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Schneller, effizienter und günstiger: Intel Core 2

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Die Welt steht Kopf. Sehr spät gesteht sich Intel die eklatanten Fehler mit Pentium 4/D ein und lässt den traditionellen Namen verschwinden. Pentium der Stromfresser, der Raumaufheizer, ist nicht mehr tragbar und wird abverkauft - auf dieses Problem hatte THG bereits vor. Und Intel reagierte gereizt. Auch intern hat das harte Konsequenzen: 1000 hochbezahlte Manager werden jetzt entlassen, damit sollen 800 Millionen Euro eingespart werden.

Auf Pentium folgt Core 2 Duo. Das ist alles andere als logisch. Ein trivialer Fortsatz wäre Pentium 5 gewesen - gleichbedeutend in Worten fünf-fünf. In der guten Absicht, einen wohlklingenden Namen zu kreieren, folgt die Entgleisung mit zwei-zwei. Haben die Stilblüten der Marketing-Entscheider mit kürzlichen Schulungen im Fach etwas gemeinsam? Ein anderes Wortspiel vom Kaliber Intel gefällig? THG empfiehlt die tote Leiche oder den weißen Schimmel.

Doch Core 2 Duo steht auch für eine neue Generation von Prozessoren, die an der Pentium-Architektur angelehnt ist. Wer erinnert sich noch an den Pentium Pro von 1996? Doch die Core-Architektur bedeutet mehr. Gegenüber der alten Netburst-Architektur, deren Befehlserweiterungen nur zögerlich und zeitversetzt vom Markt angenommen wurden, hat Intel ganze Arbeit geleistet. Eine umfangreiche Code-Analyse der am Markt verwendeten Software lässt den Prozessor schon bei vergleichsweise niedrigen Taktraten eine hohe Performance erzielen. Vorbei sind die Zeiten, in denen Software-Firmen mühsam von neuen Befehlssätzen und Compilern überzeugt werden müssen. Die Architektur passt sich der Software an und nicht umgekehrt.

Vergleichsweise verhalten beginnt Core 2 bei 1.86 GHz und endet mit dem gewaltigen Core 2 Extreme mit 2.93 GHz, dem derzeitigen Dampfhammer der x86-Welt. Eine Notiz der kritischen Tester gefällig? Lässt man eine beliebige Applikation los, dann gibt es Leistung, wie sie noch nie da war. Respekt einflößend und die Konkurrenz hinter sich lassend. Damit wird eins klar: Für AMD beginnen schwere Zeiten.

Soviel vorweg: Selbst ein Core 2 Duo der unteren Preisklasse ist potenter als der schnellste AMD-Prozessor, der sündteure Athlon 64 FX-62. Nur massive Preissenkungen lassen AMD noch die Möglichkeit, am Markt weiter teilzunehmen. Baut Intel plötzlich auch Prozessoren für Sparer und klamme Knauser?

Und was passiert mit den alten Energievernichtern á la Pentium D? Sie taugen zumindest noch für die Enthusiasten-Liga. Mit dem hat der Hersteller einen Knaller im Angebot, der als Dual-Core-CPU unter 100 Euro zu haben ist und sich locker auf 4 GHz takten lässt. Gehörige Leistung für wenig Geld. Dabei steht das "D" keinesfalls für einen sparsamen "Diesel" sondern eher für Devolution.

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