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Fazit

Maximale Effizienz: Der 25 Watt Performance-PC im Eigenbau
Von , Achim Roos

Wir waren zunächst davon ausgegangen, dass sich das Core i5-661-System nur schwer mit einer Leerlaufleistung von 25 W ausführen lässt. Wir waren daher  angenehm überrascht wie einfach sich unser Vorhaben in die Tat umsetzen ließ. Unsere Testergebnisse zeigen auf beeindruckende Art und Weise, dass ein auf die erwartete Leistungsaufnahme abgestimmtes Netzteil (natürlich mit entsprechenden Leistungsreserven) zwingend erforderlich ist! Der Austausch des leistungsstarken 750 W PC Power and Cooling-Netzteils – einem ansprechenden Produkt für einen High-End Gaming-PC – durch ein effizientes 220 W-Netzteil spielte bei unserem Vorhaben, die Systemleistung zu verringern, eindeutig die größte Rolle. Alles andere war zweitrangig. Voliá: 26 W mit und keine Auswirkungen auf die Performance.

22-28 W Leerlaufleistung sind realistisch

Wir wollten das System mit lediglich einem der beiden DDR3 DIMM-Modulen betreiben, haben dabei aber festgestellt, dass die möglichen Ersparnisse unter 1 W liegen. Diese Maßnahme hätte gleichzeitig deutliche Auswirkungen auf die Performance gehabt. Das gilt auch für die Festplatte, durch die wir allerdings zusätzlich 2-3 W einsparen konnten. Selbst wenn Sie sich lediglich für ein passendes Netzteil entscheiden und die Komponentenspannung optimieren, ist das Nachbilden unseres 25 W-Systems absolut kein Problem – vorausgesetzt Sie verwenden die neueste 32-nm Hardware von Intel in Verbindung mit dem H55/57-Chipsatz. Die Spannungsreduzierung verringerte zwar die Leistungsaufnahme unter maximaler Last, sie hatte aber auf die Leerlaufleistung nur eine geringe Auswirkung. Schritt 2: 23 W mit geringfügigen Auswirkungen auf die Performance wegen der langsameren Festplatte.

Und jetzt?

Lassen Sie uns nochmals darauf zurückkommen, weshalb das ganze interessant sein könnte. Power-User dürften unsere Maßnahmen weniger interessieren. Diese Käuferschicht wird sich womöglich direkt für eine Quad-Core-Maschine entscheiden und kaum einen Gedanken an die Leistungsaufnahme verschwenden. Für die Durchschnittsanwender unter unseren Lesern dürfte das ganze dann eine Rolle spielen, wenn man sich dazu entscheidet, das Geräuschniveau des Systems zu verringern bzw. hohe Performance mit geringst möglicher Lärmbelastung kombinieren zu wollen – so zum Beispiel bei einem HTPC im Wohnzimmer oder bei einem Home Server. Dabei sollte man bedenken, dass ein Core i5 Dual Core-System mit 3 GHz und mehr deutlich schneller ist als jede andere Dual Core-Konfiguration. Schließlich ist es auch möglich, ein langsames Atom-System mit einer niedrigen Leistungsaufnahme zu betreiben.

Intels Low-Power-Plattform Ist teuer

Allerdings hat das ganze einen nicht unerheblichen Haken: Die neue Plattform von Intel ist wahrlich kein Schnäppchen. Die Prozessoren sind in der Tat teuer, besonders im Vergleich zu den Preisen von AMD. Allerdings muss AMD hinsichtlich der Performance eine aggressivere Preispolitik betreiben, um überhaupt wettbewerbsfähig zu bleiben. Hier stellt sich Anwendern dann die Frage, ob es wirklich notwendig ist mehrere hundert Euro für eine Core i5-Lösung auszugeben um damit eine sehr niedrige Leistungsaufnahme zu erreichen oder ob ein AMD-System zur Hälfte des Preises aber mit einer höheren Leistungsaufnahme die bessere Option darstellt. Unser Test hat klargestellt, dass Stromkosten auf einem derart niedrigen Niveau keine große Rolle spielen. Sofern Sie aus welchen Gründen auch immer unbedingt die niedrigste Leistungsaufnahme wollen, ist der Core i5 Clarkdale in Verbindung mit passenden Komponenten unschlagbar. Das hat allerdings seinen Preis.

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