Cooler Master Silencio 650 im Test - Schwergewicht auf leisen Sohlen

Mainboardmontage und Grafikkarte

Mainboard-Einbau

Die Finger wird man sich mit Sicherheit nicht brechen, aber wir können den zeitweiligen Ausbau des mittleren Festplattenkäfigs nur empfehlen, wenn man ein Board mit ungünstig gelegenen SATA-Anschlüssen besitzt und auch nach dem Einbau einer längeren Grafikkarte noch einmal an diese Stellen gelangen möchte. Ansonsten birgt der Korpus keine Geheimnisse. Gut gelöst ist die Variante mit der fest vormontierten Platinenjustierung in Form eines Abstandshalters, der jedoch im Vergleich zu anderen Produkten ein richtiges Gewinde besitzt und damit auch zur Verschraubung genutzt werden kann.

MontagebeginnMontagebeginn

Die restlichen Abstandshalter muss man selbst montieren, was an sich kein Nachteil ist, jedoch fest zupackende Finger erfordert, da alle Gewinde über lackiert wurden, bzw. Lackreste das Einschrauben erschweren. Wer über keinen geeigneten Steckschlüssel verfügt, sollte sich jedoch hüten, das Eindrehen mit einem einfachen Schraubendreher im Inneren zu erzwingen, da das Metall der Anstandshalter recht weich ist und die Gewindeansätze irreparabel beschädigt werden können. Schwächliche Gemüter sollten zunächst eine der kurzen Schrauben in den Abstandshalter eindrehen und diesen dann mit Hilfe dieser Lösung einschrauben. Im Allgemeinen sitzt der Abstandshalter danach trotz allem fester im Gehäuse, als die bis zu Anschlag sitzende Schraube im Abstandshalter.

Kraftige Finger gesuchtKraftige Finger gesucht

Einen kleinen Lapsus erlaubt man sich mit der Aussparung für die ATX-Slotblende, die laut Schieblehre wenige Zehntelemillimeter als die benötigten 45mm zu eng ausfällt. Die Länge von 260mm stimmt interessanterweise jedoch exakt. Das Resultat ist dann ein rein optischer Missklang, denn mit etwas Gewalt bekommt man die Blende schon eingesetzt:

Schupps, Beule nach innenSchupps, Beule nach innen

Oder plopp - nach außen gehts auch.Oder plopp - nach außen gehts auch.

Nach der Montage der Platine  kann man alle Bauteile verkabeln und diese Kabel auch sehr bequem hinterführen, so dass der Luftstrom im Inneren von allen Leitungen kaum negativ beeinflusst werden dürfte. Je nach verwendetem Netzteil müssen dafür unterschiedliche Anzahlen an Strängen genutzt werden. Zur Molex-Problematik haben wir uns ja schon im vorigen Kapitel sehr ausführlich geäußert.

Variante 1 - Einbau mit kurzem Netzteil und 2 Molex-SträngenVariante 1 - Einbau mit kurzem Netzteil und 2 Molex-Strängen

Wir würden für dieses Gehäuse unbedingt ein Netzteil mit mindestens 55 cm Länge für den CPU-Anschluss (EPS oder 4+4-polig) empfehlen, sonst wird es wirklich eng. Gut gelöst ist die Durchführung des Kabels an der Oberseite, so dass hier keine Kabelschäden zu erwarten sein dürften.

Variante 2 - Einbau mit langem Netzteil und 1 Molex-StrangVariante 2 - Einbau mit langem Netzteil und 1 Molex-Strang

Der Rest ist schnell ordentlich versteckt und man kann sich im Gegensatz zu uns auch mit der immensen Anzahl von mitgelieferten Kabelbindern austoben und den Gesamtaufbau sicher noch optimaler gestalten.

Grafikkarten-Einbau

Solange die Stromanschlüsse oben liegen, stehen immerhin 27cm für die maximale Einbaulänge zur Verfügung. Zum ausbaubaren Käfig und den Festplatten haben wir ebenfalls bereits alles Notwendige geschrieben, verweisen aber trotzdem noch einmal auf die dann begrenzte Maximalzahl von nur 2 möglichen Datenträgern. Mit fast 17cm möglicher Einbauhöhe sollte eigentlich auch fast jede Grafikkarte eingebaut werden können.

Eng, aber es passt nochEng, aber es passt noch

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21 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Gaensebluemchen
    Hallo :)
    Leise ist schwerer als massiv? Soso...^^
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  • theo371
    Gut geschriebener und informativer Test! Und auch die Videos sind sehr hilfreich. Danke dafür!

    Schön wäre es, wenn ihr euer Testsystem standardisieren würdet, damit der geneigte Leser die Temperaturen der unterschiedlichen Gehäuse besser vergleichen kann.

    Das Gehäuse selber gibt es schon für bummelige 117 Euro im Onlinehandel, also fast schon ein Schnäppchen, für die gebotene Qualität.

    Schade nur, wie allerdings bei fast allen Gehäusen, dass die Lüfter das Gesamtbild trüben und man beim Kauf gleich bessere Luftquirle ordern sollte.

    Wenn man einmal die sehr laufruhigen Twister-Lager von Enermax (nicht) gehört hat, kann man mit solchen rauhen Klackerlüftern nichts mehr anfangen. Zum Glück sind z.B. die Enermax T.B.Silence zum Kampfpreis zu erwerben.
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  • FormatC
    Zitat:
    Schön wäre es, wenn ihr euer Testsystem standardisieren würdet, damit der geneigte Leser die Temperaturen der unterschiedlichen Gehäuse besser vergleichen kann.
    Das kann man gar nicht standardisieren. Zu große Hardware bekommt man in Loser-Kisten nicht rein und Spielzeugkram verliert sich in großen Gehäusen. Manchmal verfälscht man dann durch unpassende Hardware auch das Gesamtbild. Auf die aktuellen Gehäuse-Charts im Prinzip aller Seiten kann man getrost prunzen, weil es eher verwirrt als hilft. Wenn man pro Gehäuse jeweils die passende Hardware der angestrebten Zielgruppe einbaut, dann weiß man auch, dass alles passt (oder nicht). Mehr will man doch gar nicht wissen und mehr sagen die Test am Ende auch nicht aus. Es gibt Seiten, die testen selbst ein Monster-Gehäuse mit einem AMD-Triplecore und einer 6850, nur um was zu standardisieren. Das hilft in keinem Fall irgend jemandem weiter :D
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  • Brat
    irgendwie schliessen die dhe lösungen in den charts aber immer schlecher ab als die axialen ...
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  • FormatC
    So was ist situationsbedingt ;)

    Ein Radiallüfter bringt Vor- UND Nachteile. Man darf also nicht immer nur die Balken einzelner Benches heraus lösen.
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  • _revO
    zieht dieses Dämmmaterial nicht Staub an, der dann haften bleibt?
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  • Anonymous
    Der Test hat mir gut gefallen und beim nächsten Einkauf werde ich das mal bei einem Händler begutachten. Der Preis von 130€ ist akzeptabel!
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  • FormatC
    Zitat:
    zieht dieses Dämmmaterial nicht Staub an, der dann haften bleibt?
    Eher nicht, denn da, wo Luft reingeht, hast Du Staubfilter. Das Zeug ließe sich sogar leicht feucht abwischen, eine weiche (!!!) Schuhbürste oder ein Friseurpinsel täten es aber auch.
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  • Myrkvidr
    Die Lautstärke-Beispiele sind eine gute Sache und 100x mehr wert als jede db(A) Angabe - gerade weil die nie und nimmer die eigentliche Geräuschcharakteristik erfasst und wenn man jetzt anfangen würde, die Frequenzen der einzelnen Geräuschquellen zu messen, würde es vielleicht langsam Überhand nehmen.
    Ist mir zudem sehr sympathisch, dass ihr nicht dem Ranglisten-Wahn verfallt (angeblich soll es da Redakteure geben, die Noten bis auf zwei (!!!!!!) Nachkommastellen exakt festhalten können). Ein Gehäuse ist gut oder eben nicht - unabhängig davon, ob die CPU 0,5° C wärmer wird oder nicht. Wichtiger ist, dass die Ausstattung zum Anwender passt.

    Das Cooler Master hier wirkt wirklich gut und gerade für die Umschaltoption bei den HDDs hätte ich gute Verwendung. Das wär eine gute Wahl für den Probe-/Aufnahmeraum, gerade hinsichtlich der Dämmung ab Werk, da hier noch immer normale HDDs zum Einsatz kommen.

    Hat überhaupt schon irgendein Hersteller Hot-Swap mit SATA-Stromanschlüssen? Ich hab bis jetzt bei allen Gehäusen immer nur Molex gesehen - wobei ich die erhlich gesagt bevorzuge aufgrund der Haltbartkeit, da ich zuweilen hektisch und brutal im Inneren des PCs agiere ;)
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  • FormatC
    Ranglisten sind Grütze, wie soll man da ein Silent-Gehäuse mit einem Big Tower und einem Cube sinnvoll darstellen? Solche Comics gibt es, stimmt. Aber ich empfinde es fast schon als Irreführung, weil man mit pauschalen Vergleichen alle Gehäuse über einen Kamm bügelt.
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  • gaenseManfred?@guest
    Kein Gehäuse ist von Staub befreit, auch dann nicht wenn Staubfilter zum Einsatz kommen ;)
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  • adsasdasd@guest
    selten so ein hässliches und billig verarbeitetes gehäuse gesehen
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  • FormatC
    An ein handgefertigtes Marmor-Case mit Goldrahmen reicht es natürlich nicht heran :D
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  • reaktor@guest
    Moin. Der Test gefällt mir sehr gut. Will das Gehäuse jetzt haben. Hab nur ein Problem:
    5 HDD + 1 SSD. Und eine HD 7950 Powercolor PCS+ die mit 275mm angegeben ist. Ich messe von der Innenseite der Slotblende bis zum Ende keine 270mm bei der Graka. Stromanschlüsse sind oben.

    Im Test sind 270mm mit Käfig angegeben. Ich gehe Mal davon aus dass die genau gemessen wurden.

    Kann ich da rumbiegen oder sowas??? :)

    Kann doch nciht sein, dass ich mir wegen 5mm das Ding nicht kaufen kann, obwohl es mit so gefällt.
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  • FormatC
    Die HIS 7870 IceQ ist sogar mit 29,5cm angegeben und passt rein. Naja, gerade so. Cooler Master hat die Länge garantiert kürzer angegeben, um auch Karten mit rückwärtigem Anschluss einbauen zu können.

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  • reaktor@guest
    Cool. Jetzt seh ichs auch, dass es eine HIS 7870 IceQ Turbo ist. Die Zahlen haben mich s irritiert und ich habs mir einfach nicht vorstellen können. :D

    Danke für die Antwort!
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  • FormatC
    Es war arschnapp, die da rein zu setzen, aber es ging gerade so.
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  • matradix
    Würde mir dieses Gehäuse gern zulegen.
    Aber wie hoch darf der CPU Kühler sein?
    Ein Scythe Mugen 2 Rev. B sollte rein. In meinem jetzigen Gehäuse messe ich ab der Montageplatte des Gehäuses wo das MB drauf ist, ca. 175mm. Passt das in das Silencio??

    Matthias
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  • FormatC
    Es steht im Artikel wie hoch der Kühler sein darf.

    Zitat:
    Maximale CPU-Kühler-Höhe
    168 mm
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  • matradix
    Sorry, ja dass mit den 168 mm weiß ich, steht auch so im Handbuch. Ich hätte meine Frage anders stellen sollen.
    Welches Maß bezeichnen die 168 mm genau?
    Vom inneren des Gehäusedeckel bis zur CPU Oberfläche, oder bis zur Platinenoberfläche, oder bis zum Montageblech des MB's?

    Wie dick ist die Dämmung auf dem Seitenblech? Durch Entfernen der Dämmung im Bereich des Kühlers ließe sich so noch mehr Platz herausholen.

    Da dieses Gehäuse breiter als mein jetziges ist, kann ich mir nur schwer vorstellen dass da mein Kühler nicht reinzukriegen wäre.

    Matthias

    Edit>>
    Nach den Gesamtmaßen des Kühlers sollte es wohl passen: 130 x 100 x 158 mm
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