Mit dem aktuellen HAF XB erweitert Cooler Master die High Air Flow (HAF) Reihe um einen ungewöhnlichen Hybriden zwischen Desktop-Gehäuse und Benchtable, bei dem die Hauptproduzenten von Abwärme in einem eigenen, belüfteten Stockwerk untergebracht werden.
Cooler Master haben ein Gehäuse entworfen, bei dem alle Laufwerke sowie das Netzteil in einem separaten unteren Bereich untergebracht werden können, während das Mainboard und alle direkt aufgesteckte Komponenten (Prozessor inklusive Kühler, Arbeitsspeicher, Grafikkarten) in den ersten Stock wandern, um so von einem ungehinderten Luftstrom von vorne nach hinten profitieren können. Hinzu gesellt sich – je nachdem, welche Version des HAF XB erworben wird (Sichtscheibe oder Mesh-Gitter im Gehäusedeckel) – die Möglichkeit zum zusätzlichen Abtransport der Wärme durch die Gehäuseoberseite.
Da sich Deckel und Seitenteile komplett entfernen lassen, kann das Gehäuse aber auch als Teststation und/oder Testbench genutzt werden, da die eingebauten Komponenten so unmittelbar stets erreichbar sind und bedingt durch die Konzeption als Desktop-Gehäuse das Mainboard liegend montiert wird. Hier wäre es also durchaus denkbar, auch extreme Kühllösungen für den LN2-Einsatz anzuwenden.
Als Grundlage für den Aufbau eines regulären PC-Systems zeigt sich das Cooler Master HAF XB sehr geräumig und bietet mit beispielsweise Hot-Swapping für die verbauten Festplatten eine Ausstattung, die es für sehr viel mehr als reine Spielereien mit der mutmaßlich guten Kühlleistung geeignet erscheinen lässt. Selbst bis zu zwei Kompaktwasserkühlungen lassen sich hier unterbringen. Wie es sich letztlich schlägt, zeigen wir auf den folgenden Seiten. So viel sei vorab erwähnt: Das HAF XB überraschte uns mit einer Reihe an sehr gut durchdachten Details.
Es werden derzeit zwei Varianten des Gehäuses angeboten: Einmal mit Sichtfenster an der Gehäuseoberseite und einmal mit Mesh-Einsatz und der Möglichkeit zur Montage eines 200 mm Deckellüfters.
- Einführung und Übersicht
- Verpackung und Lieferumfang
- Technische Spezifikationen
- Ersteindruck und Bildergalerie: 360° Außenansichten
- Kühlung und Staubschutz
- Montage: Netzteil und Kabelverlegung
- Montage: Optische Laufwerke
- Montage: Festplatten und SSDs
- Montage: Mainboard und Grafikkarte
- Testaufbau und -bedingungen
- Messungen 1: Temperatur und Lautstärke bei voller Lüfterdrehzahl
- Messungen 2: Temperatur und Lautstärke bei reduzierter Lüfterdrehzahl
- Zusammenfassung und Fazit
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Das Gehäuse sieht prinzipiell vom Aufbau her richtig gut aus. Der herausnehmbare Mainboard-Halter ist top - so kann man problemlos die Abstandhalter aufschrauben, das Board montieren (eventuell gleich ein paar Kabel unter dem Board lang verlegen), vielleicht sogar schon RAMs, CPU und Kühler draufsetzen, ohne daß ständig das Gehäuse im Weg ist, und dann alles komplett einsetzen.
Top!
Zudem sind Haltegriffe am Gehäuse: Früher habe ich meinen Rechner häufig rumgeschleppt und es hat mich jedes mal gestört, daß kein vernünftiger Griff vorhanden war. Auch in meiner Zeit als Systemadmin war es sehr angenehm, wenn PCs oder Monitore anständige Griffe boten. Zudem dürfte dieses Gehäuse auch gut im Kofferraum Platz finden und durch die Gummifüße nicht ständig rutschen, wie ein auf der Seite liegender Tower.
Das Gehäuse sieht zudem so luftig aus, daß man vermutlich wunderbar passiv gekühlte kleine Systeme reinsetzen kann: Konvektion funktioniert bei einem solchen Gehäuse viel besser als in einem Tower. Also auch hier wieder ein Pluspunkt!
Was mich allerdings stört ist die Materialanmutung (Plastik) und der Mainboard-Formfaktor: Leider nur ATX.
Wenn ich mein Gehäuse nicht passend umgebaut hätte, dann bräuchte ich eher solch eines, aber für EEATX und dann am besten aus Alu.
He, Lian-Li, habt ihr das gehört?
@Perique: So lange du das Gewicht des ganzen Systems heben kannst, ist das Gehäuse wirklich gut zu transporteieren - viel bequemer als jeder Tower und auch definitiv bequemer als Tower mit einem Halte-/Tragegriff oben.
Die Lüfter bekommst du in 80/92/120/140 mm, wahlweise auch von Xilence in anderer Farbgebung (Drehzahlangabe beim 120er bei Geizhals ist falsch):
http://geizhals.de/xilence-2componentfan-120-120x120x25mm-a-coo-xpf120-2cf-a606926.html
http://geizhals.at/de/?cat=coolfan&sort=t&bpmax=&filter=+Liste+aktualisieren+&asuch=deepcool&v=e&plz=&dist=
Ich mache die Tage vielleicht noch ne kleine Fotostrecke zum Stacking und packe zwei von den HAF XB aufeinander - das ist imo eine der größten versteckten Stärken des Gehäuses
Und damit meine ich das volle Programm:
Entkopplungen für Festplatten, die zwischen Festplattenkäfig und Festplatte einen Gummipuffer haben, aber dort, wo der eiserne Schraubenkopf der Schraube, die in das Metallgehäuse der Festplatte geschraubt wird, am Metall des Festplattenkäfigs aufliegt, ungedämpft sind:
Gummirahmen für Lüfter (zwischen Lüfter und Gehäuse), aber das ganze wird ebenso mit stink normalen Schrauben am Gehäuse angeknallt, bis nicht nur das Gummi so plattgedrückt wird, daß es kaum noch etwas dämpfen könnte, sondern auch gleich über die Schraube selbst "umgangen" wird:
Gleiches Prinzip bei Netzteilen (ähnlich wie hier, oder gleich an der Gehäuse-Rückseite) ODER Lüftern auf CPUs, auch wenn vielleicht noch die Schrauben durch straffe METALL-Haltebügel ersetzt werden:
Und nicht zuletzt "Schwingungsdämpfungen", die am besten die Platte wirkungsvoll entkoppeln, aber dann selbst so lose im Festplattenschacht sitzen, daß sie selbst vibrieren und somit Krach verursachen.
Also manchmal glaube ich einfach nicht, was einem da verkauft werden soll.
So finde ich auch die 5 1/4" Laufwerkshalterungen in dem Gehäuse schlecht. Einfache Blattfedern in jedem Einschub hätten dafür gesorgt, daß jedes Laufwerk sauber sitzt und kein Spiel zu den Seiten hat. Kosten: Geschätzt 5 Cent pro Gehäuse.
Es sind halt die Kleinigkeiten, auf die man achten sollte.
(Falls nicht vier unterschiedliche Facepalm-Bilder zu sehen sind, dann hat das Forum sie gefressen.)
Hast aber absolut Recht, da wird schon sehr viel mehr für's Auge und Gefühl getan, als dass es wirklich etwas bringt, aber das betrifft so ziemlich jeden Hersteller. Vor allem die üblichen Entkopplungs-Gummis, die überall für Festplatzten verwendet werden, haben nur einen Minimaleffekt (ist immerhin ein wenig besser als ganz ohne, aber prinzipiell könnte man sich das auch sparen). Effektiv waren bei den Sachen, die ich selbst ausprobiert habe, bislang nur die Lösungen für 5,25" Schächte.
"Privat" ist mir das mittlerweile ohnehin alles Schnuppe, da ich optische Laufwerke und Festplatten als Datengräber nur noch extern betreibe.
Für die Lüfgterentkopplung am CPU-Kühler haben Silverstone bei der Argon-Serie übrigens ne ganz schöne Gummi-Nippel-Lösung, die hält, sinnvoll entkoppelt und NICHT direkt die Lamellen des Kühlkörpers verbiegt (noch so ein leidiges Problem mancher Lösung, wenn man das ganze 2-3x demontiert und wieder drangepappt hat). Test dazu ist fast fertig.
Wirklich effektive Entkopplungen für Festplatten habe ich bislang nur für den 5,25" Schacht gesehen.
Sieht gut aus, ist durchdacht in puncto Platz/Durchzug/Optik ect.
Der einzige Wehmutstropfen ist wie immer bei CoolerMaster das hässliche Logo
Das die einfach nicht in der Lage sind dat Dingen neu zu stylen ...... ^^
Wie sagt man so schön: Das Auge isst schließlich mit
http://www.ebay.de/itm/POKEMON-Anime-Manga-Metall-Schlusselanhanger-anhanger-L-11cm-Neu-/121111462035?pt=Comics&hash=item1c32ce4093
Der Krassomat²°°° solls nun nicht grad sein ...... aber etwas anderes muss drauf.
Renomierte Firma und dann nen Logo von anno dazumal
Egal, die ansonsten sehr gute Optik und technischen Leckereien werden mich zum Kauf annimieren
Wundert mich übrigens, dass das Case bislang so wenig Aufmerksamkeit bekommen hat - es ist halt wirklich mal a) neu/anders und b) toll durchdacht. Da war nicht nur irgendein ahnungsloser Ingenieur in Fernost dran, der sich an ein paar vage Vorstellungen der PR-Abteilung halten musste und eigentlich völlig aufgeschmissen war, sondern da wurde mal wirklich mitgedacht. Ich hatte es bislang selbst völlig übersehen, dabei ist es schon seit November/Dezember auf dem Markt.
Mit etwas Mühe lassen sich btw. die Kabel am Boden noch viel schöner verlegen als im Test.
Gut, ich habe ein 19" Rack neben dem Schreibtisch stehen - dafür war auch Platz vorhanden - aber das ist ja nicht stellvertretend für den Durchschnitt.
http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/50250992/#/40162496
Edit: Wenn die Bude sauber ist. Im Büro verdrecken die Kisten auf dem Boden natürlich sehr schnell.
Mein erster Gedanke war Bierkasen...^^ In Bezug auf Renderfarm lassen sie sich ebenfalls ziemlich gut Stapeln...