Einspruchsfrist für Bing Streetside beginnt jetzt
Wie den meisten bekannt sein dürfte, hat Microsoft in Zusammenarbeit mit dem weltweit bekannten Hersteller digitaler Kartendaten zur GPS-Navigation, NAVTEQ, vor einigen Wochen begonnen deutsche Straßen zu befahren, um Daten für den geplanten Geodatendienst zu sammeln. Anfang Oktober diesen Jahres soll er online zur Verfügung stehen.
Mitunter hat nun für alle Hauseigentümer und Mieter die Vorabwiderspruchsfrist begonnen. Getreu dem Motto „my home is my castle“ kann jeder, dem der Gedanke widerstrebt, , dass Bilder seines Wohn- oder Geschäftssitzes schon bald auch innerhalb Microsofts neuem Internet-Kartendienst „Bing Streetside“ veröffentlicht werden, die Unkenntlichmachung beantragen.
Bis zum 30. September kann man gegen die 3-D Darstellung auf dem „altmodischen Weg“ per Post, oder über ein Online-Formular Widerspruch einlegen. Wer dieses Datum verpassen sollte, hat aber auch danach noch die Möglichkeit eine Verpixelung zu erbitten.
Für großes Aufsehen scheint der geplante Internet-Kartendienst offenbar diesmal nicht zu sorgen, verglichen mit den nicht unüberhörbaren Beschwerden aus der Bevölkerung, als Microsofts Konkurrent „Google Street-View“ unlängst die heimischen Straßen befuhr. In einem Interview mit der FAZ sprach Thomas Baumgärtner von Microsoft nur über eine Handvoll eingegangener Widersprüche. Woran liegt das? Sind die Deutschen weniger besorgt um Ihr Hab und Gut als noch vor einigen Monaten, haben die Menschen aufgegeben sich auf dem Weg zum gläsernen Bürger weiter zur Wehr zu setzen, sind sie erwachsener geworden, oder birgt die momentane Zeit zuviele, wichtigere Sorgen?
Weiterführende Informationen zu Microsoft „Bing Streetside“ sind unter folgendem Link zu finden: http://www.microsoft.com/maps/de-DE/streetside.aspx
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Ich vermute, dass sich da kaum jemand blocken wird.
Das könnte ein Paradebeispiel dafür werden, dass die Medien Menschenmassen mit reißerischen Schlagzeilen motivieren, ohne dass das jemand prüft.
Wenn ein Haus bei Bing dann zu sehen ist, kann Google vielleicht seinen Block wieder entfernen. Es ist ja ohnehin öffentlich einsehbar.
Sehe ich ähnlich...
es ist schon komisch, dass in der Schweiz alle Strassen problemlos einsehbar sind, obwohl die Schweizer deutlich konservativer und bisschen zurückhaltender gegenüber solchen Sachen sind.
Es ist echt ätzend, mit StreetView durch die Strassen zu "cruisen", während jedes dritte Haus so einen Milchglasschleier aufzeigt...
Wieso startet Microsoft - genau wie Google - die Widerspruchsfrist VOR der Veröffentlichung der Bilder? Ich würde mir doch gerne erstmal ansehen, was auf den Fotos meiner Hütte überhaupt zusehen ist, bevor ich gleich losmeckere.
Desweiteren finde ich es schon seltsam, das die Widerspruchsmöglichkeit überhaupt befristet ist. Vielleicht treten ja in der Zukunft noch Gründe in Erscheinung, die ein Unkenntlichmachen wünschenswert machen.
Daher sollten sich die Betreiber solcher Webdienste nicht wundern, wenn viele schon rein prophylaktisch widersprechen. Nachher heißt es dann unisono: Zu spät!
wenn man die widerspruchsfrist startet bevor es die page gibt kennt man es so gut wie gar nicht und kaum jemand widerspricht etwas von dem er nichts weis.