Benchmark-Leak zu AMDs "Interlagos"-Server-CPU

Laut verschiedenen Berichten wurden die Tests der Phoronix Test Suite unter Arch Linux (Linux-Kernel 2.3.67) durchgeführt. Die Test-Suite lag auf einem zwei TByte großen SATA-Laufwerk, das an dem mit 64 GByte DDR3-Arbeitsspeicher bestückten Dual-Sockel-Server-Mainboard Supermicro H8DGU angeschlossen war. Jede der beiden Prozessoren hatte 16 CPU-Kerne und eine Taktfrequenz von 1,8 GHz.

Die Testergebnisse sollen von einem unabhängigen AMD-Server-Partner übermittelt worden sein und listeten die neuen 16-kernigen Interlagos-Opteron-Prozessoren als "AMD Eng Sample ZS182045TGG43_28". Dieser spezielle Prozessor wurde in der Vergangenheit bereits mit SuSE Linux 11, Ubuntu 10.04, CentOS 5.4 und Arch Linux gebencht – aber noch nie in einem Dual-CPU-Setup.

Aber auch jetzt liegen nur die Ergebnisse einiger ausgewählter Benchmarks der Test-Suite vor. Dazu gehören C-Ray, Himeno, SciMark 2, Parallel BZIP2 Compression und die Stream-Memory-Tests. Das System erzielte eine C-Ray-Zeit von 25 Sekunden und ist damit erheblich schneller als ein Intel Core i5 2500K (4 Kerne + Hyper Threading; 3,3 GHz bzw. 3,7 GHz mit Intel Turbo Boost) mit 61 Sekunden oder der Intel Core i7 970 (6 Kerne + Hyper Threading; 3,2 GHz bzw. 3,46 GHz mit Intel Turbo Boost) mit knapp 61 Sekunden.

Das System schnitt im Himeno-Test dagegen nicht ganz so gut ab, der allerdings auch als nicht wirklich Multi-Thread-freundlich beschrieben wird. Laut den Tests von OpenBenchmarking.org erreichte es hier aufgrund seines niedrigen Taktung nur 88 MFLOPs. Im Parallel BZIP2 Compression-Test (v1.0.5) schlug sich das System dagegen besser und packte eine 256-MByte-Datei in 6,27 Sekunden mit einem Standardfehler von 0,10 und einer Standardabweichung von 7,49 Prozent.

"Es gibt außerdem Ergebnisse des 'AMD Eng Sample ZS182045TGG43_28' für SciMark 2-Berechnungen und Stream-Speichertests", so die Webseite. "Es könnten noch mehr kommen, aber das hier sind die Ergebnisse, die wir als gültig und authentisch verifizieren konnten."

Wenn er endlich auf den Markt kommt, wird AMDs Interlagos-Prozssor 12 oder 16 Kerne, einen Quad-Channel-Speichercontroller und bis zu 16 MByte L3-Cache haben. Er wird den gleichen Mainboard-Sockel (G34) wie AMDs aktuelle Server-Prozessoren der Opteron-6000-Modellreihe nutzen. Interlagos wird zudem von Globalfoundries in 32-nm-SOI-Prozesstechnologie hergestellt werden.

Nach dem derzeitigem Stand der Dinge sollen AMDs Bulldozer-basierte Server-Prozessoren im dritten Quartal diesen Jahres auf den Markt kommen.

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17 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • muetze2k
    Zitat:
    Das System erzielte eine C-Ray-Zeit von 25 Sekunden und ist damit erheblich schneller als ein Intel Core i5 2500K (4 Kerne Hyper Threading; 3,3 GHz bzw. 3,7 GHz mit Intel Turbo Boost) mit 61 Sekunden

    Wie ungewöhnlich, wenn man 2x 16 gegen 4 Kerne antreten lässt.
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  • fragger_kann_sich_nicht_anmelden@guest
    Jo echt schlecht für 32 Kerne...

    ...wenn man das mal grob überschlägt und die Takt und Kerndifferenz berücksichtigt, ist der AMD pro Kern und Mhz nur 0,54 mal so schnell wie der 2500k

    Man kann AMD natürlich zu Gute halten, dass ein dual CPU setup schon gut abgestimmte Software brauch, um keine Performance zu verschenken und überhaupt bei 32 Threads schon ne Menge Overhead anfallen wird...

    btw: der 2500k hat kein HT!
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  • intergalactic
    Hm, warum soll die Anzahl der Kerne überhaupt interessieren? Bei einer CPU interssiert mich:

    - Preis im Verhältnis zur Leistung in den für mich relevanten Anwendungen.
    - Stromverbrauch

    Wie die CPU das erreicht ist mir schnurz!
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