Bye bye, Compuserve
Nach 30 Jahren endet ein Stück IT-Geschichte: Compuserve Classic, der erste Webzugangs-Dienst für Privatanwender, wurde nun von AOL, seinem letzten Betreiber, eingestellt.

Am 30. Juni hat AOL Compuserve ausgeknipst. »Compuserve Classic« war der erste Internet-Provider für Privatpersonen. Seit 1969 bot die Firma »Compu-Serv-Network« Internet-Zugänge an, als man nur mit einem rauschenden, pfeifenden Modem beziehungsweise mit Hilfe eines Akustikopplers ins Netz ging. Auch vom knallbunten World Wide Web, wie man es heute kennt, war man damals noch weit entfernt. Ab 1979 konnten Privatpersonen eine E-Mail-Adresse beantragen, 1980 kam ein Online-Chat, ein Jahr später die Möglichkeit des Datentransfers hinzu. 1994 zählte Compuserve über 1,7 Millionen Kunden und war damit der führende Onlinedienst weltweit.
Zugleich wurde Mitte der 90er Jahre bereits der Niedergang eingeläutet: Viele Konkurrenten boten gleichwertige Dienste kostenlos an, während Compuserve auf seinem Bezahl-Modell verharrte. Größter Konkurrent war AOL, der Copmpuserve 1998 schließlich übernommen hat.
Vor allem in den USA überwiegt Wehmut angesichts des Compuserve-Endes. Etliche Blogs liefern Nachrufe auf den Dienst. Beispielhaft sei das Blog von Robert Anthony genannt: »So long, old friend«, schreibt er. »Am traurigsten ist«, so Anthony, »dass Compuserve nicht mit einem Knall, sondern mit einem Wimmern endet«.
Screenshot: www.hanselman.com
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>Seit 1969 bot die Firma Compu-Serv
1+1 =
Hihi....Warum macht Compuserve das nicht wie die Printmedien?
Laut schreien: das war unsere Domaine, und ab sofort haben alle die FTP, Lifechat, oder Mailclienten verwenden können, eine Zwangsabgabe an Compuserve abzuführen, denn immerhin waren Sie ja scheinbar die ersten damit.
Bye Bye und RIP. Auch ich surfte zuerst (Anno 97/98) mit Compuserve...
Mann ware dass noch Zeiten. Elsa Microlink Modem an serieller Schnittstelle.....
Und die ersten zehn Jahre zählen nicht mit, weil ... ??
Ach ja, das waren noch Zeiten...
Ich weiß noch, als ich irgendwo so gegen Ende der 80er mir so ein CompuServe Paket geordet habe. Damals kam ein großer DIN A5 Ordner, mit einem richtigen dicken Handbuch und 5 1/4 Zoll Disketten. Das waren noch Zeiten, als die Programme vernünftige Handbücher hatten.
Dann erst die teuren USA Nummern per Modem gewählt. Später konnte man dann über DATEX-P der Deutschen Bundespost zumindest "etwas" günstiger "surfen". Und als dann später der Zugang per Datex-J (BTX) möglich war, wurde es sogar bezahlbar. Später hatten die dann auch noch direkt deutsche Einwahlnummern gehabt.
Als ich dann einen richtigen Internetanschluß Anfang der 90er Jahre bekam, geriet das ganze allerdings in Vergessenheit.
Ich dachte eigentlich, dass dieser Dienst schon lange eingestampft worden wäre...
Ich hatte es schon vergessen
AOL

Das gibs nur noch hier an der HS damit sich die Studis ins WLAN melden können, und man überwacht damit sicherlich Traffic und Seitenaufrufe.
Eine Marke die Firma samt Produkt die nie Chance bei mir oder im Umfeld hatte, genauso wie diese Telekom Software
Nein - nein!
Immer ein Router davor geknippst und ohne Software verbunden.
VPN
@über mir: Ich glaube, du hast _keine_ Ahnung, worum es hier geht.
Ich hab schon vor ein paar Monaten die Nachricht von AOL bekommen, dass meine gute alte E-Mail Adresse nicht merh existiert... ;-(
Seit 1998 hatte ich die...sie ist 10 Jahre alt geworden...und ich hatte keine Spam-Probleme...
CompuServe war sooo toll! Die hatten damals sogar nen richtig günstiges Call-by-Call Internet Angebot.
Mich haben immer alle doof angeguckt, wenn ich meine E-Mail Adresse gegeben habe...@compuserve.de...was ist das denn?
*heul*
Tja - war auch mein erster Internetanbieter... Schade - aber ist wohl der Lauf der Dinge.
@fruechtetee Weisst du überhaupt so recht wovon du da redest? Ich vermute mal, 90% von dem was im Artikel steht, ist alles lange vor deiner Zeit am PC passiert... Und wie du hier auf VPN kommst verstehe ich auch nicht.
@BTT Es ist immer schade, wenn so eine Traditionsfirma zu Grund geht. Das ist aber wohl der Verdienst von Jahrelangem Mißmanagement. Wäre wenigstens schön gewesen, wenn der Name noch weiterlebt, aber bei dem geringen Bekanntheitsgrad wird sich das wohl auch kaum lohnen.