Testbericht CAT Phone B15: Harte Schale für grobe Einsätze

Trotz massiver Erscheinung sollen der Dualcore-SoC und ein 4"-Display das Outdoor-Smartphone fit für den Alltag machen. Gelingt das?

Moderne Smartphones sind zumeist edle Begleiter, die neben einer schnellen Hardware vor allem mit einem schicken Äußeren und kompakten Abmessungen punkten wollen. Doch schon kleinere Unfällen, etwa ein Freiflug auf den Bürgersteig, weil man sich ungünstig gebückt hat, können zu kapitalen Schäden werden, weil eine ungünstige Flugkurve das Display mit Rissen aufs Abstellgleis schob. Der Großstadtmensch von heute neigt jedoch dazu sich nach getaner Arbeit zum Freizeit-Abenteurer aufzuschwingen und in der Natur nach waghalsigen Herausforderungen zu suchen - auf einen mobilen Begleiter möchte er dabei jedoch nicht verzichten.

Das gilt auch immer mehr im Berufsleben, wobei die Notwendigkeit nicht vor äußeren Umständen halt macht. Selbst bei widrigen Bedingungen darf das Smartphone nicht klein beigeben. Im "normalen" Leben soll es aber dennoch nicht stören, wie etwa das kürzlich getestete Samsung Galaxy Xcover 2 oder das CAT B10, das im vergangenen Jahr bei uns einen Auftritt absolvierte, jedoch mit einer Bauhöhe von 22 mm kaum in eine Tasche passte. Der Nachfolger Caterpillar CAT B15 hat deutlich abgespeckt - der richtige Kompromiss für ein Outdoor-Smartphone im Alltag?

Ausstattung: Schlichte Hardware in harter Schale

Neben einer harten Schale, mit der auch das neue CAT-Phone zweifelsohne auf den ersten Blick auffällt, darf ein Hersteller die Hardware allerdings nicht außer Acht lassen. Gerade an dieser Stelle hatte der Vorgänger enttäuscht. Doch zumindest auf dem Papier scheint der Hersteller gelernt zu haben, denn das B15 präsentiert sich deutlich aufgerüstet: Hinter einem nun 4" großen LC-Display werkelt ein 1 GHz schneller Dualcore-SoC, der auf einen 512 MB großen Arbeitsspeicher zugreifen kann. Für Nutzerdaten steht ein 4 GB großer Speicher zur Verfügung. Zudem soll eine 5-Megapixel-Kamera für brauchbare Fotos sorgen und Videos in HD-Qualität aufnehmen.

Software-seitig wird das Smartphone vom Hersteller aus mit dem Google-Betriebssystem Android 4.1 bestückt. Größere App-Zugaben neben den mit dem System verbundenen Google-Diensten und einigen CAT-eigenen Angeboten spart sich der Hersteller. Dabei hätten sich gerade berufliche Nutzer vielleicht über eine vorab installierte Office-Suite gefreut.

Ausstattungstabelle
Modell

Caterpillar CAT B15

Betriebssystem
Google Android 4.1
Display
4"/ LCD/ 800 x 480 Pixel
CPU
MediaTek MT6577/ 2 x 1 GHz
GPU
Power VR SGX
Arbeitsspeicher
512 MB
Interner Speicher
4 GB
Externer Speicher
- / microSD-Karten mit bis zu 32 GB
WLAN
b/g/n
Bluetooth
2.1+ EDR
Datennetze
GSM 850/900/1800/1900 UMTS 850/900/1900/2100
Funknetze
GPRS/EDGE/HSDPA/HSUPA
Kamera
(1) 5-MP-Kamera, HD-Videoaufzeichnung
(2) VGA-Kamera für Videotelefonie
Akku
2000 mAh
Abmessungen
125 x 69.5 x 15mm
Gewicht
170 g
Besonderheiten
Dual-SIM, IP67-zertifiziert
Straßenpreis
ca. 280 €
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5 Kommentare
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  • Aston1979
    Also wenn ich sowas schon lese:
    ...die Bauhöhe von 15 mm sorgt endgültig für ein gewisses "Backstein-Gefühl" in der Hand...
    Dann Krieg ich schon wieder zu viel!
    Einerseits Krähen hier alle rum: Display zu klein, bla bla bla. Dabei rennen alle doch mit solchen Totschlägern rum wie das S3 und S4 HTC One oder nen Galaxy Tab usw. Und Quetschen sich das sich das Ding inne Buxe oder ins Sakko das das sich sonstwohin Ausbeutelt!!
    Das is ein Outdoor/Arbeitshandy und nix anderes!
    Was sind das für Maßstäbe hier beim Test??
    Völlig am Thema vorbei!
    Aber hier lesen wohl nur noch irgendwelche Yuppie Kasper solche Tests!
    Auf der Baustelle ist man froh wenn man(n) nicht so ein fummeliges Handy hält sondern was in der Hand hat!
    Einzig die Kritik an der Helligkeit des Displays lass ich mir gefallen Herr Wellendorf!
    Ansonsten merke ich das sie ein Schreibtisch Täter sind!Und einen Hammer nur von ihrem Logo her kennen ;-)
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  • matthias wellendorf
    Ich klopfe gerne Sachen klein, daher habe ich allein in meiner Wohnung drei Hämmer. Die geäußerte Kritik lass ich auch nicht ganz gelten. Denn eigentlich steht in dem Text ft genug, dass es derzeit vermutlich kaum ein robusteres Smartphone gibt.
    Aber egal wo ich arbeite, am liebsten ist es mir, wenn ich ein Smartphone für alles verwenden kann. Und wenn man aus der Malocher-Kombi geschlüpft ist und im schnieken Outfit in den Feierabend hüpft, wird das B15 schon ein ziemlich dickes Ding und stört vor allem wegen der Höhe.
    Ich bin auch kein Fan davon mir einen Flachbildschirm in die Tasche zu stecken, aber selbst die aktuellen Flaggschiff-Monster fühlen sich in der Hosentasche noch besser an.
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  • Aston1979
    3 Hämmer? Na da gehts ja zur Sache! :-)
    Nein! Spaß beiseite!
    Sie haben also im Test ihre eigenen Ansprüche mit einfließen lassen. Ist Ok!
    Mir ging es nur darum das Outdoor Handys meine Ansicht nach nie komplett Alltagstauglich werden.
    Und gar nicht erst an normalen Handys bemessen werden sollten.
    Das wäre mal "neutrale" Bewertung eines Gerätes...
    Und die Sache mit dem CAT B15 im Sakko ist schon ein recht hoher Anspruch!
    Beispiele(Aus meiner Sicht):
    iPhone 5 ist total blöd im Anzug zu tragen.
    Selbst in der vorgesehen Handytasche!
    Das gleiche mit dem Galaxy SIII !
    Vom Galaxy Note wollen wir gar nicht erst anfangen;-)
    Ich finde das Smartphones allgemein schlechte Anzugs Begleiter sind.
    Aber...das ist ja auch ein Outdoorhandy und ist der Zweck den die Firma CAT dafür sich ausgedacht hat, ist optimal gelöst, und ich bin sicher das CAT in die Entwickelung die Anforderung"Anzugstasche" oder "enge Jeans" nicht mal ansatzweise gefordert hat!
    Diese grätsche zwischen robust und funktional ist nun mal so ein Gerät!
    Daher diese aus ihrer Sicht gesehene "Backstein Haptik".
    Ich finde das ist eine Beleidigung dieses Gerätes sowas zu schreiben und die Leute die den Test lesen abzuschrecken, und sich gegen das Gerät entscheiden!
    Eine unglückliche Wortwahl um es kurz zu machen.
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  • tadL
    Also bitte. Diese Drecksteile (ja ich bin kein Fan von den Dingern) sind doch mittlerweile raus aus der Rolle des Alltagsgerät. Man sollte endlich mal einsehen das sie wie Uhren dem Anlass ausgewechselt werden. Man nimmt sein iPhone prolli Teil für den Abend mit Anzug und für den Bau halt z.B. das Cat. Und nein man nimmt kein Samsung, das ist so wie wenn die Leute sich ihr Windows Schleppi auf Mac Oberfläche tweaken. Ihren Golf mit Bodycits auf möchtegern cool tweaken usw.

    Das Teil ist nicht für den Bürohengst gedacht der mal eine Klettertour macht. CAT baut für den Bau und da wird es wohl seinen Dienst erfüllen. Es ist robust, groß genug das es der Arbeiter nicht gleich zerdrückt und hilft beim schnellen Abgleichen von Daten. Wobei sich noch die Informatik auf dem Bau erst mal wirklich als Praxis tauglich beweisen muss. Erinnere mich noch gut an den Prof der auf Studentenfang ging und absurde Beispiele brachte wofür die Informatik wichtig ist. "Stellen sie sich 3 Kräne vor die auf dem Bau zusammen arbeiten müssen! Damit die sich nicht aus versehen gegenseitig umstoßen! Jaaaa da kann die Informatik helfen"....als ich ihn dann fragte ob die Kranführer das nicht auch schon seit Jahrzehnten biser ganz gut selber lösen konnten wurde er stumm. Und ob das Papier nun ersetzt wird wo die Zusammensetzung des Betons aufgelistet ist usw ist auch stark zu bezweifeln. Vor allem hat man so was einfach im Kopf. Oder soll das Teil für frische gebackene Bauingenieure sein die erst mal überhaupt keine Ahnung von der Praxis haben? Damit die sich schnell noch auf Youtube ein Video anschauen können wie man eine Verschalung baut damit sie nicht von den Arbeitern erst mal ausgelacht werden?


    Wer unbedingt ein Smarthphone auf der Baustelle braucht findet in diesem Gerät bestimmt etwas nützliches aber mir ist noch kein Fall bekannt wo man eine eMail schreibt anstatt einfach anzurufen. Oder twittert man nun seinem Bauherrn den Fortschritt oder warnt ihn vor höheren Kosten. Und wozu es wichtig ist auf dem Bau ein HD Video zu laden sei mal dahin geestellt.

    Wo es bestimmt ganz Sinnvoll ist, Wetter. Aber da man sich sowieso einen Wetterbericht einholt wenn man kritische Bauabschnitte beginnt...naja. Ich sehe da kaum einen wirklichen Mehrwert für den Bau. Aber alle brauchen ja ein Smarthphone...

    Um nun Kritik zu üben: Sie sollten Produkte so testen wie sie genutzt werden. Ich schicke auch keinen Kleintransporter auf die Nordschleife. Also bitte nächstes mal ein paar Minuten Zeit investieren und sich informieren wozu man überhaupt ein Smartphone das von einem Hersteller für Baumaschinen kommt auch nutzen soll. Und nein da spielt der Internet Seitenaufbau und das laden von HD Videos einfach keine Rolle. Als Bauleiter, Ingeneur oder Arbeiter wird nicht gegoogled während man arbeitet. Und man läd sich auf so ein kleines Displey auch keine Baupläne runter. Erledigt auch keine Bestellungen oder sonstiges. Naja wie gesagt ... jeder braucht eins nicht wahr.
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  • matthias wellendorf
    Bei Caterpillar selbst hat man die Losung ausgegeben, dass man seine Outdoor-Smartphones eben gerade nicht mehr ausschließlich auf der Baustelle sieht. Der Hersteller will zum führenden Anbieter in dieser Gerätekategorie werden und hofft daher auf neue Nutzer, die ein robustes Smartphone benötigen.
    Und die Email hat sich auch in der Baubranche als eine Kommunikationsform durchgesetzt, sodass der jeweilge Handwerker auch mal Aufträge, Auftragsbestätigungen usw. in seinem Postfach findet, bei denen mitunter eine zeitnahe Reaktion notwendig ist. Mit einer guten Kamera können dann bestimmte Prozesse dokumentiert werden.
    Der Vergleich mit dem Kleintransporter in der Nordschleife hinkt also - zumal dort aufgeladene VW-Bullis durchaus gesichtet werden und diese längst nicht die kleinsten Fahrzeuge sind, mit denen man es dort von Zeit zu Zeit krachen lässt...
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