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Hitzefrei für Prozessoren: 11 Wärmeleitpasten im Vergleich

Hitzefrei für Prozessoren: 11 Wärmeleitpasten im Vergleich
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Zum Einsatz kommen sie auf jedem PC, aber es bestehen teils merkliche Unterschiede: Die Rede ist von Wärmeleitpaste. Wir testen 11 Produkte auf Herz und Nieren.

Wie der Name „Wärmeleitpaste“ schon vermuten lässt, dient sie zur sichergestellten Weitergabe der Abwärme des Prozessors, der Grafikkarte oder ähnlichen Komponenten an den jeweils anliegenden Kühlkörper. Würde man keine Wärmeleitpaste verwenden, so könnte keine optimale Hitzeableitung erfolgen, da durch kleinste Unebenheiten im Kühlerboden oder im CPU-Heatspreader, also der Metallplatte auf der Oberseite Lufteinschlüsse entstünden. Auch nicht hundertprozentig eben aufliegenden Kühlkörpern kann mit Wärmeleitpaste begegnet werden.

Um das zu vermeiden wird besagte Wärmeleitpaste verwendet. Dabei ist es wichtig, die Paste nicht zu dick und auch nicht zu dünn aufzutragen, wobei sie doch möglichst dünn,  aufgetragen werden sollte. Das gesunde Mittelmaß ist hier wichtig; für Anfänger durchaus nicht immer einfach.

So kommen wir zur ersten Unterteilung: Wärmeleitpaste und Wärmeleitpads. Pads sind aus einer Art Kunststoff, der unter Hitze deutlich aufweicht. Die Anwendung ist relativ einfach, jedoch kann mit sorgfältig aufgetragener Paste bessere Kühlwirkung erreicht werden. Aus diesem Grund beschränkt sich unser Test daher fast ausschließlich auf Wärmeleitpasten; lediglich ein Wärmeleitpad in Form des Coollaboratory Liquid MetalPad testen wir ebenfalls.

Dabei ist es besonders wichtig, dass sowohl CPU als auch Kühler absolut sauber und fettfrei sind. Zur Vorbereitung und Reinigung eignen sich zum Beispiel Aceton und Nagellackentferner. Wer auf chemische Lösungsmittel verzichten möchte, kann auch auf spezielle Reiniger auf Citrusbasis o.ä. zurückgreifen – Haupsache, der Reiniger ist fettlösend.

Alle 69 Kommentare anzeigen.
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  • zapper , 19. August 2009 19:39
    Wenn meine Noctua Leitpaste und die MX-1 leer sind kommt bei meiner nächste Bestellung ein Spritzchen der MX-2 mit ;) 
  • zapper , 19. August 2009 19:56
    Mehrer Gründe für einen anderen CPU-Kühler und damit verbunden WLP bei mehrfachem umbauen:
    1. Ruhe im Karton
    2. Kühlere CPU -> lässt mehr Übertaktungsspielerein zu
    3. Man bekommt auch sonst schon kühle AMD CPU´s noch kühler
    4. Spaß am Basteln :D 
    5. Sieht gut aus, quasi ein MUSS mit Seitenfenster :D 
  • nobbivm , 19. August 2009 20:09
    Ich frage mich wie die MX hier so gut abschneiden konnte, habe nie eine Wärmeleitpaste gesehen die sich so blöd auftragen lässt.
    Für mich ist Arctic Silver 5 das Non-Plus-Ultra ;-)
  • zapper , 19. August 2009 20:13
    günstig, gut, man braucht einfach nur ein wenig Zeit beim Auftragen, aber wie oft wechselt ihr die WLP aus ? :D 
  • master snowman , 19. August 2009 20:30
    ich sag nur so viel, dass das richtige auftragen viel wichtiger ist als das produkt selber ;-) seht selbst: http://www.pcgameshardware.de/aid,674073/PCGH-in-Gefahr-Video-Alternative-Waermeleitpasten-wie-Ketchup-im-Test/Multimeda/News/
  • Anonymous , 19. August 2009 21:54
    Naja was bringt den nun so ne wärmeleitpaste im gegensatz zu ne boxed lösung oder der pads die standartmäßig auf Kühlern drauf ist, dass wäre hier doch interessant.
    warum ist hier nur die Arctic cooling MX-2 im test, man kann doch auch die MX-1 noch testen jetzt wo es die Arctic Cooling MX-3 schon zu kaufen gibt.
  • nforce , 19. August 2009 21:59
    @pussycat
    Nicht jeder möchte den lauten Box-Kühler verwenden, insbesondere wenn vielleicht noch Übertaktet wird oder man Wert auf einen leisen PC legt. Im Vergleich zu den beigelegten Pasten der Kühler kann man mit richtiger WLP noch mal einige Grad rausholen. Zum Anderen musst du nach einer Demontage des Box-Kühler eh neue WLP verwenden. ;) 

    @nobbivm
    Die MX-2 belegt beim Handling in etwa das Mittelfeld. Es gibt besseres (Prolimatech PK-1, Noctua, CM High Performance) aber auch wesentlich schlechtere Paste. Diese ähneln beim Auftragen eher Knetmasse und bröseln extrem, besonders das Auftragen ist so relativ schwierig.

    @Master Snowman
    Wer WLP nicht richtig auftragen kann oder das zum ersten Mal macht, sollte zu Produkten wie der CM High Performance (bestes Handling aller Pasten) Noctua oder Prolimatech PK-1 greifen. Für Anfänger ist die Methode per Finger aufzutragen am Einfachsten, um sich nicht mit Paste zu bemalen kann man auch eine kleine Plastiktüte um den Finger wickeln, funktioniert exzellent.
    Aber wer zu dick oder zu dünn aufträgt, hat schlechtere Temperaturen. ;) 

    @Commendatore
    Wir haben uns in unserem Test auf die aktuellen Produkte und zwei Klassiker wie die Arctic Silver 5 konzentriert. Nischenprodukte (aus heutiger Sicht) wie die MX-1 werden kaum noch verwendet, darum ist hier ein Vergleich relativ sinnlos. Des weiteren muss man sich auch immer an einen gewissen Rahmen halte, sonst ist die Vielzahl der Ergebnisse einfach zu umfangreich und viele steigen nicht mehr durch. Die MX-3 lag uns beim Test noch nicht vor, deshalb wurde diese nicht getestet.
  • Lord Nelson , 20. August 2009 01:59
    Ein Test von Wärmeleitpasten ist doch auch mal ne schöne und interessante Sache! Ich hab zwar bisher immer nur Boxed-Kühler verwendet, aber wer weiß, vielleicht bekomm ich ja mal Lust auf was Neues, und dann zieh ich das hier als Referenz heran :) 

    Was mich allerdings brennend interessiert hätte: Die standardmäßig aufgetragene Paste beim Boxed-Kühler. Ist halt irgendwie schwer, die auf den anderen Kühler draufzubekommen, OK^^ Aber vielleicht ein Kurzvergleich zwischen einer kühlen, einer mittelkühlen und der Standardpaste, alle auf dem Boxed-Kühler, das fände ich echt wissenswert.
  • snooze , 20. August 2009 02:46
    Wurde die Langzeitstabilität auch getestet, oder vertraut hier THG den Werten der Hersteller?
  • sumpfig , 20. August 2009 07:51
    ich verwende jetzt längerem Coollaboratory, zuerst in flüssig, aktuell das Pad.
    Bei der Erstmontage einer neuen CPU nehm ich aber erstmal AS5. Wenn alles funktioniert, dann kommt CL rein. Die CPU Temp geht dann min. 5° runter.
    Problematisch ist es aber das Zeugs hinterher wieder runter zu bekommen.
    Die CPU hat hinterher keine Beschriftung mehr, was Probleme beim Weiterverkauf und evtl. bei Garantiefällen geben dürfte.

    Als Kühler verwende ich seit 6 Jahren einen XX-Flow (innovatek Wakü)
  • FormatC , 20. August 2009 08:13
    Um 5° und mehr zu erreichen, müsste die normale WLP schon sehr mies und dick aufgetragen worden sein. Wenn CPU und Kühlerboden relativ plan sind, dann gibt eine optimal aufgetragene und damit extrem dünne Schicht solche Unterschiede gar nicht her.

    Ich habe selbst die Pads probiert und bin mit sehr zwiespältigen Gefühlen wieder davon abgekommen. Mehr als 2-3° hat das nie gebracht (im Vergleich zur AC Silver IV). Allein für den BurnIn muss man bei sehr guten Kühlkörpern den Lüfter abklemmen, sonst wirds nichts. Ich habe mich beispielsweise fast 20 Minuten gequält, eine aktuelle 45nm CPU mit einem Silent Knight II dermaßen zu erhitzen, dass das debile Pad endlich mal schmilzt. Von der oft propagierten Fön-Methode halte ich erst recht nichts. Die vom Hersteller angegebenen ca. 58-60° auf dem Heatspreader entsprechen dabei fast 75° Kerntemperatur. Und um die bei HeighEnd-Kühlern zu erreichen muss man sich schon was einfallen lassen und bei AMD-CPUs bewegt man sich schon bös an der Grenze des Verträglichen.

    Der Metall-Hype geht nun schon seit 2006 und dass es sich in fast 4 Jahren noch nicht flächendeckend durchgesetzt hat, wird wohl in der Praxis sehr gute Gründe haben. Ich finde, man sollte die gesparten Euro lieber in einen besseren Kühler oder ein paar kühle Bierchen investieren. ;) 
  • r4z3r , 20. August 2009 08:41
    Schöner Test! Hat sich gelohnt zu lesen ;-)
  • fuchur , 20. August 2009 09:18
    Zitat :
    Nach Rücksprache mit Caseking und Coollaboratory ist unser Testkühler (Xigmatek Thor's Hammer) nicht optimal für das Liquid MetalPad geeigent, da es wie eine Art Isolator die Lücken zwischen den Heatpipes und dem Unterboden schließt.


    Wie? Das ist alles zum Thema CL? *kopfschüttel* Ich bin doch sehr enttäuscht, dass die sonst so bastelfreudigen Redakteure von THG nicht mehr hinkriegen.
    Die Begründung selbst ist ja wohl auch der Hohn. Das Zeug soll gerade alle Lücken schließen. CL dann noch als Isolator zu bezeichnen... LOL... Besser als Luft sollte das Zeug wohl alle mal sein.

    Ich setze CL bei meiner WaKü ebenfalls ein. Auch der BurnIn war dabei kein unüberwindbares Hindernis.

    Ich war sehr gespannt, als ich den Test gesehen habe.
    Das Inhaltsverzeichnis hat mich dann noch mehr gereizt gleich weiterzulesen. Endlich mal ein Test mit CL. Und dann noch von meinen Lieblingstestern. Aber dann so ne rüde Abfuhr. Keine Bewertung... nix. Fürs nächste Mal: Entweder Ihr testet das Zeug ordentlich durch und bewertet es anständig, oder Ihr erwähnt es besser gar nicht erst. Sowas ist unseriös.
  • lrlr , 20. August 2009 09:38
    danke für den test, Temperaturunterschiede sind ja minimal (in geschlossenem gehäuse vermutlich noch geringer),

    d.h. für mich: billig und gut "verarbeitbar" muss es sein...
  • sumpfig , 20. August 2009 09:59
    Zitat :
    Um 5° und mehr zu erreichen, müsste die normale WLP schon sehr mies und dick aufgetragen worden sein. Wenn CPU und Kühlerboden relativ plan sind, dann gibt eine optimal aufgetragene und damit extrem dünne Schicht solche Unterschiede gar nicht her.

    da ich AS5 nur temporär und zum testen der Hardware verwendet habe, hab ich mir vielleicht auch nicht soviel Mühe gegeben.
    Aber vielleicht liegt es auch an der Wasserkühlung, da hier deutlich niedrigere Temperaturen erreicht werden, als mit ner Lukü.

    Aber ich würde CL auch nicht unbedingt empfehlen. Hat doch schwerwiegende Nachteile.
    Ob ich es bei der nächsten CPU wieder verwenden werde, weiss ich nicht. Dauert ja auch noch bisschen, bis die neuen Gulftown kommen.
  • sumpfig , 20. August 2009 10:02
    achja.. burnin von CL

    Pumpe aus und 4 mal Taschenrechner gestartet und Fakultät von ner riesigen Zahl rechnen lassen. War kein grosses Problem. Als die CPU Temp dann nen Sprung gemacht hat, Pumpe an und fertig.
  • FormatC , 20. August 2009 11:56
    Zitat :
    Entweder Ihr testet das Zeug ordentlich durch und bewertet es anständig,
    Wie denn? Damit es dem Wunsch eines einzelnen Lesers entspricht?

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Metallgeschichte bei den meisten Kühlern mit Direct-Touch absolut ungenügend funktioniert. Wir hatten das Thema mal mit einem Xigmatek Red Scorpion. Da ging der Schuss nach hinten los und es waren 5° mehr, aber nicht weniger. Diese Bauform gewinnt momentan weiter an Bedeutung und fast alle HighEnd-Kühler kommen neuerdings mit den angeschliffenen Heatpipes. Die Aussage "Nach Rücksprache mit Caseking und Coollaboratory" ist doch noch wirklich fair für ein Produkt, dass man nur noch eingeschränkt verwenden kann.
  • puri , 20. August 2009 13:28
    Ich habe hier einen ZALMAN-Wärmeleitpastenlack (ZM-STG1). Der kommt in einer Art Nagellackfläschen mit Pinsel im Deckel und läßt sich damit einfach göttlich einfach auftragen. Bisherige Erfahrungen sind ok, allerdings habe ich ihn nie mit anderen Pasten verglichen - Hat jemand da konkretere Erfahrungen, weil wenn der Lack zumindest nur mittelmäßige Werte erreichen würde, macht er das immer noch durch sein Idotensicheres Handling (kann notfalls sogar die Freundin, ist wie Fingernägellackieren ;-) ) wett.

    Gruß

    Martin
  • hotpizza , 20. August 2009 13:48
    Diese Paste hatte ich auch.
    Einen Vergleich zwischen der MX-2 und der Zalman gibt es schon.
    Die MX-2 lässt sich blöd auftragen, die Zalman hingegen echt gut.
    Manchmal kann es aber auch sein, das der Pinsel Haare verliert, da sollte man aufpassen.

    Die Temperaturen sind jedoch mit der MX-2 besser.
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