Gerüchteküche: Celeron auf der Abschussliste?
Der Celeron-Prozessor war bislang das Einstiegsmodell bei den Desktop- und Mobilprozessoren der diversen Pentium- und Core-Generationen. Gerüchteweise plant Intel jetzt aber, diese CPU-Reihe einzustellen.
Wie die Digitimes unter Berufung auf Quellen bei den großen Notebookherstellern berichten, hat Intel seine Notebook-Partner darüber informiert, die Celeron-Produktion schrittweise herunterfahren zu wollen. An seine Stelle sollen die Pentium-Prozessoren einerseits und die Dual-Core Atom-CPUs der N-Serie andererseits treten. Laut dem Bericht sollen die Celerons dann im Laufe des Jahres 2011 endgültig auslaufen. Intel dementiert hingegen: Es gäbe keine Pläne, die Marke Celeron im Jahr 2011 einzustellen.
Laut der Digitimes-Quelle wollte Intel mit diesem Schritt verhindern, dass die Atom- und Celeron-Familien miteinander konkurrieren. Bei Intel stehen nämlich im dritten Quartal neuen Atom-N-CPUs mit zwei Kernen an, die preislich in ähnlichen Regionen wie die Celerons angesiedelt wären.
Wenn sich dieser Bericht bestätigt, würde eine recht große Lücke in Intels Mobile-Portfolio entstehen, denn Preis ist nicht alles. Der angekündigte Atom N550 mit zwei Kernen bei 1,5 GHz soll zwar mit 86 Dollar ebenso viel kosten wie der Celeron P4500. Da die Celerons aber traditionell eine abgespeckte bzw. bei den Stromsparfunktionen beschnittene Variante der Core-2-Architektur darstellen, spielt selbst der neue Atom N550 von der Performance mindestens zwei Klassen unter diesem. Mit Wegfall der Celerons müsste man im Notebook-Markt künftig den recht großen Schritt vom relativ langsamen Atom auf den weit schnelleren Pentium Dual-Core machen, was sich aber auch in einem ähnlich großen preislichen Schritt ausdrücken dürfte.
Derzeit hat Intel noch diverse CPUs unter dem Namen Celeron im Angebot. Für normale Notebooks gibt es die Zweikern-Varianten P4500 (86 Dollar), T3300 (86 Dollar) und T3100 (80 Dollar) sowie den Celeron 900 mit einem Kern (70 Dollar). Für die ULV-Fraktion gibt es den Zweikerner Celeron SU2300 (134 Dollar) sowie die Einzelkern-Version 743 (107 Dollar).
Bis Ende September plant Intel jedenfalls noch, mit Celeron P4600, T3500 und U3400 einige neue Modelle vorzustellen. Ob die Digitimes Recht behalten, wird sich erst danach zeigen.
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Dann halt 2010 odr 2012 :-)
Ja warum auch nicht. Die Pentiums und Atoms reichen ja.
Gibt es schon 32nm Celeronen?
Edit: Ach, die gibbets ja schon. ^^
Der Sinn, Stromsparfunktionen nicht zu implementieren, hat sich mir noch nie erschlossen. Aber wahrscheinlich will Intel einfach auch die Chips verkaufen, bei denen dieser funktionale Teil des Siliziums nicht gelungen ist.
Natuerlich wandelten und wandeln die Cellis durch die geringere Transistorenzahl auch weniger Strom in Waerme um, dafuer jedoch bei geringen Lastzustaenden, was nun mal typisch fuer Buerorechner, dem Haupteinsatzgebiet der Cellis, ist, mehr als die "echten" Pentiums etc. . Auch bei Notebooks waere es fuer die meisten Anwender gut, eine CPU mit funktionsfaehigem EIST im mobilen Rechner zu haben, was sogar im stationaeren Einsatz wegen der hinsichtlich Kuehlung kritischen Konstruktion bei Notebooks von Vorteil waere. Doch selbst einem grossen Teil der Verkaeufer ist dieser Unterschied gar nicht bekannt bzw. nicht bewusst.
Für das beschneiden der Stromsparfunktion gehört Intel heute noch links und rechts geohrfeigt. Alles andere ist ja ok, das verstehe ich ja. Aber ein Produkt EXTRA stromfressend zu designen ist eine Sauerei.
Pentium, Celeron, Atom. Das sind in erster Linie Markennamen, die (derzeit) der preislichen und leistungsmäßigen Abgrenzung dienen. Ob eine CPU nicht mehr Celeron genannt wird, hat mit der implimentierten Technik nix zu tun.