Bald marktreif? Brennstoffzellen mit Methanol

Die Lithium-Ionen-Technik ist vielleicht schon bald out. Brennstoffzellentechnik soll in Zukunft Akkus auf die Sprünge helfen. Neben Sharp und Sony arbeitet jetzt auch Canon an der Technik.

Vor wenigen Tagen hatte der japanische Elektronik-Gigant Sharp einen Durchbruch in der Brennstoffzellentechnik gemeldet. Demnach haben die Techniker die derzeit höchste Leistungsdichte von 0,3 Watt pro Kubikzentimeter erreicht, eine Steigerung um den Faktor 7 gegenüber der bisherigen Technik.

Jetzt haben die Kollegen aus der Redaktion Golem einen Patentantrag von Canon ausgegraben. Auch hier geht es um Brennstoffzellen. Der Patentantrag Nummer 20080081236 nennt vor allem digitale Spiegelreflexkameras als Einsatzgebiet. Laut Golem arbeitet Canon möglicherweise mit MTI Micro zusammen.

Die Methanol-Brennstoffzellen (Direct Methanol Fuel Cell, DMFC) könnten aber nicht nur in Kameras, sondern in mobilen Geräten wie PDAs oder Notebooks verwendet werden, und die herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus ersetzen. Die Brennstoffzellen sind wesentlich effizienter als die derzeit gebräuchlichen Lithium-Ionen-Akkus.

Das Thema wird in der IT-Branche schon seit Jahren diskutiert. Die Vielzahl der aktuellen Ankündigungen ist jedoch ein Hinweis darauf, dass die Technik demnächst auch für den Massenmarkt tauglich wird. So hat Angstrom Power laut Golem schon im Januar 2008 eine Brennstoffzelle für Mobiltelefone angekündigt. Das kanadische Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellen spezialisiert und bereits Produkte im Angebot: eine Nachfüllstation, eine Taschenlampe und einen externen Akku.

Auch Sony ist am Thema dran und hat eine Methanol-Zelle mit eine Leistung von 3 Watt entwickelt. Angeblich genügt eine Menge von 10 Millilitern Methanol um 14 Stunden lang auf einem Mobiltelefon fernsehen zu können.

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13 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Na ja, wie man sieht ist die Entwicklung der Brennstoffzelle schon weit fortgeschritten, aber es wird noch einige Zeit dauern bis sie in den Massenmarkt einzug hält.
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  • "Bin gleich da, muss nur noch mein Handy tanken!"
    Coole Vorstellung *g*

    Allerdings denke ich auch, dass die ersten Modelle eher Prestige-Technologieträger als alltagstaugliche Geräte sein werden.
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  • Natürlich wollen sich die Hersteller ihre teure Entwicklung erstmal ordentlich bezahlen lassen und die Dinger werden nicht nur effizienter, sondern auch deutlich teurer als ohnehin nicht billige Lithium-Ionen Akkumulatoren sein. Die Preis werden aber über die Jahre in den Keller fallen.
    Dann heißt es: Einen Schluck für mich und einen für die Spiegelreflex. *hickaps*
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