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Übertakten bis 130 Watt

Intel Core i7: Schneller mit Bremse
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Übertakten mit Hindernissen

Für das Übertakten hat sich beim Core i7 einiges geändert. Anders als wir es beim Core 2 oder Pentium D kennen, kann die Core i7-CPU nun den aktuell benötigten Strom und die Leistungsaufnahme messen. Überschreitet diese einen bestimmen Wert, bremst der Prozessor den Takt. Diese Funktion nennt Intel "Overspeed Protection". Der im Kern einprogrammierte Wert liegt bei 110 A und 130 Watt. Nur die Extreme Edition erlaubt es, die Grenzwerte im Bios nach Belieben nach oben zu korrigieren und dadurch außer Kraft zu setzen. Die Verlustleistung steigt besonderst schnell an, wenn die Core-Spannung angehoben wird. Es kann also vorkommen, dass sich der CPU-Kern eines kleinen Core i7-Modells sehr weit übertakten ließe, jedoch die Overspeed Protection-Funktion dies unterbindet. Intel möchte damit verhindern, dass der Anwender einen günstigen Prozessor auf sehr hohe oder extreme Taktraten bringen kann.

Es wurde wahrscheinlich erkannt, dass das sehr gute Übertaktungspotenzial der Prozessoren bei den ambitionierten Anwendern dazu führt, dass überwiegend günstige Modelle erworben werden, womit die teuren Modelle an Gewicht verlieren. Für Hersteller von Wasserkühlungen kommt diese Situation ungelegen: Werden Lösungen mit Wasser doch in erster Linie dann benötigt, wenn ein Luftkühler nicht mehr in der Lage ist, die hohe Verlustleistung abzuführen. Bei den Standard Core i7-Modellen ist bei 130 Watt in jedem Fall Schluss. Ein Großteil der Käuferschaft für Flüssig-Kühlsysteme könnte somit wegfallen. Der Fokus für die teuren Kühlsysteme würde sich in Zukunft auf Extreme-Prozessor-Besitzer und leise PC-Systeme verlagern.

Core i7 920 (Classic)Core i7 965 ExtremeCore 2 Duo (Classic)Core 2 Extreme X6800
FSB übertaktenjajajaja
Multiplikator verringernjajajaja
Multiplikator erhöhenneinneinneinja
Dynamischer Multiplikatorneinderzeit Fehlfunktionneinnein

*obige Angaben beziehen sich auf die Referenzplattform Intel DX58SO

Glücksspiel beim Kauf

Mit der Thermal Design Power (TDP) gibt Intel an, wie viel Leistung der jeweilige Prozessor maximal benötigen kann, wenn er mit seinem Standard-Takt und der vorgegebenen Core-Spannung verwendet wird. Alle aktuellen Core i7 Modelle haben eine TDP von maximal 130 Watt. Somit ist es möglich, dass bei einem Core i7 940 oder 920 die tatsächliche Leistungsaufnahme bei 70 Watt, 90 Watt oder auch 110 Watt liegen kann. Erwischt man eine 70 Watt-Version, bleiben noch gute 50 Watt für das Übertakten übrig. Hier kann die Core-Spannung ausreichend angehoben werden. Benötigt das erworbene Modell jedoch 110 Watt, stehen dem Anwender nur 20 Watt zur Verfügung, bevor die CPU das Throtteln beginnt. In diesem Fall fällt aufgrund der Overspeed Protection das Übertaktungspotenzial deutlich geringer aus. Mit einer sehr guten Kühlung kann die Verlustleistung durch geringere Temperaturen geringfügig gesenkt werden, jedoch lassen sich hierbei nur wenige Megahertz »herauskitzeln«. Bei den Verlustleistungsmessungen der 45 nm-Technologie der Core 2-Prozessoren stellten wir fest, das die Leistungsaufnahme von Modell zu Modell sehr unterschiedlich ist. Bei den Core i7-Modellen ist das ähnlich.

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  • drno , 3. November 2008 06:14
    Leider ist der ueberaus hohe Kaufpreis für ein X58 Board mit DDRIII + einem Core7 in Relation zur gebotenen Mehrleistung von 25% SO nicht vertretbar.
  • benzi , 3. November 2008 07:20
    Da stimm ich dir voll und ganz zu. Interessanter würde es werden mit einem "inofiziellen Firmware-Update", welches die 130Watt Grenze ausschaltet. Denn ohne so etwas wird sich der i7 so schnell nicht durchsetzen in meinen Augen.
    Persönliches Fazit bis jetzt: die 130Watt Grenze ist reine Abzockerei!
  • nighti , 3. November 2008 07:27
    Sehr interesanter Artikel, vielen Dank! Ich denke der Prozessor wird sich durchsetzen, allerdings wird es eine Zeit dauern, zumindest bis sich die Preise am Markt angepasst haben! Ich werde mir ein solches System zulegen und von meinem alten E6600 umsteigen, aber erst im Frühjahr des nächsten Jahres, wenn dann billigere Chipsätze wie der P55 im Umlauf sind...
  • edronax , 3. November 2008 07:57
    sollte es bei der 14 nicht heissen "Hardware und Treiber" ?
    und sonst ein sehr schöner bericht, aber das mit dem eingeschränkten OC gefällt mir überhaupt nicht.
    mich hätte vieleicht nur noch intressiert ob es im vergleich zum core 2 sinn macht die timings beim ram zu ändern.
  • Anonymous , 3. November 2008 08:31
    Wenn ich mir das Testsystem ansehe, läuft es mir beim Blick auf die Festplatte kalt den Rücken runter: Ein 2000€ Rechner und dann am Teil gespart, das heutzutage der größte Klotz am Bein eines Computers ist.
  • Weltenspinner , 3. November 2008 08:38
    Respekt an den Idle-Verbrauch! :heink: 
  • flatline , 3. November 2008 08:47
    Nette CPU und nettes System, ist aber für mich nicht relevant....
    Weiß ja nicht einmal mehr jetzt was ich mit einem Dual Core System machen soll.... außer FarCry2 spielen. Und des rennt auf einem BE4850 und einer 9600GT auf einem 42" in Full HD, und EVE Online ah....
    Weiters einfach zu teuer,...
  • Anonymous , 3. November 2008 08:55
    Die Overclocker Bremse ist wohl der erste Vorgeschmack dessen was passiert wenn AMD es nicht schafft als alternative zu dienen.
  • Anonymous , 3. November 2008 09:03
    Es war zu erwarten, dass Intel den Overclockern irgendwann einen Riegel vorschiebt. Ob sich damit der Geschwindigkeitsvorteil von 25% noch Zugunsten Intels auswirkt, bleibt abzusehen. Die Bevormundung macht auf Dauer kein Kunde mit und so dürfte sich AMD auch wieder über Zuwachs von neuen potentiellen Kunden freuen, denen es nichts ausmacht, mal etwas mit den Overclocking-Einstellungen rumzuspielen, um das Optimum aus den prozessoren rauszukitzeln.

    Dass der Multiplikator nur beim Extreme frei sein wird, zeigt, dass man dem Kunden in jeder Absicht das teurere Modell andrehen will, dennoch wohlwissend, dass die Extreme Edition warscheinlich schon so ziemlich am Anschlag ist.

    AMD geht hier meiner Meinung nach den besseren Weg und lässt dem Kunden hier die bessere Wahl: Entweder den normalen Prozi nehmen und da halt mit dem Multiplikator "rantasten" bis der Prozi am Maximum ist oder die Black Edition, wo der Multiplikator und FSB frei wählbar ist. (Ist zwar auch bissl Frickelarbeit, aber was tut man nicht, um Geld zu sparen, zumal die Black Editions, welche so ähnlich, wie die Extremes von Intel sind, nicht gleich das Vierfache ihrer normalen Pendants kosten!)

    Es bleibt abzuwarten, welche Akzeptanz die Core i7 durch diese Gängelung erfahren werden, aber ich gehe eher von aus, dass ein grossteil derer, die Intel-Prozis wünschen, noch fleissig zu den Core 2 greifen werden, da diese nach Erscheinen des Core i7 wohl auch nochmal günstiger werden dürften.

    Und sind wir mal ehrlich: Wieviele Applikationen können gleichzeitig auf 8(!) Kerne zugreifen? Ein Dutzend? Man weiss es nicht genau, aber es ist eher unwarscheinlich, dass sich der Privatanwender mal eben eine VMWare ESX-Umgebung auf seinem Desktop aufbauen wird...

    Aber vielleicht bauscht ja Microsoft sein Windows 7 soweit auf, dass der Prozessor dann in der oberen Mitte mitspielt (vom Leistungsindex her) und so die Core 2 obsolet macht.

    Und Spiele sind eher grafikkartenlastig, denn prozessorgebunden.
    Erschreckend allemal, dass heutige Grafikkarten fast mehr Rechenpower haben, wie die CPUs selbst. CUDA von nVidia beweist diese sehr eindrucksvoll.
    Ich frage mich, was AMD in dieser Richtung plant, aber es ist bei ATI verdächtig still... vielleicht brodelt ja schon der Kessel mit den 5er-Serien, die etwas Ähnliches, wie CUDA unterstützen...

    In letzter Zeit frage ich mich eh, ob dieser ganze Hype noch Sinn macht, denn die Applikationen werden in Relation zum Preis und der verbrannten Leistung nur noch marginal schneller...
    Okay, 25% hört sich schon viel an, aber ob jetzt das Mini-RAR-File mit 15MB in 3,6s oder halt nur noch 2,7s entpackt, macht IMHO kaum Unterschied... man kann halt dann schneller warten...
  • boeserody , 3. November 2008 09:23
    Die neuen Intel´s CPU´s scheinen wohl voll der Hammer zu sein. Aber wer so ein System möchte muß halt alles neu haben ( CPu,MB,RAM )und das wird nicht billig. Intel spielt seine ganze klasse aus und zeigt AMD wer der King im Ring ist. Aber die Entwicklung gefällt mir nicht. Zwar ist Leistung wichtig, aber es gibt auch noch andere Kriterien. Wie wäre es mit etwas weniger Rechenpower, und viel weniger Verbrauch ? Wenn AMD nicht bald kontert, erleben wir unser blaues PC Wunder.
  • Anonymous , 3. November 2008 09:50
    Seinerzeit hatte ich mir ein gigabyte x38 board zugelegt, in dem ein super billig dualcore werkelt, allerdings nun auf 3GHz bei 8GB RAM. Bis auf das Board war alles sehr günstig, so 60+200+220€. Bevor der neue Sockel bei mir startet ist locker Ende nächsten Jahres ein "alter" QuadCore Extreme drin, der dann hoffentlich für 200€+ zu bekommen ist.
    Also Nehalem darf noch warten und Vorraussicht ist die Mutter der Porzellankiste (oder so).
  • michael21 , 3. November 2008 09:53
    Sagt mal Jungs bin ich blind, blöd oder beides? Oder will THG den Leuten die sowas nur überfliegen einen Bären aufbinden? Der 1. Aprill ist schon längst vorbei!

    So nun um was es geht, zuerst les ich Core 7i 2,5mal so schnell die AMD's Spitzenmodell. Da dacht ich mir nur WoW, jetzt muss ich wirklich mehr lesen. Dann seh ich bei der kleinen Vergleichstabelle das der Core7i im Schnitt rund 62% schneller ist. Und im Text oben drüber steht 165. Was ging da wohl schief?

    Und die gleichen illusorischen 165% auch wieder im Fazit, also kein Schreibfehler.

    Also wie soll man das deuten, hier wäre eine Korrektur doch wohl sehr angebracht.

    Ansonsten guter Artikel der sich mit Vorherigen Previews und Spekulationen deckt, der Core7i ist ein super Server Prozessor und für Ambitionierte Designer, für Otto- Normal- Spieler aber uninteresant. Zu hoher Preis, in Spielen keine Mehrleistung (wenn man die Einstellungen hochdreht werden die sich alle kaum was nehmen [denn wer spielt in Low?]) und durch den Übertaktungsschutz und Modellpoker.

    MFG
  • Weltenspinner , 3. November 2008 09:56
    @michael21

    Ja hallo, geht es noch?!

    Irgendetwas musste THG Intel doch anbieten,
    um die i7 zu bekommen und behalten zu dürfen.
    Glaubst Intel verschenkt etwas für einen objektiven Test?
    Wo lebst du?! Habe etwas Nachsicht mit THG!
  • Anonymous , 3. November 2008 09:58
    tipfehler:
    crisys --> crysis

    außerdem hab auch grad die spiele bencharks bei CB gesehn. bei denen sieht das aber ganz anderster aus :? da ist der i7 grad ma etwas schneller als ein e7200 (also nur bei spielen so). und wie kommt ihr eigendlich bei crysis auf solch hohen fps ??? also bei einer 280 gtx würd ich da so ca 30-40 fpps tippen, mit einer QX9770 und bei euch steht da 150 O.o würd mich ma interessieren was für einstellungen ihr habt....
  • highdelbeere , 3. November 2008 10:07
    Klingt geil das Teil. Der Core i7 scheint ja wirklich ein interessanter Prozessor zu sein. Wir können nur hoffen, dass die Mainboard-Chipsätze bald billiger werden, denn sonst ist das Ding nur für den High-End-Bereich interessant. Was mich stört, ist weniger die mangelnde Übertaktungs-Möglichkeit, sondern dass das Ding überhaupt soviel Strom braucht. Ich finds nicht gerade gut, wenn man schon für einen Büro-Rechner ein 350- oder gar 400-Watt-Netzteil braucht. Es gab mal Zeiten, wo ein Büro-Rechner mit max. 250 Watt auskam. Von Öko ist bei der Architektur ja wirklich keine Spor.
  • Anonymous , 3. November 2008 10:30
    @Beere: Ähh.. genau.. und der Nehalem ist exakt die richtige CPU für nen Office-Rechner... weil Word ja auch 4 Kerne braucht...
    @Bäm: [ ] Lesen lernen. Es steht da doch. Sie haben absichtlich auf "low" getestet, damit man ne richtig schönen Unterschied zwischen den CPUs sieht. Hätten sie alles hochgesetzt, wär es viel stärker auf die GPU angekommen und der Unterschied wäre so gering gewesen, dass man danach nicht mehr rumtröten kann, dass der Nehalem ja sooo viel schneller sei.

    Sowieso frage ich mich nach Lesen des kompletten "Tests" (aka: bezahlte Werbung + Rechtschreibfehler en masse) wie THG auf sein Fazit kommt und wie man das bitte so undifferenziert stehenlassen kann. Wie ein Vorredner bereits sagte, profitiert man mit dieser CPU nur in ganz gewissen Bereichen - und das sind Programme, die unter Garantie vielleicht auf 5%-10% aller Heimandwenderrechner laufen: Videobearbeitung, Serverprogramme u.ä.
    Crysis auf einem 2000€aufwärts-System mit einer GTX280 und einem Prozessor für 1000€ auf "low" zu testen fasse ich als blanken Hohn auf.
    Sorry, aber wer dermaßen viel Geld für Hardware ausgibt, wird das garantiert nicht so einstellen. Es sei denn natürlich, man hat da gewisse Vorgaben zu erfüllen - wenn Ihr versteht, was ich meine...
  • chst , 3. November 2008 10:57
    2,6-mal (164%)
  • Anonymous , 3. November 2008 11:32
    Noch einer der nicht lesen kann
  • Anonymous , 3. November 2008 11:44
    Nun sieht man mal wieder die üblichen Marktmechanismen in Aktion. Während Intel sich bei der Core2-Serie sich noch genötigt sah Boden gegenüber AMD gutzumachen, die ja traditionell etwas overclocking-freundlicher und damit auch "freak"-freundlicher waren, so kann man aus dem Performance-Abstand zu den aktuellen AMD-CPU's nun wieder eine rigidere sprich gewinnoptimierende Overclocking-Policy ableiten und führ dies natürlich auch prompt ein. Also ich würde mir im Leben nie eine von diesen Extreme-CPU's deren Preis/MFloP einfach eine Unverschämtheit ist
  • Anonymous , 3. November 2008 11:47
    Alle regen sich über Unstimmigkeiten in der Berichterstattung auf.
    Das ist mir wurst...viel schlimmer finde ich das INTEL jetzt anfängt den User zu gängeln weil sie die angestrebte Monopolstellung fast inne haben.
    Das Ding kommt mir nicht ins Haus! Overclocker begrenzer..spinnen die jetzt völlig?
    Bleibt zu hoffen das AMD überlebt und bald aufschließen bzw überholen kann. Sonst wird es Düster in zukunft sowohl Preistechnisch als auch bei Zwangsreglementierungen die Intel sich noch einfallen läßt um ihren Profit zu maximieren!
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