Cloud-Service Bitcasa will Festplatten obsolet machen

Quelle BitcasaQuelle BitcasaCloud-Storage-Dienste sind inzwischen alles andere als eine revolutionäre neue Geschäftsidee, und Angebote für diese Art der Datenspeicherung gibt es mittlerweile viele. Bitcasa ist allerdings ein Start-Up, das sich von der bereits auf dem Markt etablierten Konkurrenz wie Microsoft Skydrive, Amazon Cloud Services, Dropbox oder Apples iCloud und allen anderen mit einem kleinen, aber feinen Unterschied abzuheben versucht: unbegrenzter Speicherplatz, sowie die sichere und anonyme Aufbewahrung der in der Cloud abgelegten Daten. Das Motto von Bitcasa lautet „the cloud is now your harddrive“ und könnte demnach die Tage Festplatte zukünftig obsolet machen.

Auf dem jährlich stattfinden Start-Up-Wettbewerb „TechCrunch Disrupt“ stellte das junge Unternehmen seinen Cloud-Speicher vor. CEO Tony Gauda versprach TechCrunch zufolge Nutzern dieses Angebots eine vergleichsweise geringe monatliche Gebühr von 10 US-Dollar. Ermöglicht werde die „unbegrenzte“ Kapazität durch die Nutzung neuer Komprimierungs- und Verschlüsselungstechniken. Im Gegensatz zur klassischen Cloud wird bei Bitcasa der gesamte Festplatteninhalt gespiegelt; demnach gibt es kein installierbares Programm, das ein zusätzliches erzeugtes Laufwerk dann wiederum synchronisiert. Durch die Verschlüsselungstechnik sollen laut Angaben des Unternehmens keine klassischen Dateien ankommen, die Informationen sollen lediglich als verschlüsselte Nullen und Einsen gespeichert werden können, ohne sie auf den Servern als Dateien abzulegen.

Tony Gauda erklärt auf die Frage, wie denn das genau möglich sein soll: "We encrypt everything on the client side. We use AES-256 hash, SHA-256 hashing for all the data". Des weiteren sieht das Modell vor „doppelte Informationen“ - benutzerübergreifend - nur einmal zu speichern (sogenanntes „Deduplication“). Spiegeln beispielsweise zwei Nutzer dieselbe mp3-File, wird diese nur einmal auf den Servern des Unternehmens abgelegt, so der CEO weiter.  Das Unternehmen geht davon aus, dass jeder Nutzer nur 25 GB für seine persönlichen Daten benötigt und ca. 60 Prozent des restlichen Speicherplatzes sich aus Daten zusammensetzt, die andere Nutzer ebenso verwenden.

Jeder, der die grundsätzlichen Kritikpunkte der Cloud-Lösungen kennt und sich einerseits bewusst ist, dass niemand letztlich weiß, wo die Daten am Ende gespeichert werden, und sich andererseits auch darüber im Klaren ist, dass bei einer möglichen Pleite eines Cloud-Dienstes das Backup ebenfalls verloren sein kann, hat die Möglichkeit sich bei Bitcasa für die Beta-Version anzumelden. Eine kostenlose Version des Dienstes wird ebenfalls angeboten werden, allerdings dann mit eingeschränkter, aber noch nicht genau bezifferter Speicherkapazität.

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2 Kommentare
    Dein Kommentar
  • numerobis
    Ich werd auch bestimmt meine wichtigen Daten in der ominösen, ach so coolen Klaauud speichern...

    und Datensharing!!! ich glaub es hackt! Egal ob es sich "nur" um mp3's oder sonst was handelt - das System entscheidet, was geshared wird oder wie...
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  • tadL
    Für Firmen sind eigene Cloudgeschichten eine große Sache. Für Privatanwender spielt das kaum bis gar keine Rolle.
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