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Caterpillar B10: Das Smartphone für die Baustelle

Caterpillar B10: Das Smartphone für die Baustelle
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Das nach dem IP67-Standard zertifizierte Smartphone ist auch bei harter Gangart äußerst widerstandsfähig, allerdings müssen Nutzer mit einer recht lahmen Hardware leben.

Die Hersteller von Smartphones haben längst begriffen: Mehr noch als Top-Leistungen weiß ein nicht zu unterschätzender Nutzerkreis die äußere Robustheit zu schätzen, denn im tagtäglichen Einsatz muss so manches Gerät Prüfungen überstehen, für die es zunächst nicht ersonnen war. Einer der ersten Hersteller, der sich diesem Bedürfnis annahm, war Motorola mit seinem Defy. Weitere folgten, und mittlerweile versuchen Panasonic mit dem Eluga bzw. Sony mit dem auf der IFA 2012 vorgestellten Xperia V sogar resistente Smartphones an den Mann zu bringen, die sogar optisch zu gefallen wissen.Viel Gummi, massive Schrauben - das B10 will was aushaltenViel Gummi, massive Schrauben - das B10 will was aushalten

CAT B10: Martialisches Äußeres verspricht Robustheit

Von dem CAT B10 kann man das nur bedingt behaupten, wenngleich die massive Außenschale zu beeindrucken weiß: In Zeiten, in denen bei der Bauhöhe von Smartphones um jeden Zehntelmillimeter gekämpft wird, wirkt das B10 mit seinen 22 mm beinahe wie ein grotesker Gegenentwurf. Das mit einer Diagonale von 3,2“ recht kleine Display wird umhüllt von fetten, gummierten Kunststoffseiten. Um eine der beiden SIM-Karten ins Innere des Smartphones zu bekommen, muss man schon einen Schraubenzieher herausholen und die Rückseite aufschrauben. Ganz klar, das CAT B10 ist für Otto-Normalanwender etwa so sinnvoll wie ein Landrover im Großstadtverkehr.

Mit Außenmaßen von 121 x 65 x 22 mm und einem Gewicht von üppigen 201 g kann man das Smartphone auch nicht mehr als handlich bezeichnen. Und doch weiß das B10 vom ersten Augenblick seine Vorzüge in Szene zu setzen: Das Smartphone einfach mal mit Schmackes vom Tisch auf den harten Fliesenfußboden der Küche werfen? Kein Problem. Man sollte sich schon eher um die Fliesen sorgen. Genauso wenig beeindrucken lässt sich das Smartphone, wenn der Untergrund noch rauer und wird und es nach mehreren Metern unsanft auf Asphalt oder Beton zum Liegen kommt. Selbst Abstürze aus mehreren Metern Höhe steckt das Smartphone klaglos weg - solang es auf eine gerade Fläche oder auf die richtige Seite fällt, denn als Schwachstelle entpuppt sich das Display. Zwar erweist es sich als recht robust gegenüber Kratzern, fällt es jedoch hart und schlägt ungünstig auf, etwa auf einer Kante oder einem Stein, muss man - wie bei anderen Smartphones auch - damit rechnen, dass das Display-Glas zersplittert. Da hilft auch kein als sehr robust geltendes Asahi-Glas

Selbst Ausflüge in die Unterwasserwelt sind mit dem nach dem IP67-Standard zertifizierten CAT B10 kein Problem. Es widersteht dem Wasserdruck in einem Meter Tiefe eine etwa halbe Stunde. Zudem verlangt der Standard von dem Smartphone eine Resistenz gegenüber Staub.

Leuchtstärke des Displays widerspricht Einsatzzweck

Das CAT B10 hat zwar recht üppige Ausmaße, der Bildschirm ist aber mit einer Diagonale von 3,2" vergleichsweise klein geraten. Die Auflösung von 480 x 320 Pixeln sorgt jedoch für ordentliche Schärfe und eine gute Qualität bei den dargestellten Inhalten, auch wenn diese natürlich nicht mit dam mithalten kann, die aktuelle Highend-Boliden mit HD-Auflösungen bereitstellen.

Völlig enttäuschend ist jedoch die Leuchtstärke, die das Smartphone erreicht. Das Display bleibt dermaßen dunkel, dass die Ablesbarkeit bei sonnigen Tagen schnell auf der Strecke bleibt. Im Test konnten nur 138 cd/m² gemessen werden. Das wäre schon bei jedem anderen Gerät viel zu wenig, das B10 wendet sich jedoch an Außenarbeiter, die eben auch in der Sonne unkompliziert ihr Smartphone zücken wollen.