das Motto diverser Plakatmotive, mit denen derzeit Berliner Fassaden gepflastert sind. Größter Blickfang der Aktion ist ein sechs Meter großes Netz vor der juristischen Fakultät der Humboldt-Universität.
Dass die Aktion nur in Berlin stattfindet, deutet darauf hin, dass der Verbund aus Software-Herstellern der Business Software Alliance es auf Lizenz-Sünder in der Hauptstadt abgesehen hat – anscheinend gibt es vermehrt Hinweise auf Lizenzverstöße in der Hauptstadt. Dies ist nicht die erste, wie es die BSA nennt, »Schonfrist«-Kampagne, die Berlin überrollt: Bereits 2002 proklamierte die BSA dort, dass »Nur lizenzierte Software beruhigt«.
Erst im Sommer meldete die BSA zwei Fälle von Urheberrechtsverletzungen in Berlin. Ein Händler von Bürobedarf musste 600.000 Euro Schadensersatz sowie Lizenznachzahlungen leisten. Auch ein Medienunternehmen wurde ertappt und musste 2,5 Millionen Euro zahlen.
Mit der Aktion will die BSA noch gezielter gegen Lizenzverstöße vorgehen. »Die Ermittlungsarbeit der BSA hat eine neue Größenordnung erreicht«, so BSA-Direktor Georg Herrnleben, dies hätten auch die jüngsten Fälle mit Rekordbußen gezeigt. »Auch in Berlin werden wir unsere Aktivitäten intensivieren«, so Herrnleben.
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