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Vier unterschiedliche Grafikkarten im Test

Tauschen AMDs Radeon HD 7000er Bildqualität gegen Performance ein?
Von , Don Woligorski

Fangen wir einfach mal mit einem Vergleich der Test-Kandidaten an. AMDs Radeon-HD-6000-Serie wird durch die 6970 vertreten und Nvidias Geforce-GTX-500-Serie durch die 580. Wir testeten übrigens auch die neue Geforce GTX 680 vor ihrem Launch um zu checken, ob die Ausgabequalität der neuen Grafikkarte der der alten gleichkommt – was der Fall ist.

In diesem Test hier sind außerdem noch die Radeon HD 7870 und die Radeon HD 7970 enthalten um zu prüfen, ob das Problem die komplette 7000er Familie betrifft oder ob es nur für AMDs Pitcairn-GPU spezifisch ist. Alle Radeon-Karten wurden mit dem Radeon-HD-7800-Presse-Treiber (8.95.5-120224a-134185E-ATI) getestet, während die einsame Geforce-Karte mit dem 295.73-WHQL-Treiber getestet wurde.

Unser erstes Vergleichsbild ist ein Screenshot aus The Elder Scrolls V: Skyrim. Die Texturen des Baums auf der rechten und der Steine auf der linken Seite sind bei der Geforce GTX 580 und der Radeon HD 6970 deutlich klarer als bei der Radeon HD 7870 und der Radeon HD 7970.

Als nächstes kommt Battlefield 3. Achtet auf die weißen Gebäudedetails am oberen Bildrand: Hier sieht man bei den beiden Radeon-HD-7000-Karten in Skyrim verschwommene Texturen, während die Geforce GTX 580 und die Radeon HD 6970 deutlich schärfer darstellen.

In Metro 2033 liefern die beiden 7000er Karten wiederum weniger Textur-Details ab. Achtet auf die Änderungen in den kleinen Kreisen knapp oberhalb und links der Bildmitte.

In Crysis 2-Screenshots bemerken wir trotz intensiver Suche keine Unterschiede in der Textur-Qualität.

Die Grafikkarten der Radeon-HD-7000-Serie zeigten somit in drei von vier getesteten Spielen schlechtere Textur-Details als der Vorgänger und die Nvidia-Konkurrenz. Crysis 2 war die einsame Ausnahme, hier war die Ausgabequalität bei allen Boards praktisch identisch. Das ist allerdings keine Garantie, dass Crysis 2 "wasserdicht" ist; es kann auch einfach nur bedeuten, dass die von uns ausgewählte und analysierte Szene nicht auf offensichtliche Art und Weise von dem Problem betroffen ist.

Da sowohl die Radeon HD 7870 als auch die Radeon HD 7970 in multiplen Games eine schlechtere Ausgabe-Qualität zeigen, kann man schlussfolgern, dass das Textur-Problem alle GCN-basierten GPUs von AMD betrifft und nicht nur die beiden Karten mit Pitcairn-Grafikprozessor (7850 und 7870).

Das wir das Problem nun als Radeon-HD-7000-spezifisch eingegrenzt haben, könnten wir uns der Treiber-Thematik widmen.

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  • Saints , 23. April 2012 09:23
    Der fix war: default quality auf high setzten. und das nur nach ein paar Wochen? da haben sich die Catalyst Programmierer ja mal wieder selbst übertroffen, Respekt!
  • Techniker Freak , 23. April 2012 09:39
    Wenn das wirklich der Fix war und AMD das offensichtlich ohne Leistungsverluste geschafft hat ist das durchaus beeindruckend.
  • Gnorgel , 23. April 2012 10:42
    @saints:

    Wenn sie das gemacht hätten wäre die Performance - wie im ersten Teil der Benchmarks zu sehen ist - um 1-7% eingebrochen, was sie aber nicht ist.

    Es ist bedauerlichg dass AMD dies nicht vor dem Release bemerkt und nachgebessert hat. Vielleicht hängt das auch mit dem massiven Sparkurs (zahlreiche Entlassungen) der neuen Firmenleitung zusammen.
  • Headyman , 23. April 2012 14:27
    Die Erklärung legt AMD doch gleich bei.
    Sie wollten mal wieder bei einem Testtool tweaken, und haben damit (wohl unabsichtlich) eine Texurunschärfe in Spielen verursacht.

    Qualitätskontrolle sollte halt nicht nur ein paar Testtools befriedigen, sondern reelle Spiele als Maßstab haben, aber das ist aufwendiger und damit teurer.

    Ich frag mich sowieso, wieviel Prozent von den 150MB der Treibersuiten von AMD und NVidia allein den Tweaks und Optimierungen "bekannter" Software entspricht. Früher waren die Grafiktreiber auch nur paar MB groß, da gabs aber auch viel weniger "Anwendungs"-Optimierungen... .

    Es wird wahrschinlich weniger als 1% aller Entwicklungsaufwendungen in die Optimierung der Standard-APIs gesteckt und 99% der Zeit für das Tweaken von Benchmarks und einiger typischen Benchmarkspiele versenkt.

    Wer mal selber DX oder OpenGL-Programme geschrieben hat, der weiss, das diese Programme praktisch gar keinen Zuwachs bzw. minimal schlechter werden in der Performance bei jedem Treiberupdate. Warum nur ... , es hätten ALLE was davon, wenn nicht mehr nur ausgesuchte Titel optimiert würden
  • jo-82 , 23. April 2012 15:07
    AMD halt, die Jungs wissen einfach wie man Treiber vermurkst ;) 
  • h0scHi , 23. April 2012 16:59
    Das ist ja schon fast investigativer Journalismus von euch, nicht schlecht!

    Zitat :
    Aber wir glauben an die Wichtigkeit der Aufgabe, AMD und Nvidia kontinuierlich und gewissenhaft auf die Finger zu schauen.

    Sehr edel diese Einstellung, weiter so.
  • avatar_87 , 23. April 2012 18:23
    jo-82AMD halt, die Jungs wissen einfach wie man Treiber vermurkst

    Jaja, lustigerweise liest man in letzter Zeit von mehr Problemen bezüglich Nvidia Treibern. Ist es nicht armselig, dass sich die gtx 560 Ti in Skyrim beispielsweise einer HD 6770 geschlagen geben muss? http://www.computerbase.de/artikel/spiele/2011/test-the-elder-scrolls-v-skyrim/8/