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Speichertest: Billig-Module oder Highend-Riegel?

Speichertest: Billig-Module oder Highend-Riegel?
Von , Daniel Schuhmann

Der selbst zusammengestellte und aufgebaute Rechner steht nach wie vor bei unseren Lesern hoch im Kurs. Doch bei der Konfiguration des Systems steht zuerst einmal die Frage nach den am besten geeigneten Komponenten an. Zum Thema Prozessor und Motherboard haben wir zahlreiche Artikel in den vergangenen Wochen präsentiert. Doch heute beschäftigt uns allein die Wahl des Arbeitsspeichers. Um gleich auf den Punkt zu kommen: Ist der Kauf des billigsten DDR-Speichers die beste Wahl oder greift man lieber zu sündteurem Highend-Speicher, der vielleicht noch zusätzliche Leistung im Zusammenspiel mit Übertaktung bringt?

Preislich gesehen gibt es eine immense Bandbreite bei Modulen, die bei knapp über 30 Euro beginnt und jenseits der 300 Euro endet. Ausgehend von 2 GB DDR2-Speicher können zwischen 32 Euro und 120 Euro angelegt werden. Dagegen ist DDR3-Speicher derselben Größe mindestens 6-mal so teuer: Die günstigsten Module gehen für 190 Euro und die teuersten für 345 Euro über den Ladentisch. Aus diesem Anlass luden wir die Hersteller zum Labortest ein.

Vor dem Test stellten wir uns die Fragen: Fällt die Entscheidung auf DDR2 oder DDR3? Schließlich ist DDR2 so günstig wie nie, jedoch bietet DDR3 sehr hohe Taktraten mit in der Praxis über 30% höherer Bandbreite. Mittlerweile gibt es schon über 23 Platinen, welche DDR3-Unterstützung bieten. Für Enthusiasten zählt: Der Speicher muss genügend hohe Taktraten liefern, um die Prozessoren über den Front-Side-Bus übertakten zu können. Dazu haben wir ausführliche Tabellen für alle Core 2-CPUs von Intel erstellt.

Unser Test ergab, dass sich die guten alten Overclocking-Zeiten des Intel Pentium 4/D zur heutigen Core 2-Technologie deutlich geändert haben. Weniger erstaunlich ist die niedrige Akzeptanz des neuen DDR3-Speichers im Markt. Intel bringt in immer kürzeren Zeitabständen neue Chipsätze auf den Markt, um neue Technologien voranzutreiben. Der Energieverbrauch der Chipsätze und die Speicherdurchsatzraten steigen an. Doch die Sucht nach immer kürzeren Latenzzeiten der Speichermodule scheint bei den Hardcore-Overclockern ungebremst zu sein. Teilweise werden Highend-Module nur in Hunderter-Stückzahlen für diese Zielgruppe aus der Produktion ausgelesen, sogar per Hand auf realen Motherboards für Dual-Channel-Kits getestet und für immens hohe Preise verkauft. Wie viel Performance kann hier gewonnen werden?

Der Gedanke ist naheliegend, dass sich der große Performanceunterschied zwischen DDR2- und DDR3-Speicher gewaltig auf den Intel Core 2-Prozessor auswirkt. Doch welche Rolle spielt die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers wirklich? Wir haben die Geschwindigkeitsauswirkungen von DDR2- und DDR3-Speicher – von günstigen und teuren Versionen – auf einem Core 2 Duo E6850 Prozessor getestet. Wir schauen uns ebenfalls an, welche Auswirkung eine niedrigere Latenzzeit hat.

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Alle 23 Kommentare anzeigen.
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  • Odins_Son , 19. Dezember 2007 16:51
    "Weniger erstaunlich ist die niedrige Akzeptanz des neuen DDR3-Speichers im Markt."

    Wen wunderts bei den horrenden Preisen für DDR3 ???
  • NeoMagic , 19. Dezember 2007 16:53
    Hi,

    die Preisen die für so genannte "High-End" Module bezahlt werden kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich habe erst vor kurzem das Upgrade von 2 GB auf 8 GB Arbeitsspeicher gemacht. (Ich habe die 64 BIT Vista Ultimate Version). Das ist mal richtig gefühlte schnellere Geschwindigkeit.

    Wenn ich Spielen will, dann möchte ich nicht erst alle Applikationen schließen (Browser, Messenger, etc.) und gerade dann tritt der Knackpunkt ein, der Speicher wird bei Spielen wie Crysis knapp und es "ruckelt".

    Mein Fazit, lieber mehr und langsamer als wenig und schnell.

    Gruß
  • bensen , 19. Dezember 2007 17:32
    wie soll man bei den games einen unterschied zwischen den einstellungen sehen, wenn selbst die cpu selber kaum einen einfluss auf die fps hat?
  • Crunky , 19. Dezember 2007 17:40
    letzten mal Gespräch gehabt mit Vertriebs Manager von Corsair er meinte das man kein gewaltigen leistungs schub erwarten kann von DDR3 Technick :) 

  • ickemir , 19. Dezember 2007 20:10
    es gibt da von GEIL eine speicherreihe bei der die module einen takt von 800MHz haben und latenzen von 3-3-3-8 (weit weg vom jedec standart), der selbe speicher wird auch mit 1066MHz und 4-4-4-12 verkauft

    diese latenzen bei diesen taktraten wecken jedesmal aufs neue mein interesse

    DDR2 800MHz cl5 gegen cl3

    das wurde mich mal interessieren, diese speicher werden am haeufigsten gekauft und da wuerde es mich interessieren wie sehr sich gerade da die lantenz auf die gesamtleistung auswirkt
  • XETH , 19. Dezember 2007 20:42
    nafangs erwähnt ihr ddr2 1200, doch im test keine spur davon, was soll das?

    ddr3 1700 testen aber auf ddr2 1200 verzichten? man man man
  • rohbie00 , 19. Dezember 2007 21:22
    so so
    kaum merkbare unterschiede
    bei nem intel
    aber wie sieht das ganze mit nem AMD aus
    X2 6000+ oder sowas
    oder gleich nen Phenom
    das würde mal interessieren, da es doch heist, dass amd-systeme viel mehr von schnellem speicher profitieren.
  • MeinerEiner , 19. Dezember 2007 22:49
    Wie willst den jetzt DDR3 mit nem AMD testen? Geht (noch) nicht.

    Weiterhin ist ein AMD im Moment einfach nur etwas für einen sehr preiswerten Rechner. Da verbaut man dann eher keine Highendmodule. Da wird der AMD den Intel nicht einholen mit. ;)  Von daher macht es auch wenig Sinn das an nem AMD auszutesten. Wenn ich für die CPU unter 100 € hinlege, dann bezahle ich nicht mehr für den Speicher. Im Moment macht so ein Test nur bei Intel Sinn.

    Ich finde das ist ein guter ausführlicher Artikel. Schon immer meine Meinung gewesen. Besser JEDEC konformen Speicher. Das tut es.

    Früher war es anders. Bei nem Athlon XP oder P4 auf nem So478 konnte man durchaus einen Multiplikator durch schnelleren Speicher rausholen. Sprich mit schnellem CL2 Speicher war eine 3 GHZ CPU genauso fix wie eine mit 3,2 GHZ und CL3 Speicher. Da hat das Sinn gemacht. Heute kaum. Die HighEndModule laufen zudem nicht in jedem Board. Chaos vorprogrammiert. Es lohnt sich nicht, tut es euch nicht an.
  • rohbie00 , 19. Dezember 2007 23:46
    war ja klar dass da wieder so eine antwort zu kommt -_-

    dann macht man das halt nur mit ddr2
    da gibs auch riesige preisunterschiede!

    aber heute regieren ja die fanboys...
  • tkoerbs , 20. Dezember 2007 11:58
    Bei einem Cache von 4MB (oder gar 6MB auf den neuen 45nm Dual-Cores) im Prozessor war dieses Ergebnis doch zu erwarten. OK, ich gebe zu, mit derartig geringen Unterschieden zw. 2,5x so schnellem Speicher in den Anwendungen hätte ich auch nicht gerechnet.
    Die Frage, die sich bei Intels Core2-Technologie noch stellt ist: Wie abhängig sind Prozessoren mit 1MB (E2140) oder 512k (Celeron E1200) vom Hauptspeicher?
    Man sollte mal Core2-Prozessoren mit 512k, 1MB und 4MB Cache bei gleicher Taktfrequenz gegeneinander antreten lassen...
  • Mechwarrior , 20. Dezember 2007 12:56
    @tkoerbs: Eine sinnigere Testung wünsche ich mir hier auch. Die Diagramme sind dermaßen nichtssagend, eigentlich nicht zu gebrauchen, da hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Auch hätte man doch mal den Cache ganz ausschalten können, da sieht man erstmal was dieser überhaupt an Leistung bringt bzw. an Zugriffen abfängt. Ich find überhaupt kein Konzept bei dem Schriebs, seitenweise sinnlose Benchmarks die am Ende doch alle dasselbe aussagen. Wahrscheinlich langweilen sich die Redakteure und müssen irgendwie die Zeit bis Weihnachten totschlagen. Da schalt ich doch glatt den Adblocker ein, von mir gibts kein Geld für solchen Schund.
    Etwas sehr spät kommt der "Test" ausserdem, die C2D's sind ja nun schon ewig auf dem Markt, da hat es sich rumgesprochen dass sich mit 1000% teurerem Speicher nur 1..3% "mehr" Leistung herausholen läßt.
  • 3D Mann , 20. Dezember 2007 16:25
    Irgendwie verstehe ich nicht, warum die Tests von der Praxis abweichen sollen, Cache abschalten, warum?, nur um Unterschiede zu sehen, die es mit Cache eh nicht gibt. Manchmal ist es halt so simpel, ein Test kann nicht immer die Weltverschwörung aufdecken. Die Ergebnisse sind nicht für jeden überraschend, aber jetzt durch Tests belegt.
  • m4tr1z , 20. Dezember 2007 16:27
    @ickemir vergess den GEIL RAM aber ansonsten stimm ich dir zu. dieser Test sagt nix aus außer das was eh schon alle wissen "Höhere Tackraten beim RAM + Intel CPU = kaum Performancegewinn" aber "niedrigere Timings beim RAM + Intel CPU = mittelmäßiger bis großer Performancegewinn" was mir als nächsten Test mal gefallen würde wären die Patriot PDC22G8500ELK auf DDRII 800 mit ner auf FSB 400 oder 333 getackteten CPU und dann von den niedrigsten Timings 3-3-3-7-17(es gibt ja nicht nur die CL) bis zu den höchsten timings 5-5-5-12-32. Das bei den Timings jede Änderung sich in messbaren ergebnissen Zeigt könnt ihr bei Interesse hier sehen. http://img.photobucket.com/albums/v414/matriz/SuperPI-3-4-3-8-19.jpg
    http://img.photobucket.com/albums/v414/matriz/SuperPI-3-3-3-7-18.jpg
  • DonQuichote , 20. Dezember 2007 20:51
    Lieber 3D-Mann,
    ersteinmal mein Beileid zu den Anfeindungen die Sie hier ertragen müssen. Dazu möchte ich noch erwähnen, dass ich es unter aller Sau finde einem Redakteur/Journalisten unbedacht mangelnde Integrität vorzuwerfen. Das ist ein schwerwiegender persönlicher Angriff der auf alle wirtschaftlichen und sozialen Aspekte des betreffenden zielt. Dessen sollte man sich bewusst sein.

    Jedoch hätte ich in diesem Test auch gerne die aktuellen AMD-Plattformen gesehen. Nicht jeder kauft neu, mancher wird vor der Entscheidung stehen auf einem AM2 System 2 512MB Riegel mit 2x 1024 zu ersetzen. Da stellt sich durchaus die Frage ob die dann mit CL5 von Quimonda oder mit CL4 von OCZ kommen (aktuell 17€ Preisunterschied).
    Sicherlich gibt es auch Anwender die auf Grund eines defektes neuen RAM kaufen müssen. Was ich damit sagen will, es gibt alle möglichen vorstellbaren Gründe für ein altes System neuen Ram zu kaufen. Oder vielleicht eben doch ein AMD Quad zu kaufen, mal sehen wohin sich bis zur Cebit die Preise entwickeln. In Sachen Preis/Leistungsverhältnis kann da noch viel passieren.
  • Daniel , 20. Dezember 2007 21:46
    Wir haben uns auf Intel-Systeme fokussiert, da diese zur Zeit gerade besonders gefragt sind. Zudem ist hier ganz besonders die Frage "Was bringt schneller Speicher?" verbreitet. Wer vom Pentium 4 oder von AMD umsteigt, kann hier einige Überraschungen erleben.

    Sicher ist es auch denkbar, dieses Tests auf der AMD-Plattform durchzuführen, aber es ist auch alles eine Zeitfrage - der bestehende Artikel war umfangreich genug.

    Und wer weiß, was das neue Jahr bringt, es war ja nicht unser letzter Artikel ;) 
  • XETH , 21. Dezember 2007 10:42
    "Anfeindungen ertragen muss?"

    NA hört mal, wollt Ihr jetzt auch noch Mitleid für das was Ihr abliefert?

    Weshalb testet ihr 1700 mhz ddr3 speicher und ddr2 1200 lasst ihr außen vor, wo man doch sehen konnte, dass ddr2 1066 meistens nur knapp hinter ddr1700 war. womöglich ist ddr2 1200 nur knapp dahinter. tja wir werden es nicht wissen, weil ihr es nicht getestet habt.

    Wo wird schnelles RAM benötigt? Na wo wohl, Bei Onboardlösungen. Ihr habt euch auf Intel spezialisiert? Wo denn? Ist der G33/G35 kein Intel? Wo wenn nicht bei Onboardgrafiklösungen kommt es sehr darauf an, dass der speicher so schnell wie möglich ist.
    Aber im Test keine Spur davon.
    Kommt mir nicht mit zu viel geld, zu wenig Zeit, dann lasst irgend einen anderen nutzlosen Test weg.

    Mir wäre es lieber ihr würdet einen Artikel kompetent erstellen als mehrere dilettantisch
  • M-i-p-e , 22. Dezember 2007 00:54
    XETH, warum suchst du dir nicht einfach woanders gute Tests?

  • Daniel , 22. Dezember 2007 13:34
    @Xeth: Sicher mag das stimmen, aber wer einen Officerechner mit G33 hat, gehört sicher nicht zur Zielgruppe von Highendspeicher.
  • XETH , 22. Dezember 2007 14:46
    Ich habe G35

    nun da ein G35 nur ein P35 mit onboardgrafik ist (mit ICH8) könnte man auch behaupten, dass Käufer von p35 platinen ebenfalls keinen highend speicher kaufen, die beiden boards kosten nämlich beide um die 130 €
    und da gibt es wahrlich günstigere office mainboards ;-)

    niemand behauptet dass das p35 ein highend mb ist, aber es würde auch niemand behaupten, dass es nicht gamen wäre.
    jedenfalls fühlen sich meine 8800ts 512, 3 ghz quadcore und 4 gb ram darin sehr wohl ;-)
    ich sehe nicht ein 100 € mehr auszugeben nur damit ich SLI und einen 2. lan port haben kann.
  • Dings , 22. Dezember 2007 15:36
    Für die die es immer noch nicht gemerkt haben: der Test sagt aus dass in der PRAXIS der "Leistungsgewinn" durch sündhaft teure Xtreme-Übertäkting-Special-Edition-Luxury-Riegel bei ZEHN Prozent liegt. Das merkt niemand in der Realität im Spiel, höchstens wenn man tatsächlich mal ein Video rendert das 2 Stunden braucht und dann sage und schreibe eine Viertelstunde früher fertig ist. Für alle anderen die nur spielen oder ab und an mal ein Office-Programm bedienen lohnt es sich ÜBERHAUPT nicht. Also auch keine Streiterein ob man nicht den 2B-Spezial in der Lüdenscheid-Edition hätte testen müssen.

    Die Quintessenz heisst, dass man sein Geld in eine 90%-Lösung steckt die nur die Hälfte der 100.05%-Variante kostet, und dafür jedes Jahr einmal auf die nächste 90%-Lösung rüstet. Kostet das gleiche Geld und bringt jedes Jahr mehr Leistung, den Unterschied zur "Spitze" merkt im Alltag aber niemand.
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