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[IDF] Rattners Visionen im Kontext

von - quelle: Tom's Hardware DE

Rattner macht mit dem Weißkittel aus den Intel Labs auf sich aufmerksam

Auf der letzten IDF-Keynote verkündete Intel-CTO Justin Rattner seine Visionen zu künftigen Entwicklungen. Diesmal ging es um so genannte kontextbezogene Dienstleistungen und Analysen. Computerbasierte Systeme können nur dann richtig reagieren, wenn sie die Situation im Kontext erfassen und "verstehen". Man versucht damit, bestimmte Denkvorgänge nachzubilden, die im Gehirn ablaufen. Ein Beispiel: Will sich ein Tourist einen Teil einer Großstadt ansehen, so ist es beispielsweise wichtig zu wissen, an welchem Ort sich die Person befindet. Kennt das System noch persönliche Vorlieben des Suchenden, können die Vorschläge in der Nähe mit höherer Treffsicherheit berechnet werden.

Die Vorhersage verlangt zwangsläufig eine genaue Erfassung von Vorlieben, Bewegungsabläufen und äußeren Faktoren wie die Umgebung. Das erfordert aber auch eine hohe Anzahl von Sensoren, die letztlich den Computer füttern. Das Problem dabei: Ist der Anwender überhaupt bereit, so viele Daten von sich preiszugeben. Entwicklungen wie Facebook zeigen, dass für viele Leute der Datenschutz eine untergeordnete Rolle spielt, wenn das Angebot die Bedürfnisse der Person befriedigt. Anderseits wächst auch das Missbrauchspotenzial nicht nur bei Kriminellen sondern auch bei staatlichen Stellen oder Geheimdienstorganisationen, wenn diese Zugriff auf umfangreiche personenbezogene Daten erhalten.

Kommerzielle Durchdringung von kontextbezogenen Dienstleistungen. Für mehr Folien auf dieses Icon klickenJustin Rattner bezeichnete kontextbezogenes Computing als etwas grundlegend anderes im Vergleich zu den Sensor-basierten Anwendungen von heute. „Meine GPS-Koordinaten sagen meinem Smartphone nicht viel über mich“, so Rattner. „Stellen Sie sich ein Gerät vor, dass mit Hilfe vieler Sensoren feststellt, was sie momentan tun, etwa Schlafen oder Joggen. Künftige Geräte kombinieren „harte“ Sensor-Informationen wie aktuelle lokale Begebenheiten mit „weichen“, beispielsweise dem persönlichen Kalender.

„Solche Geräte werden intelligenter sein und damit relevanter für den Nutzer: zum Beispiel rät Ihnen Ihr PC, das Haus zehn Minuten früher als sonst zu verlassen, da auf dem Weg zur Arbeit ein Stau droht. Oder betrachten wir eine kontextbezogene Fernbedienung, die feststellt, wer sie gerade in der Hand hat und automatisch die smart TV-Vorlieben für diese Person einstellt. All dies mag wie Science Fiction klingen, ist aber möglich durch kontextbezogenes Computing. Bereits jetzt können wir einen Großteil dieser Anwendungen in unseren Labs zeigen“, führt Justin Rattner weiter aus.

Rattner präsentierte zudem das Forschungsprojekt „Intel SENS“ (Socially ENabled Services). Es soll eine neue Ära des „Social Networking“ einleiten und auch in Smartphones zum Einsatz kommen. Intel SENS-basierte, mobile Geräte erkennen über zahlreiche Sensoren die Bewegungen des Smartphones und damit die des Nutzers, und überträgt diese auf einen Avatar, unter dem der Nutzer in seinen sozialen Netzwerken registriert ist. So können beispielsweise Kontakte aus Social Media Plattformen nicht nur den starren Avatar seines Kontaktes sehen, sondern auch was er gerade macht.

Kognitives Gerüst für das Management von Kontext“Während wir neue Wege zur Erfassung und gemeinsamen Nutzung kontextbezogener Daten entwickeln, konzentrieren wir uns zugleich noch stärker auf Datenschutz und Sicherheit, da Milliarden von Geräten miteinander verbunden sind und immer intelligenter werden“, unterstrich Rattner. „Hinter diesen neuen Sicherheitsstufen stehen mehrere künftige Hardware-Technologien von Intel, die Computing-Geräte aller Art weitaus besser als bislang gegen mögliche Angriffe schützen.“

Am Ende seiner Keynote präsentierte Justin Rattner das ultimative Beispiel für Sensorik: eine Computer-Schnittstelle zum menschlichen Gehirn. Ziel des „Human Brain“-Projekts von Intel ist es, dass Menschen eines Tages mit ihren Gedanken direkt mit Computern und mobilen Geräten interagieren können. In einem gemeinsamen Projekt mit der Carnegie Mellon University und der University of Pittsburgh erforscht Intel Labs, was man aus den Gehirnwellen von Menschen über deren kognitiven Zustand ableiten kann.

IDF 2010 Rattner & Personal Vacation Assistant

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brosch-24 16/09/2010 16:30
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Hi,
wir wehren uns gegen die Vorratsdatenspeicherung, und dann sowas.
Sch.... Kontext. Wird meiner Meinung nach schon mit dem social net zu viel Unfug getrieben.
Gruss

NukeBit 16/09/2010 19:41
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Das ist die totale Kontrolle über das Individuum. BIG BROTHER lässt grüßen.

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