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Millionen demonstrieren gegen Netzzensur in den USA

von - quelle: TNew York Times

Mit zwei Gesetzen versuchen Senat und Repräsentantenhaus in den USA den Rechteinhabern eine schlagkräftige Möglichkeit zu geben, sich gegen Online-Piraterie zu wehren - auf Kosten der Internet-Nutzer

Wie sähe wohl ein Internet aus, in dem die Inhaber von Copyright-Rechten Webseiten schon nur deshalb abschalten können, weil darauf untergebrachte Links unter Umständen auf Seiten verweisen, auf denen urheberrechtlich geschütztes Material für illegale Downloads bereit gehalten wird?

Eine Befürchtung, die selbst gestandene Internet-Konzerne wie Google, Facebook, Twitter, Craigslist, Ebay und viele andere gerade in den Staaten umtreibt, versuchen doch mächtige Lobby-Verbände - vor allem aus der Film- und Musikindustrie - als "Stop Online Piracy Act" (SOPA) und "Protect IP Act" (PIPA) bezeichnete Gesetze in der amerikanischen Rechtsprechung durchzusetzen. Durch sie sollen Provider auf Anfrage der Rechteinhaber genötigt werden, im Ausland gehostete Seiten auf der Ebene der DNS-Server zu blockieren.

Doch der gestern stattgefundene Protesttag, bei dem unter anderem die Seiten von Wikipedia über den gesamten Tag nicht zu erreichen waren, scheint erste Erfolge zu zeigen. Allein 4,5 Millionen Nutzer unterschrieben eine von Google initiierte Online-Petition gegen das Gesetzesvorhaben. Zusätzlich haben sich noch etwa 2 Millionen weitere Amerikaner über andere Plattformen an der Petition beteiligt.

Der gestrige Aufschrei scheint auch in Washington nicht auf taube Ohren gestoßen zu sein. Zahlreiche Politiker aus beiden Lagern kündigten an, sich gegen SOPA und PIPA stellen und über Alternativen nachdenken zu wollen, berichtet die New York Times. Dennoch ist das Gesetzesvorhaben längst nicht vom Tisch und gerade die mächtigen Verbände MPAA und  RIAA sehen auch weiterhin DNS-Sperren als ein wichtiges Instrument in ihrem Kampf gegen Online-Piraterie.

Selbst in Europa nehmen Branchenverbände wie BITKOM den Streit um die Auseinandersetzungen rund um Online-Piraterie als Anlass, um die Politik zu schärferen Maßnahmen im Kampf gegen Raubkopierer zu drängen. 

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uzuj@Guest 19/01/2012 20:30
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Die englische Wikipedia-Seite konnte man trotz angeblicher Abschaltung nutzen!
Man musste immer nur bevor die Sperrseite kommt auf Abbrechen klicken.

War das absicht oder einfach eine halbe Sache?

Krampflacher 20/01/2012 16:02
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Ich würde mich freuen, wenn Hollywood & Co. konsequent aus dem Internet verschwinden würden. Dann würden die Menschen vielleicht aufwachen, und sehen, was man alles ohne die Glotze machen kann. Wenn dann die Umsätze der Copyrightindustrie auch noch gleichbleiben oder gar stagnieren würden, wäre das die reinste Freude.

Aber leider ist das Volk noch immer so dumpf, lässt sich berieseln und zahlt dafür oder macht sich zum Verbrecher.

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