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Breitbandausbau: BNetzA warnt vor Kartellen

Von - Quelle: Handelsblatt | B 5 kommentare

2014 sollen 75 Prozent der deutschen Haushalte über eine 50-Megabit-Internet-Anbindung verfügen. Die Bundesnetzagentur begrüßt hierfür zwar Kooperationen von Firmen, warnt aber vor einer Kartellbildung.

Gegenüber dem Handelsblatt begrüßt der Chef der Bundesnetzagentur (BNetzA) die Kooperationen von Firmen, um den Breitbandausbau in Deutschland voran zu treiben: »Allerdings gibt es klare Grenzen«, so Matthias Kurth. Und die seien bei Kartell-artigen Partnerschaften erreicht: »Es darf durch die Zusammenarbeit der Anbieter nicht zu Wettbewerbsbehinderungen kommen, es dürfen keine abgeschotteten Kartelle entstehen«, so Kurth.

Das Breitband-Programm der Deutschen Bundesregierung sieht als Zwischenziel vor, dass bis Ende nächsten Jahres Anschlüsse mit mit mindestens einem MBit/s flächendeckend in ganz Deutschland verfügbar sind. Bis 2014 sollen drei Viertel der Bundesbürger mit mindestens 50 MBit/s Surfen können. Insbesondere beim Ausbau des Glasfasernetzes müssen sich hierfür Firmen kooperieren. Erste Bande sollen hierfür zwischen Vodafone und der Telekom entstanden sein, die in Heilbronn und Würzburg Glasfaserleitungen verlegen.

In den Augen der BNetzA sind solche Kooperationen vorbildlich, doch sollte die Zusammenarbeit in einem gewissen Rahmen bleiben: Auch andere (kleinere) Anbieter sollen die Möglichkeit haben, beim Breitbandausbau zum Zug zu kommen: »Die Kooperationen«, so Kurth, »werden nicht nur von uns zu beurteilen sein. Wir stehen in intensivem Kontakt mit dem Bundeskartellamt«.

Grundsätzlich rät die BNetzA dazu, beim Breitbandnetzausbau angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage gerade nicht vom Gas zu gehen: »Wenn der Wettbewerb stark ist, wenn Unternehmen die Gefahr sehen, Kunden zu verlieren, ist dies der beste Garant für zusätzliche Investitionen«, erklärt Kurth. Eine »fatale Fehleinschätzung« sei es, mit weniger Wettbewerb höhere Investitionen anregen zu wollen.

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  • I-LoVeRaP , 23. Juni 2009 13:38
    Also eigentlich ist das ganz gut, aber es stört mich ein bisschen, das man es als Fortschritt ansieht, lieber eine Kupferleitung auf eine GlasfaserLeitung upzugraden^^, als eine ISDN-Leitung, die viel zu wenig leistet, aufzurüsten zu einer mehradrigen-Leitung, die DSL schafft.
    Und somit dann erstmal einen Standard schafft, der ca. auf einer Ebene liegt und dann versuchen Stück für STück auf Glasfaser aufzurüsten.
  • I-LoVeRaP , 23. Juni 2009 13:38
    edit: das mit den mehradrigen-Leitung.....DSL benutzt schon mehr Adern-Paare also eine ISDN-Leitung oder??
  • x4ntos , 23. Juni 2009 13:48
    Ob Analog, ISDN oder DSL. Das läuft alles über ein 2-adriges Kupferdrähtlein ;-)
  • Alle 5 Kommentare anzeigen.
  • andiost , 23. Juni 2009 17:05
    Ich wäre schon froh wenn wenigstens überhaupt mal ein DSL-Anschluß in Aussicht stünde, aber bei uns auf dem Lande ist sicher in den nächsten 5 Jahren nicht damit zu rechnen obwohl alles in Glasfaser schon liegt! Das blöde Politiker-Gesumme von wegen "bis 2010 hat jeder DSL" hab ich soooo satt!
    Ich zahle für den lahmen Sat-DSL 40 EEuro nd telefonieren kann man damit auch nicht das kostet dann nochmal ca 30-40 Eurosen macht zusammen 140-160 DM od 1400-1600 Ostmark!!!! Tolle Nummer, Danke Telekom!!!
  • Toonforce , 30. Juli 2009 16:51
    Ich lach mich scheckig. Bis 2014 50MBit? Seit langem kämpft unser Ort für echtes DSL und nicht nur DSL light mit dem die eine Hälfte abgespeist wird.
    Aber da ja in alle Himmelsrichtungen nur maximal ca 2km bis zur DSL-Tauglichkeit fehlen sind die Betroffenen einfach zu wenig. Ich seh uns auch 2014 noch da wo wir jetzt sind, es spricht ja niemand von 100% Breitbandausbau. ...