Bitkom: »Datenschutzrecht anpassen«
Anlässlich des dritten europäischen Datenschutztages fordert der Branchenverband Bitkom die »Anpassung des Datenschutzrechts an das digitale Zeitalter«.
Am morgigen am 28. Februar ist zum dritten Mal »Datenschutztag«. Eingeführt wurde er vom Europarat, um europaweit das Bewusstsein für den Datenschutz zu erhöhen. Das hat auch der Branchenverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekokmmunikation und neue Medien) im Sinn. Er fordert anlässlich des Jahrestags eine Runderneuerung des Datenschutzrechts.
»Das deutsche Datenschutzrecht stammt aus dem Zeitalter der Lochkarten und Wählscheibentelefone«, erklärt der Bitkom-Präsident. »Wir brauchen endlich eine umfassende Anpassung an das digitale Zeitalter. Oberflächliche Änderungen nach Fällen von Datenmissbrauch genügen nicht«, so August-Wilhelm Scheer. Wichtig sei die informationelle Selbstbestimmung von Verbrauchern: »Entscheidend ist, dass die Kunden wissen, wer ihre Daten zu welchem Zweck nutzen kann. Das Gesetz muss in erster Linie für die nötige Transparenz sorgen«.
Vor allem sensible Daten sieht Scheer gefährdet: »Heute ist eine Kontoverbindung rechtlich nicht mehr oder weniger geschützt als die Schuhgröße des Bankkunden«. Auch appelliert er an Heranwachsende, nicht zu sorglos mit den Informationen über die eigene Person umzugehen: »Gerade bei jungen Menschen müssen wir ein Bewusstsein schaffen, welche Folgen es haben kann, wenn zu viel Privates im Internet preisgegeben wird. Die aktuellen Diskussionen gehen bisher an den jungen Menschen vorbei, die ohne Zwang intimste Details offen ins Netz stellen«, erklärt Scheer. Der Bitkom geht davon aus, dass jeder zweite Jugendliche und junge Erwachsene über ein Profil mit mehr oder weniger privaten, für jedermann einsehbaren Details im Internet verfügt.
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Hmmm.....i-wann geht das soweit das man gar nichts mehr darf, meine Güte jeder weis was passiert wenn man Daten von sich ins Internet stellt. Nur uns ist es egal.
Auf der anderen Seite mit dem Datenschutz, z.B. Kontodaten...hat er ein bisschen recht, das ist alles noch etwas unsicher aber ich glaube ne Schuhgröße einer Person rauszufinden ist genau so schwer wie Kontodaten, da man ja die Person im normalfall nicht kennt. Und wie dann rausfinden auser E-Mail Konto hacken und Bestellungen anschaun aber das gibt auch keine 100%ige Erfolgschance ^^ xDD (ich liebe es solche Beispiele aufs Korn zu nehmen, ich weis aber für jeden der Kritik über mein Kommentar schreiben möchte, wie das gemeint war)
Es müssen vor allem Wege geschaffen werden, um als "Bürger" schneller Inhalte/Bilder, die er nicht selbst publiziert hat, löschen zu lassen (Ich denke hier gerade an manche leicht bekleideten Frauen-Photos von verlassenen Männern..., usw.)
1. ist bei weitem nicht jedem klar, wie mit seinen daten im internet umgegangen wird bzw umgegangen werden kann. die meisten menschen haben eine noch sehr naive vorstellung vom internet - ganz besonders die jüngere generation, die den pc mittlerweile gut beidenen kann, aber keine ahnung was man so alles anstellen kann. das ist die grosse masse!
2. ist es im allgemeinen nicht schwer an die verschiedensten daten ranzukommen, auch konto daten. allerdings nicht für jeder mann! es wird soviel handel mit solcehn daten getrieben, dass es für beteiligte ein leichtes ist, da unbemerkt auch andere dinge mit zu trieben. und das wird tatsähclich im grossen maße auch getan.
3. wie sehr datenschutzt heut zu tage teilweise legal und teiwleise illegal untergraben wird können sich die meisten nciht mal ansatzweise vorstellen.
Übrigens ist morgen der 28. Januar, nicht Februar.
Die Ausdünstungen der BITKOM sind bekanntermaßen nicht das Papier wert, auf dem sie sich breitgemacht haben.
Wer's nicht glaubt sehe sich die Vorstandsmitglieder und deren Gelaber an.
Hier ein paar Mit"arbeiter":
- Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrats IDS Scheer AG
- Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland GmbH
- Vorstandsvorsitzender Deutschen Telekom AG
- Vorsitzender des Vorstands DATEV eG
- CEO o2 (Germany) GmbH & Co. OHG.
Von denen kann sicher kein einziger SD-RAM und DDR2 auseinanderhalten, geschweige denn ein Netzteil ohne PC zum Laufen bringen.
Noch Fragen?
Vielleicht sollte eine Sendung beim RTL geschaffen werden mit dem schönen Titel "Datenpanne". Jeden Tag wird ein Bundesbürger vorgestellt, allein mit den privaten Daten, die er treu-doof ins Netz gestellt hat.
@wuselsurfer: Was Sicherheit angeht ist vorallem *Software* betroffen, und davon verstehen die Genannten sicher etwas. Ob sie fähig sind "SD-RAM und DDR2 auseinanderhalten, geschweige denn ein Netzteil ohne PC zum Laufen" ist dabei ziemlich nebensächlich. Nicht alle Manager/Vorstandsvorsitzende haben keine Ahnung von dem was sie machen.
In Zeiten der Vorratsdatenspeicherung und der Nichtexistenz des Bankgeheimnisses reden die noch von Datenschutz?
Interessant...
Allerdings hat er durchaus Recht damit, dass die junge Generation dringendst darauf aufmerksam gemacht werden muss, dass es wichtig ist, sich genau zu überlegen, welche Informationen man von sich im Internet öffentlich zugänglich macht und dass das Internet an sich ein quasi nicht kontrollierbares Medium ist.
Würde es keine "Kämpfer" für den Datenschutz geben, würden wir bis 2010 wohl schon alle RFIDs in uns tragen!