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Gerücht: China will CPU-Architektur vereinheitlichen

Von , Douglas Perry - Quelle: ExtremeTech | B 3 kommentare

Es sind Gerüchte aufgetaucht, laut denen die chinesische Regierung an einer einheitlichen Prozessor-Architektur in China interessiert ist.

ExtremeTech bezieht sich auf "verschiedenen Quellen aus der Industrie" laut denen die chinesische Regierung damit begonnen hat, eine nationale ISA (Instruction Set Architecture) für Computerprozessoren zusammenzustellen. Unwahrscheinlich ist das nicht, hat doch China in der Vergangenheit mehrfach signalisiert, dass die Abhängigkeit zu westlichen CPU-Architekturen reduziert werden und schließlich der Übergang zu einem komplett einheimischen Produkt vollzogen werden soll.

Laut dem Artikel stehen wohl MIPS, Alpha, ARM, Power und die chinesische UPU in der engeren Wahl. Wann die Standardisierungsentscheidung fallen wird, steht komplett in den Sternen. Aber der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass China bei einer solchen Entscheidung wohl eher im eigenen Land bleiben und daher UPU bevorzugen würde. Dennoch hoffen Unternehmen wie MIPS aber immer noch, mit der chinesischen Regierung handelseinig werden zu können, da der Longsoon-Prozessor letztlich auf einem MIPS-Kern basiert. MIPS erwartet nach eigener Aussage innerhalb weniger Monate Ergebnisse und Antworten.

In einem Gespräch mit der EETimes sagte ARM-Präsident Tudor Brown, dass er um Chinas ISA-Bemühungen wisse. Er merkte außerdem an, dass ARM Chinas Verlangen nach einer eigenen ISA verstehe und ARM weiterhin mit allen wichtigen involvierten Personen kooperieren und diskutieren werde, um eine gute Lösung zu erreichen. Allerdings kostet bereits eine einzelne ARM-Lizenz mittlerweile mehrere Millionen Euro, wodurch selbige außerhalb der Reichweite vieler chinesische Chip-Hersteller liegen könnte. Laut dem Bericht hat ARM 34 Lizenznehmer in China, MIPS hat "mehr als 20".

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  • -Iwan- , 30. April 2012 15:14
    es wird die Architektur siegen, die den chinesischen Behörden die volle Kontrolle über sämtliche Computer gewährleisten wird...

    mal ehrlich: was soll das bitte bringen? darf dann Intel, AMD & Co. keine Rechner mehr verkaufen?
    oder geht es hier nur um Regierungs- und Behörendencomputern?
  • klomax , 30. April 2012 15:26
    Sind "Westliche" CPUs gar in ihren Berechnungen subversive Störenfriede für die großartige Partei? - Steckt insgeheimen der Spionage-Befehlssatz "PARA NOIA 5" drin, der den Bulldozern zuletzt die schlechten Single-Thread-Ergebnisse beschert hat?

    Liebe Chinesische Regierung: Baut bitte eure eigene CPU und lasst nicht immer eure Reissäcke umfallen.

  • metal_alf , 30. April 2012 15:27
    Zitat :
    Allerdings kostet bereits eine einzelne ARM-Lizenz mittlerweile mehrere Millionen Euro, wodurch selbige außerhalb der Reichweite vieler chinesische Chip-Hersteller liegen könnte.

    Also die erfahrungen die unsere Firma in China gemacht hat, haben gezeigt, dass mehrere Millionen kein Problem sind wenn der Staat voll dahinter steht. Es gibt Gerüchte über Subventionen weit über 5 Milliarden an Solarhersteller die dann das Geld mit beiden Händen rausgeworfen haben nur um Konkurs zu gehen! :-)
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