Fazit: Highend-Speicher unnötig
Unser Fazit fällt hart aber eindeutig aus: Wer den Arbeitsspeicher mit dem von Intel spezifizierten Standardtakt (DDR2-800 und DDR3-1333) betreiben möchte, kann sich das Geld für teuren Highend-Speicher sparen. Egal ob man zu DDR2 oder DDR3 greift, eine spürbare Mehrperformance ist in beiden Fällen nicht zu erzielen. Ein Aufpreis für eine geringere Latenzzeit ist in der System-Geschwindigkeit ebenfalls nicht festzustellen. Das gesparte Geld sollte eher in ein besseres Prozessor-Modell investiert werden, was sich in der Systemgeschwindigkeit gegenüber einem Speichertuning merklich widerspiegelt.
Unsere Erfahrung zeigt, dass sich der Performanceanteil von schnellen Arbeitsspeicher nicht nur bei Core 2-Prozessoren mit 4 MB großem L2-Cache sondern auch bei den 2-MB-Varianten wenig verändert. Bei den niedrig getakteten Prozessoren mit einem 1 MB großen L2-Cache lohnt sich die Anschaffung von Highend-Speicher schon eher, jedoch stehen die Kosten für die Module in keinem sinnvollen Verhältnis zum Prozessor: Der Speicher kostet dann das x-Fache des Prozessor.
Der Kauf von High-End-DDR3-Modulen lohnt sich erst ab einem Takt von 1700 MHz und der Core 2-Prozessor kann im Durchschnitt um bis zu 5% beschleunigt werden. Da es jedoch nur möglich ist Speichermodule ohne Übertaktung bis maximal DDR3-1333 betreiben zu können, gibt es keine Garantie für eine Funktion der Highend-Module. Klar garantiert der Speicherhersteller, dass seine Module auf den hohen Takt stabil arbeiten, doch muss das Board oder die CPU dies nicht in jedem Fall unterstützen. Es bleibt ein Kauf mit Funktionsrisiko für 10 % mehr Leistung. Intel bietet im kommenden X48-Chipsatz nur eine maximale DDR3-1333-Unterstützung an. DDR3-1600 ist nur mit einer Overclocking-Funktion (XMP) möglich und Intel gibt dabei eine Spannungserhöhung auf 1,8 Volt an. Man hat das Gefühl, dass die DDR3-Technologie für Intel zu langsam voranschreitet.
In Anbetracht der aktuellen Preise für High-End-DDR3-Module lohnt es sich der Kauf nicht. Für den gleichen Preis kann der Prozessor um zwei Modellstufen größer gewählt werden – man erhält hier einen deutlich höheren Performancegewinn. Keine Frage: Wer einen High-End-Rechner haben möchte und für wen Geld fast keine Rolle spielt, sollte zu DDR3-Speicher greifen. Der DDR3-Speicher bringt einen Vorteil mit sich: Mit den Standard DDR3-1333 Modulen lassen sich - da kleine Teiler im Bios auswählbar sind – alle aktuellen Prozessoren übertakten.
Um die verschiedenen Prozessor-Modelle von 1066 MHz (200 MHz) bis 1333 MHz (333 MHz) mit DDR2 übertakten zu können, ist in einigen Fällen schneller DDR2-1066 Speicher notwendig. Hier sollte die günstigste Variante gekauft werden oder – wenn nötige die Erfahrung vorhanden ist – der Speicher ebenfalls übertaktet werden. Aufgrund der hohen Kosten lohnt sich DDR3-Speicher zum Übertakten definitiv nicht.
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"Weniger erstaunlich ist die niedrige Akzeptanz des neuen DDR3-Speichers im Markt."
Wen wunderts bei den horrenden Preisen für DDR3 ???
Hi,
die Preisen die für so genannte "High-End" Module bezahlt werden kann ich nicht nachvollziehen.
Ich habe erst vor kurzem das Upgrade von 2 GB auf 8 GB Arbeitsspeicher gemacht. (Ich habe die 64 BIT Vista Ultimate Version). Das ist mal richtig gefühlte schnellere Geschwindigkeit.
Wenn ich Spielen will, dann möchte ich nicht erst alle Applikationen schließen (Browser, Messenger, etc.) und gerade dann tritt der Knackpunkt ein, der Speicher wird bei Spielen wie Crysis knapp und es "ruckelt".
Mein Fazit, lieber mehr und langsamer als wenig und schnell.
Gruß
wie soll man bei den games einen unterschied zwischen den einstellungen sehen, wenn selbst die cpu selber kaum einen einfluss auf die fps hat?
letzten mal Gespräch gehabt mit Vertriebs Manager von Corsair er meinte das man kein gewaltigen leistungs schub erwarten kann von DDR3 Technick
es gibt da von GEIL eine speicherreihe bei der die module einen takt von 800MHz haben und latenzen von 3-3-3-8 (weit weg vom jedec standart), der selbe speicher wird auch mit 1066MHz und 4-4-4-12 verkauft
diese latenzen bei diesen taktraten wecken jedesmal aufs neue mein interesse
DDR2 800MHz cl5 gegen cl3
das wurde mich mal interessieren, diese speicher werden am haeufigsten gekauft und da wuerde es mich interessieren wie sehr sich gerade da die lantenz auf die gesamtleistung auswirkt
nafangs erwähnt ihr ddr2 1200, doch im test keine spur davon, was soll das?
ddr3 1700 testen aber auf ddr2 1200 verzichten? man man man
so so
kaum merkbare unterschiede
bei nem intel
aber wie sieht das ganze mit nem AMD aus
X2 6000+ oder sowas
oder gleich nen Phenom
das würde mal interessieren, da es doch heist, dass amd-systeme viel mehr von schnellem speicher profitieren.
Wie willst den jetzt DDR3 mit nem AMD testen? Geht (noch) nicht.
Von daher macht es auch wenig Sinn das an nem AMD auszutesten. Wenn ich für die CPU unter 100 € hinlege, dann bezahle ich nicht mehr für den Speicher. Im Moment macht so ein Test nur bei Intel Sinn.
Weiterhin ist ein AMD im Moment einfach nur etwas für einen sehr preiswerten Rechner. Da verbaut man dann eher keine Highendmodule. Da wird der AMD den Intel nicht einholen mit.
Ich finde das ist ein guter ausführlicher Artikel. Schon immer meine Meinung gewesen. Besser JEDEC konformen Speicher. Das tut es.
Früher war es anders. Bei nem Athlon XP oder P4 auf nem So478 konnte man durchaus einen Multiplikator durch schnelleren Speicher rausholen. Sprich mit schnellem CL2 Speicher war eine 3 GHZ CPU genauso fix wie eine mit 3,2 GHZ und CL3 Speicher. Da hat das Sinn gemacht. Heute kaum. Die HighEndModule laufen zudem nicht in jedem Board. Chaos vorprogrammiert. Es lohnt sich nicht, tut es euch nicht an.
war ja klar dass da wieder so eine antwort zu kommt -_-
dann macht man das halt nur mit ddr2
da gibs auch riesige preisunterschiede!
aber heute regieren ja die fanboys...
Bei einem Cache von 4MB (oder gar 6MB auf den neuen 45nm Dual-Cores) im Prozessor war dieses Ergebnis doch zu erwarten. OK, ich gebe zu, mit derartig geringen Unterschieden zw. 2,5x so schnellem Speicher in den Anwendungen hätte ich auch nicht gerechnet.
Die Frage, die sich bei Intels Core2-Technologie noch stellt ist: Wie abhängig sind Prozessoren mit 1MB (E2140) oder 512k (Celeron E1200) vom Hauptspeicher?
Man sollte mal Core2-Prozessoren mit 512k, 1MB und 4MB Cache bei gleicher Taktfrequenz gegeneinander antreten lassen...
@tkoerbs: Eine sinnigere Testung wünsche ich mir hier auch. Die Diagramme sind dermaßen nichtssagend, eigentlich nicht zu gebrauchen, da hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Auch hätte man doch mal den Cache ganz ausschalten können, da sieht man erstmal was dieser überhaupt an Leistung bringt bzw. an Zugriffen abfängt. Ich find überhaupt kein Konzept bei dem Schriebs, seitenweise sinnlose Benchmarks die am Ende doch alle dasselbe aussagen. Wahrscheinlich langweilen sich die Redakteure und müssen irgendwie die Zeit bis Weihnachten totschlagen. Da schalt ich doch glatt den Adblocker ein, von mir gibts kein Geld für solchen Schund.
Etwas sehr spät kommt der "Test" ausserdem, die C2D's sind ja nun schon ewig auf dem Markt, da hat es sich rumgesprochen dass sich mit 1000% teurerem Speicher nur 1..3% "mehr" Leistung herausholen läßt.
Irgendwie verstehe ich nicht, warum die Tests von der Praxis abweichen sollen, Cache abschalten, warum?, nur um Unterschiede zu sehen, die es mit Cache eh nicht gibt. Manchmal ist es halt so simpel, ein Test kann nicht immer die Weltverschwörung aufdecken. Die Ergebnisse sind nicht für jeden überraschend, aber jetzt durch Tests belegt.
@ickemir vergess den GEIL RAM aber ansonsten stimm ich dir zu. dieser Test sagt nix aus außer das was eh schon alle wissen "Höhere Tackraten beim RAM + Intel CPU = kaum Performancegewinn" aber "niedrigere Timings beim RAM + Intel CPU = mittelmäßiger bis großer Performancegewinn" was mir als nächsten Test mal gefallen würde wären die Patriot PDC22G8500ELK auf DDRII 800 mit ner auf FSB 400 oder 333 getackteten CPU und dann von den niedrigsten Timings 3-3-3-7-17(es gibt ja nicht nur die CL) bis zu den höchsten timings 5-5-5-12-32. Das bei den Timings jede Änderung sich in messbaren ergebnissen Zeigt könnt ihr bei Interesse hier sehen. http://img.photobucket.com/albums/ [...] 3-8-19.jpg
http://img.photobucket.com/albums/ [...] 3-7-18.jpg
Lieber 3D-Mann,
ersteinmal mein Beileid zu den Anfeindungen die Sie hier ertragen müssen. Dazu möchte ich noch erwähnen, dass ich es unter aller Sau finde einem Redakteur/Journalisten unbedacht mangelnde Integrität vorzuwerfen. Das ist ein schwerwiegender persönlicher Angriff der auf alle wirtschaftlichen und sozialen Aspekte des betreffenden zielt. Dessen sollte man sich bewusst sein.
Jedoch hätte ich in diesem Test auch gerne die aktuellen AMD-Plattformen gesehen. Nicht jeder kauft neu, mancher wird vor der Entscheidung stehen auf einem AM2 System 2 512MB Riegel mit 2x 1024 zu ersetzen. Da stellt sich durchaus die Frage ob die dann mit CL5 von Quimonda oder mit CL4 von OCZ kommen (aktuell 17€ Preisunterschied).
Sicherlich gibt es auch Anwender die auf Grund eines defektes neuen RAM kaufen müssen. Was ich damit sagen will, es gibt alle möglichen vorstellbaren Gründe für ein altes System neuen Ram zu kaufen. Oder vielleicht eben doch ein AMD Quad zu kaufen, mal sehen wohin sich bis zur Cebit die Preise entwickeln. In Sachen Preis/Leistungsverhältnis kann da noch viel passieren.
Wir haben uns auf Intel-Systeme fokussiert, da diese zur Zeit gerade besonders gefragt sind. Zudem ist hier ganz besonders die Frage "Was bringt schneller Speicher?" verbreitet. Wer vom Pentium 4 oder von AMD umsteigt, kann hier einige Überraschungen erleben.

Sicher ist es auch denkbar, dieses Tests auf der AMD-Plattform durchzuführen, aber es ist auch alles eine Zeitfrage - der bestehende Artikel war umfangreich genug.
Und wer weiß, was das neue Jahr bringt, es war ja nicht unser letzter Artikel
"Anfeindungen ertragen muss?"
NA hört mal, wollt Ihr jetzt auch noch Mitleid für das was Ihr abliefert?
Weshalb testet ihr 1700 mhz ddr3 speicher und ddr2 1200 lasst ihr außen vor, wo man doch sehen konnte, dass ddr2 1066 meistens nur knapp hinter ddr1700 war. womöglich ist ddr2 1200 nur knapp dahinter. tja wir werden es nicht wissen, weil ihr es nicht getestet habt.
Wo wird schnelles RAM benötigt? Na wo wohl, Bei Onboardlösungen. Ihr habt euch auf Intel spezialisiert? Wo denn? Ist der G33/G35 kein Intel? Wo wenn nicht bei Onboardgrafiklösungen kommt es sehr darauf an, dass der speicher so schnell wie möglich ist.
Aber im Test keine Spur davon.
Kommt mir nicht mit zu viel geld, zu wenig Zeit, dann lasst irgend einen anderen nutzlosen Test weg.
Mir wäre es lieber ihr würdet einen Artikel kompetent erstellen als mehrere dilettantisch
XETH, warum suchst du dir nicht einfach woanders gute Tests?
@Xeth: Sicher mag das stimmen, aber wer einen Officerechner mit G33 hat, gehört sicher nicht zur Zielgruppe von Highendspeicher.
Ich habe G35
nun da ein G35 nur ein P35 mit onboardgrafik ist (mit ICH8) könnte man auch behaupten, dass Käufer von p35 platinen ebenfalls keinen highend speicher kaufen, die beiden boards kosten nämlich beide um die 130 €
und da gibt es wahrlich günstigere office mainboards ;-)
niemand behauptet dass das p35 ein highend mb ist, aber es würde auch niemand behaupten, dass es nicht gamen wäre.
jedenfalls fühlen sich meine 8800ts 512, 3 ghz quadcore und 4 gb ram darin sehr wohl ;-)
ich sehe nicht ein 100 € mehr auszugeben nur damit ich SLI und einen 2. lan port haben kann.