BNetzA versteigert wieder UMTS-Frequenzen
Die Bundesnetzagentur will noch 2009 das »umfangreichste Frequenzpaket in der Geschichte der Bundesrepublik« versteigern lassen. Neuen Mobilfunk-Frequenzen müssen auch Rundfunk-Frequenzbereiche weichen.
Wie Welt Online berichtet, will die Bundesnetzagentur (BNetzA) noch dieses Jahr »die größte Frequenz-Auktion in der Geschichte der Bundesrepublik« durchführen. Versteigert werden dabei UMTS- wie auch als auch ehemalige Rundfunk-Frequenzbereiche für den drahtlosen Zugang zum Internet.
Laut dem Matthias Kurth, dem Präsidenten der BNetzA, spart man sich durch die kombinierte Versteigerung der Frequenzen ein Vergabeverfahren. Zwar soll die Anzahl allein der in Aussicht stehenden UMTS-Frequenzen höher sein als bei der Rekordversteigerung im Jahr 2000 – damals nahm der Bund für sechs Frequenzbereiche 50,8 Milliarden Euro ein (siehe »Versteigerung der UMTS-Lizenzen«). Solch einen hohen Erlös erwartet Kurth nun aber nicht ansatzweise: »Wir werden diesmal ein realistischeres Verhalten der Bieter haben als in der Zeit, bevor die Internetblase platzte«, so Kurth.
Die Auktion ist Teil der »Breitbandstrategie« der Bundesregierung, mit der die »weißen Flecken« auf der Karte Deutschlands – die Rede ist von rund 800 Kommunen – bis Ende nächsten Jahres mit einer Breitbandanbindung ans Internet versorgt werden sollen. Sie werden laut Kurth Vorrang haben vor Ballungsräumen, die für die Provider sicher lukrativer sind.
Mehr zum Thema bei Tom's Hardware:
● UMTS-Boom 2009 (16. Februar 2009)
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● Neue Frequenzen für Internet per Funk bis Ende 2005 (28. Juli 2005)
● Heute Versteigerung der UMTS-Lizenzen (31. Juli 2000)
● Teilnehmer für UMTS-Versteigerung stehen fest (1. Juni 2000)
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Oha, hört sich groß an und interessant^^. Naja mal schauen wies abläuft.
Die "Wirtschaftskrise" als denkbar schlechtester Zeitpunkt für hohe Erlöse.
Die knapp 100Mrd. DM vom letzen mal wurden ja auch von Riesenabschreibungen gefressen, der Reinerlös war viel niedriger.
@checkmate
ie frequenzen werden jetzt versteigert weil unter anderem in den entsprechenden 800 gemeinden von analog auf digital-tv umgestellt wurde. dadurch sind frequenzen frei geworden. würde man warten bis die wirtschaft wieder besser läuft dann müssen entsprechende haushalte noch viel länger ohne "breitband" leben. des weiterem würden duch zusätzliche erlöse der breitbandanbieter ja auch sowohl mehr zu versteuernder gewinn der unternehmen anfallen, als auch mehr mehrwertsteuer. also is die duch die wirtschaftskriese versteigerungserlös nich ganz so niedrig anzusehen.
und den gemeinden is nebenbei auch noch geholfen
@ pölüm pölüm
Stimmt schon, freie Frequenzen müssen schnell wieder belegt werden, weil sie sind rar und dadurch für den Bund viel Geld wert. Wenn aber mal in den Frequenzbändern bissl aufgeräumt würde, dann wären noch mehr frei. Die Umstellung auf digital TV sollte übrigens nach ersten Plänen Anfang 1990 passieren. Aber es wird immer noch über alle Übertragunskanäle analog verbreitet. Kurzum, eilig hatte es bis jetzt niemand...