Bitkom: Mehr Kriminalität im Internet
Vor immer professioneller ausgeführten Betrugsmethoden im Internet warnen der Bitkom und das Bundeskriminalamt. Die Zahl der Delikte beim Online-Banking sind angestiegen, Fälle von Phishing sogar um 50 Prozent.

»Jeder zweite ist von Kriminalität im Netz betroffen«, titelt der Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) heute. Verglichen haben der Bundesverband und das Bundeskriminalamt (BKA) Zahlen zur Kriminalität im oder mit Hilfe des Internet aus dem Jahr 2008 mit denen dieses Jahres.
Demnach ist unter anderem die Zahl der Betrugsfälle beim Online-Banking durch Phishing-Attacken letztes Jahr zurück gegangen, nun aber wieder angestiegen: 2900 Phishing-Fälle in diesem Jahr entsprechen einer Steigerung um 50 Prozent zu 2008. Die Schadenssumme zum Jahresende wird laut Bitkom bei 11 Millionen Euro (+56 Prozent) liegen. Im Schnitt wurden Online-Banking-Kunden letztes Jahr pro Betrugsfall etwa 3600 Euro erleichtert, nun sind es durchschnittlich 4800 Euro. Dass diese Zahl dieser Betrugsfälle im letzten Jahr vergleichsweise niedrig war, schreiben die Sicherheitsexperten der flächendeckenden Einführung von iTANs (indizierte Transaktionsnummer) zu. Die ist mittlerweile aber nicht mehr sicher, da Schadsoftware verfügbar sei, die den Sicherheitsmechanismus aushebelt: »Allein die Eingabe der Geheimzahlen bei Überweisungen reicht zur Vorbeugung nicht«, so Dieter Kempf vom Bitkom-Präsidium. Er empfiehlt »gesundes Misstrauen« und eine stets aktuelle PC-Sicherheitsausstattung.
Auch das BKA appelliert an den gesunden Menschenverstand: »Internet-User müssen wissen, dass die Straftäter von heute das Internet zunehmend als Tatmittel nutzen und sich dabei den oftmals sorglosen Umgang mit persönlichen Daten sowie die Möglichkeiten moderner Schadsoftware zunutze machen«, erklärt BKA-Präsident Jörg Ziercke.
Die größte Gefahr geht jedoch immer noch von Malware aus: Die Rechner von 38 Prozent aller Internetnutzer hier zu Lande – rund 20 Millionen Deutsche – wurden schon einmal von einem Virus oder Trojanischen Pferd verseucht. War es ehemals üblich, durch Malware nur Daten zu löschen oder unlesbar zu machen, haben Malware-Programmierer schon längst monetäre Interessen. Verstärktes Ziel von Betrügern sind laut Bitkom die Zugangsdaten zu Internet-Shops und Auktionshäusern, sozialen Netzwerken, Foren und E-Mail-Konten.
Grafiken: Bitkom
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Nix neues ... Generell sind aber noch immer die Leute gefährdet die ihren PC nicht schützen, unsichere Passwörter nutzen oder ihre Daten an andere Leute weitergeben. Beachtet man alle 3 Punkte ist man eig. relativ sicher wobei es ja so oder so jeden kann (wenn selbst 13 Jährige das Pentagon hacken können ...).