Anmelden / Registrieren

PRISM: US-Cloud-Anbieter leiden unter NSA-Skandal

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 1 kommentare

US-Anbieter von Cloud-basierten Lösungen haben bei Kunden an Vertrauen verloren. Die Branche spricht von bis zu 35 Milliarden US-Dollar weniger Umsatz. Das prognostiziert die Information Technology & Innovation Foundation für die nächsten drei Jahre.

Zwischen 21 und 35 Milliarden US-Dollar sollen es sein, die in den nächsten drei Jahren weniger in die Kassen der US-Cloud-Anbieter gespült werden. Das prognostiziert die Information Technology & Innovation Foundation, kurz ITIF. Das wären unter anderem Unternehmen wie Microsoft, Google und Amazon, die Verzicht üben müssten. Glaubt man der ITIF, soll der NSA-Überwachungsskandal als Folge ausgemacht wurden sein. Nicht-US-Kunden würden demnach das Vertrauen in die Unternehmen verlieren und lieber andere Lösungen innerhalb von Europa in Betracht ziehen. Datenschutz und die fehlende Sicherheit der ausgelagerten Daten dürften also in den USA den höchsten Anforderungen nicht mehr gerecht werden. 

Das sind allerdings nur Prognosen. „Die vorausgesagten Einbußen beziehen sich auf den zurzeit erwarteten Umsatz in den nächsten Jahren“, berichtet heise-online. Und diese Erwartungen basieren auf Daten des IT-Marktforschers Gartner. Die möglichen Umsatzausfälle lassen sich im Falle der ITIF auf unterschiedliche Szenerien zurückführen. Heise-online unterscheidet diese in zwei wesentliche Punkte:

  • 21,5 Milliarden US-Dollar weniger Umsatz als "ohne PRISM" erwartet man, wenn die prognostizierte Entwicklung für den Inlandsmarkt sich bewahrheitet, die US-Cloud-Computing-Dienste aber im Ausland 10 Prozent an europäische oder asiatische Anbieter verlieren.
  • 35 Milliarden US-Dollar Einbußen könnten es demnach werden, wenn der Anteil am US-Markt auf dem aktuellen Niveau bleibt und die Auslandsverluste an Konkurrenten auf 20 Prozent steigen.

Die besagten 20 Prozent beruhen auf einer damaligen Umfrage der Cloud Security Alliance. In dieser gaben über 30 Prozent an, dass die Enthüllungen von Edward Snowden dem Geschäft im Ausland schädigen könnten. US-Anbieter werden es wahrscheinlich in Zukunft schwerer haben, ihre digitale Wolke außerhalb der USA anzubieten. Viele Deutsche wollen sogar auf die Cloud verzichten.

Via

Kommentarbereich
Experten im Forum befragen

Zu diesem Thema einen neuen Thread im Forum News erstellen.

Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

Auf dieser Seiten können keine Kommentare mehr abgegeben werden
Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst