CeBIT - Eröffnung mit Ballmers Microsoft-Visionen
Traditionsgemäß äußern sich am Tag vor der CeBIT-Eröffnung IT-Größen zum Stand der Dinge. Diesmal war auch wieder Steve Ballmer dabei. Er will umwälzende Veränderungen voraussehen.
Galt bei Microsoft Bill Gates bisher als Visionär vom Dienst, so hat sich diese Rolle nun Steve Ballmer angeeignet. In seiner CeBIT-Eröffnungsrede ging er mit keinem Wort auf die aktuellen Probleme des Software-Giganten ein — etwa die geplante Yahoo-Übernahme oder die von der EU-Kommission aufgebrummte Geldstrafe. Stattdessen blickte er in seine persönliche Glaskugel: »Computerrevolution« war sein liebstes Schlagwort. »Ich habe während meiner 28 Jahre in der Computerindustrie vier Computerrevolutionen erlebt«, so Ballmer. Die erste stellte die Tatsache dar, dass sich Massen einen PC leisten können, die Entwicklung grafischer Benutzeroberflächen, der Aufstieg des Internets und das interaktive Web 2.0 hob er als weitere Meilensteine hervor.
Die »fünfte Computerrevolution«, so Ballmer stehe nun bevor und sie steht für enorme Rechenkapazitäten, quasi unendlichen Speicherplatz, die Bedienung von Systemen durch Sprache und Gesten, allgegenwärtige Hochgeschwindigkeits-Verbindungen und allumfassende Vernetzung: »Künftig wird es keinen Unterschied mehr machen, welches Gerät man aktuell benutzt. Sie werden sich automatisch mit dem Web verbinden, wobei sich der User keine Gedanken um Kompatibilität machen oder überlegen muss, wo er welche Dateien abgespeichert hat«.
Auch die nächste Umwälzung sieht er voraus: Intelligente Displays sollen laut Ballmer endlich Papier überflüssig machen, und ist das nicht in der fünften Revolution der Fall, dann soll das papierlose Büro eben »in der sechsten Revolution ihren Durchbruch erleben«.
Offiziell eröffnet wurde die CeBIT 2008 von Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Steve Ballmer, dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Den virtuellen Startschuss für die Messe erteilten sie durch einen Fingerdruck auf eines der »Surface«-Systeme von Microsoft (siehe auch »Microsoft zeigt Surface«.
Bilder: Associated Press, DPA
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Ich weiß nicht ob es gut ist, dass immer wieder erwähnt wird man muss sich keine Gedanken mehr machen wo man die Daten abspeichert. Dies bedeutet doch im Endeffekt nur "gebt uns eure Daten wir passen darauf auf". Halte ich für sehr kritisch...
Ich hör da eher raus "Egal wo Ihr eure Daten abletgt, WIR FINDEN SIE"
ich hatte so ein komisches gefühl als ich das erste mal mit vista gearbeitet hab. Undzwar hat mich die optik davon überzeugt, dass das mit dem ich hier arbeite kein pc mehr ist sondern mein freund.
Erinnert euch an 98 und so. Da hatte man das gefühl mit einer maschine zu arbeiten.
Das hört sich jetzt alles etwas komisch an. Ich möchte nur darauf andeuten dass sich der PC immer weiter in das Leben der Menschen einrückt und sich stark mit dem Menschen verbindet.
stimme ausnahmsweise mal jedem kommentar zu
ich sehs auch sehr kritisch, aber bis jetzt hat sich gottseidank noch immer der freiheitsdrang des menschen behauptet. und unsere beste waffe: die leute, die nichts mit einem computer zu tun haben wollen, weil sie zu dumm, misstrauisch, altmodisch dafür sind. das sind auch oft die menschen, die im realen leben am meisten macht haben, und an denen muss mirkosoft und co. mal vorbeikommen