Die "Cloud" ist zu einem der Modethemen der vergangenen beiden Jahre geworden. Neben einer Vielzahl von Anbietern, die sich diesem Thema speziell widmen, wie etwa Dropbox, haben auch eine Vielzahl von Branchengrößen - aus dem Software- wie auch dem Hardware-Bereich - nachgezogen. So bieten etwa Apple, Amazon, Google und Microsoft genauso eigene Cloudspeicher an, wie auch Samsung oder Acer.
Dass ein derartiges Engagement aber auch durchaus seine Berechtigung hat, zeigen nun aktuelle Schätzungen IHS iSuppli. Demnach wurden im vergangenen Jahr bereits 300 Millionen Accounts bei Cloud-Speicherdiensten angelegt, in diesem Jahr soll diese Zahl auf über 500 Millionen steigen. Im kommenden Jahr könnten bis zu 625 Millionen neue Anmeldungen hinzukommen. Die Analysten schätzen das Wachtumspotential bis ins Jahr 2017 auf jährlich etwa 25%.
Angeheizt wird die Entwicklung durch die immer stärkere Verbreitung von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets, bei denen der Nutzer geringere Datenspeicher mit sich führt, aber jederzeit die Möglichkeit hat online auf seine Daten zu zugreifen. Außerdem versuchen Anbieter wie z.B. Amazon oder Google ihre Cloud-Angebote mit zusätzlichen Diensten aufzuwerten und ermöglichen den Nutzern den Kauf von medialen Inhalten aus der Cloud heraus.
Die Entwicklung solcher Angebote ist allerdings auch notwendig, denn bisher fällt es den Anbietern schwer, die Cloud-Speicher als solche in vollem Umfang zu monetarisieren. Gerade Anbieter, die ausschließlich Cloud-Speicherdienste anbieten, könnten es daher in Zukunft schwer haben ihre Kosten zu decken.

War ja nicht anders zu erwarten, dass die ganzen Vollpfosten neben allen Bewegungsdaten, die ohnehin schon abgegriffen werden, und dem ihrem sozialen Umfeld, das sie bei Facebook höchst freiwillig eintackern, jetzt auch noch die letzte Bastion - die privaten Dokumente - verfügbar machen.
cloud ist genauso eine totgeburt wie drm. irgendwann platzt auch diese blase.
Es handelt sich bei den Zahlen um eine Marktanalyse der durchaus renommierten Analysten von IHS. Ob deren Schätzungen so eintreten, wie sie es prognostizieren, kann von dieser Stelle nicht beurteilt werden. Und ob Cloud-Speicher gefallen oder nicht, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.
An mancher Stelle machen sie Sinn. Wie viele USB-Sticks haben schon ihren Bestimmungsort nicht erreicht, weil sie die Hosentasche vorfristig verließen... Damit Nutzer ihre Daten unter Umständen freiwillig von irgendwelchen Speicher-Anbietern durchforsten lassen, müssen diese den einen oder anderen Mehrwert bieten. Jede Medaille hat zwei Seiten.