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Intel erweitert seine Core-Produktfamilie

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 19 kommentare

Intel hat die künftigen Produktbezeichnungen für seine CPUs bekannt gegeben. Zu den bereits erhältlichen Core-i7-Prozessoren gesellen sich nun auch Core-i5- und Core-i3-Modelle.

Seine Desktop- wie auch Mobil-CPUs benennt Intel um. Der Sockel 1366 bleibt den Core-i7-Prozessoren vorbehalten – wie auch Core i7 für die Topmodelle des Herstellers steht. Trägt ein Prozessor eine Core-i7-Bezeichnung, dann bietet er immer vier Kerne, 8 Threads und Intels Turbo-Modus. Ein künftiger Core-i5-Prozessor kann vier Kerne haben oder auch nur zwei sowie 4 Threads samt Turbo-Feature. Für Core-i3-Modelle gilt: Zwei oder vier Kerne, 4 Threads, jedoch kein Turbo-Modus.

Hinter dem Core-i5-/Core-i7-Branding stecken die Desktop-CPUs der kommenden »Lynnfield«-Baureihe. Auch die Mobil-CPUs der »Clarksfield«-Baureihe erhalten Core-i7-Produktbezeichnungen. Die »Arrandale«-Modelle in 32-Nanometer-Fertigung finden sich auf dem Markt zunächst als Core-i3-, später auch als Core-i5- und Core-i7-Modelle. Das Desktop-Pendant, die »Clarkdale«-Baureihe, ebenfalls in 32-Nanometer-Bauweise, kommt nur als als Core-i3- und als Core-i5-CPUs in den Handel. Damit macht Intel in Sachen Branding keinen Unterschied mehr zwischen Mobil- und Desktop-CPU. Entscheidend sind allein die Features der Prozessoren. Hierfür hat der Hersteller bereits Anfang April sein Rating-System vorgestellt (siehe »Intel klassifiziert seine CPUs neu«), allerdings fehlen dort die Core-i3- und Core-i5-Modelle noch.

Die Markenbezeichnung »Centrino« wird sich bei Desktop-PCs ab nächstem Jahr nicht mehr finden. Intel will Centrino für Wi-Fi- und Wimax-Produkte einsetzen. Auch die Typisierungen »Core 2 Duo« und »Core 2 Quad« dürften ihrem Ende entgegensehen. Die Marken Celeron und Pentium wird es aber weiterhin geben: Erstere steht für preisgünstige Rechner, Pentium hingegen für Einsteiger-PCs.

Ob das neue Branding – Intel bezeichnet die Umbenennung lediglich als »Modifizierungen« – Intels bisherige Produktstruktur tatsächlich aufdröseln kann, bleibt noch abzuwarten. Laut Bill Calder, dem Corporate Communications Manager bei Intel, war die bisherige Struktur mit den vielen Marken-, Produkt- und Plattformbezeichnungen zu verwirrend. »Wir konzentrieren unsere Strategie auf die Intel-Core-Marke«, so Calder, »aktuell gibt es viele Abwandlungen davon, etwa Core 2 Duo oder Core 2 Quad. Sie werden mit der Zeit verschwinden und durch die eine übersichtliche Familie von Core-Prozessoren ersetzt«. Nach Angaben von Intels Corporate-Marketing-Vizepräsidentin, Deborah Conrad, werden in der zweiten Jahreshälfte 2009 erste Core-i5-CPUs sowie weitere Core-i7-Modelle auf den Markt kommen. Die Core-i3-CPUs kommen erst Anfang 2010.

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