Die Terabyte-Schlacht: Barracuda 7200.11 gegen Caviar GP und DeskStar 7K1000

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Samsung und Seagate wollten ihre Terabyte-Festplatten möglichst schnell auf den Markt bringen, sind aber hinter ihrem Zeitplan zurückgeblieben. Durch Terabyte-Festplatten mit höherer Datendichte, aber geringerer Plattenanzahl als die fünf Platten der DeskStar 7K1000 wollten beide Hersteller Hitachi überholen. Je weniger Platten eine Festplatte hat, desto weniger mechanische Teile können sich abnutzen und kaputtgehen; bessere Übertragungsleistungen sind außerdem ein angenehmer Nebeneffekt größerer Datendichte. Doch solange die Produkte nicht auf dem Markt sind, bleibt all das graue Theorie. Samsung lässt mit seiner Drei-Platten-Terabyte-Festplatte weiterhin auf sich warten, während die Seagate Barracuda 7200.11 nun endlich zu haben ist.

Lange Zeit schien das Speichervolumen bei 500 GB auf der Stelle zu treten; 750 GB waren nur bei Seagate zu haben. Doch jetzt streiten gleich drei Anbieter um die Prästigeträchtige Kapazität von 1000 GB. Da sich Laufwerke von Samsung über die letzten Jahre als flott und leise erwiesen haben, hoffen wir, dass das Unternehmen bald mit von der Partie ist. Doch was kommt als nächstes? 2010 will Western Digital Festplatten mit 3 TB auf den Markt bringen, was einem jährlichen Zuwachs der Datendichte in Höhe von 40% entspricht. Bei einem Gespräch mit Samsung wurde uns zugesagt, dass Speicherkapazitäten über 1 TB bereits in der ersten Hälfte des kommenden Jahres zu haben sein sollen. Wie dem auch sei – der Speicherkampf im prestigeträchtigen Spitzensegment wird weitergehen, schließlich schöpfen alle Festplatten-Hersteller das Perpendicular Magnetic Recording-Aufzeichnungsverfahren (PMR) weiter aus. Zusätzlich werden erste Schritte in Richtung Patterned Media und Thermal Assisted Magnetic Recording vorbereitet.

Bis 2010 ist allerdings noch viel Zeit und angesichts einer wachsenden Datenflut werden aktive Anwender weiter unter mangelnden Speicherkapazitäten leiden. Es kommt vor, dass sogar banal wirkende Software wie ein Druckertreiberpaket weit mehr als 100 MB in Anspruch nimmt und Windows Update mehr Daten auf Ihren Rechner lädt als die erste Installation von Windows von CD oder DVD. Noch vor wenigen Jahren haben wir Musik und prä-multimediale Inhalte gespeichert; nun sind wir zu digitalen Filmen übergegangen und mittlerweile bei einer zunehmenden Menge an High-Definition-Inhalten angelangt. Sollten Sie sich also fragen, weshalb Leute Festplatten mit einem Terabyte brauchen, geben wir Ihnen eine einfache Antwort: Ein Terabyte fasst ungefähr 220 Single Layer-DVDs; das ist sicherlich eine ganze Menge, entspricht allerdings nur etwa 30 bis 40 Filmen in voller HD-Qualität. Um all das zu speichern, brauchen Sie offensichtlich Platz – und schließlich auch zusätzlich Raum für Backups.

Ein Terabyte ist bis dato das Ende der Fahnenstange, allerdings können wir derzeit zwischen drei verschiedenen Produktkonzepten wählen. Mit der DeskStar 7K1000 war Hitachi der erste Hersteller, der die Terabyte-Schallmauer durchbrach. Als zweiter Mitstreiter kam die Caviar GP von Western Digital ins Spiel. GP bedeutet Green Power und deutet schon die Richtung dieser Produktfamilie von Western Digital an: Bei der WD10EACS liegt das Hauptaugenmerk nicht auf Leistung, sondern auf Energieffizienz. Zu guter Letzt ist da noch die Barracuda 7200.11 von Seagate, die – wie mit jeder neuen Generation üblich – wieder die erwartete Steigerung von Leistung und Speicherkapazität bietet. Wollen wir mal sehen, wie sich die neue “Punkt Elf” im Vergleich mit den beiden anderen Festplatten schlägt.

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