Fazit
Wir haben verschiedene Speichergeschwindigkeiten für den LGA1156-Prozessor Core i7-870 getestet und uns für DDR-800, -1066, -1333 und -1600 mit schnellen sowie entspannten Timings entschieden. Obwohl die Unterschiede normalerweise recht gering sind, gibt es ein paar Anwendungen, die von schnellem Speicher eindeutig profitieren. Das überrascht nicht, da wir bereits ähnliche Vergleiche auf den meisten anderen bekannten Plattformen durchgeführt haben:
DDR3 Memory Scaling: Intel’s Core 2 Quad Examined
Core i7 Memory Scaling: From DDR3-800 to DDR3-1600
DDR3 Memory Scaling on AMD’s Phenom II X4
Wir haben in allen Sythetik- und Basis-Benchmarks deutliche Performance-Unterschiede festgestellt. Durch eine höhere Speichertaktung nimmt die Speicherbandbreite deutlich zu. Zudem helfen strammere Timings durch die Verringerung von Latenzen bei der Verbesserung der Performance. Allerdings kommt lediglich ein Bruchteil dieser Vorteile auch wirklich bei den Anwendungen an. Der Performance-Schub des schnellsten verfügbaren Speichers dürfte also geringer sein als der einer höheren Prozessorgeschwindigkeit.
Es gibt allerdings noch Anwendungen, die in Sachen Speicher-Performance empfindlicher auf Unterschiede reagieren als andere. Einige 3D-Spiele, wie zum Beispiel Left 4 Dead, zeigen einen merklichen Performance-Schub. Speicherintensive Anwendungen wie Adobe Premiere Pro CS4 und WinRAR laufen ebenfalls schneller. Allerdings weist die Mehrzahl unserer Benchmarks wenig bis verschwindend geringe Performance-Verbesserungen auf, wenn es um schnelleren Speicher geht. Daher bleiben wir bei unserer Empfehlung: Setzen Sie beim Kauf von RAM auf eine bekannte Marke sowie Geschwindigkeiten im Mainstream-Bereich, die auch weiterhin im Bereich um DDR3-1333 liegen.
Die Speicherpreise sind merklich gefallen, wodurch selbst DDR3-1600-Speicherprodukte an Attraktivität gewinnen und selbst einige DDR3-2000-Produkte in Reichweite kommen. Sofern Sie sowieso hochwertige Komponenten verwenden, ist es unserer Meinung nach durchaus gerechtfertigt, etwas mehr für schnelleren Speicher auszugeben. Hier unsere Empfehlungen (in dieser Reihenfolge):
- 4 GB RAM müssen sein, wobei zwei 2-GB DIMMs hier besser sind. Damit lassen sich auch die strammsten Timings nutzen.
- Entscheiden Sie sich auf jeden Fall für ein Markenprodukt mit einer Geschwindigkeit von mindestens DDR3-1333 und CL8-Timings oder schneller.
- Sollten Sie DDR3-1600-Speicher finden, der die gleichen Timings bietet wie das bevorzugte DDR3-1333 RAM-Kit und nur wenig mehr kostet, empfehlen wir Ihnen das schnellere Produkt. Lassen Sie die Finger davon, wenn Sie einen schnelleren Prozessor für weniger oder den gleichen Aufpreis finden.
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Den einen oder anderen Satz zur Spannung hättet ihr auch noch verlieren können, zumindest beim Fazit. Was helfen sinkende Preise bei 1600er RAM, wenn der zB schon grenzwertig bei 1,65 V arbeitet oder sogar noch mehr Spannung benötigt?
Nunja, ganz so schlimm sieht es auf dem Markt nun doch nicht aus:
G.Skill ECO.
Kostet 20 Euro mehr als der günstigste, benötigt mit 1,35V jedoch beachtlich weniger Spannung als die meisten (wenn nicht alle) anderen Riegel in der Kategorie 1600MHz und sogar 7er Timings...
hallo zusammen!
wenn ich jetzt diese hier kaufen würde:
GeIL EVO ONE 3x2GB Kit, DDR3-1600, CL7-7-7-24@1.65V
hätte ich dann ne gute marke mit besserer performance als die getesteten?
Tipp- oder Grammatikfehler: (erste Seite)
Die Diagramme finde ich teilweise etwas unschlüssig. Wieso wird geschrieben, daß schnellerer Speicher hilft, wenn dann doch in der gleichen Tabelle eindeutig 1066er hinter 800er liegt oder gar der Speicher der gleichen Geschwindigkeit mit langsameren Timings besser abschneidet?
Sind die Messergebnisse denn auch so konstant, daß man bei den minimalen Abweichungen überhaupt ausschließen kann, daß es sich um die Messungenauigkeit handelt?
Bis auf vielleicht 3 Ergebnisse sind die Unterschiede ja nun wirklich vernachlässigbar.
Etwas merkwürdig finde ich diese beiden Kommentare im Artikel:
Beim CPU-Wert von 3dMark Vantage zeichnet sich ab, daß die CPUs anscheinend besonders gut mit den "üblichen" RAM-Geschwindigkeiten (1333 und 1066) harmonieren. Der Unterschied ist nicht besonders groß, aber die Reihenfolge ist recht eindeutig: 1600 und 800 sind am Ende der Tabelle.
Und bei GTA ebenso: die 1600er RAMs bringen die schlechteste Leistung, 1066er und 1333er führen das Feld an. Vermutlich aus ähnlichen Gründen, wie auch beim 3DMark-CPU-Test.
Wenn man nun von der Messungenauigkeit absieht, schließlich sind ALLE Ergebnisse dicht beieinander, ist es wohl kaum "Zufall", daß die Ergebnisse unterschiedlicher Tests dermaßen ähneln.
Und zum Abschluß etwas für mein Verständnis: Wurde der synthetische Speicherbandbreitenbenchmark mit in die Gesamtabrechnung mit einbezogen? Aus den normalen Graphen für Programme und Anwendungen kann ich irgendwie nicht so recht den 5% Vorteil für DDR-1600 ablesen.
Also ich hab mir jetzt nach langer Zeit wieder einmal einen neuen Computer zusammengebaut und hab beim RAM nicht Geld gespart. Zuerst hatte ich 6 GB Corsair Dominator GT 1600 7-7-7-20. Die habe ich gleich einmal auf 1333 6-6-6-20 gesetzt. Funktionierte auf Anhieb. Ich hab dann noch weitere 6 GB rein gesteckt und bin jetzt mit 6 Modulen auf 12 GB. Selbst die Timings 6-6-6-20 sind bei 6 Modulen immer noch möglich. Obwohl ich immer und überall gelesen habe, dass es bei mehreren Modulen zu Problemen mit den Timings kommen kann. Falls später neuere CPUs raus kommen die 2000 MHz Speichertakt unterstützen könnte ich den RAM sogar mit 2000 MHz und den Timings 9-9-9-24 betreiben
Mich hat die Aussage überrascht, dass die Timings 6-6-6-20 bei höheren Taktraten nicht wirklich möglich sind bzw. das die JEDEC wohl kein grünes Licht dafür geben würde, nachdem es bei mir überhaupt keine Probleme gegeben hat
@Thunderstone 280€ für 6GB RAM bringen es nicht. Lass die das eine Lehre sein. Außerdem läuft er mit grenzwertigen 1.65V.
Das hast du falsch verstanden! Der Vorteil, den RAM auch noch nach Jahren mit aktuellen Taktraten betreiben zu können, die ein aktuellerer Prozessor unterstützt, ist nicht von der Hand zu weisen! So habe ich mir 3 RAM Generationen gespart! Außerdem war es nicht so teuer! Es war zugegebener Maßen nicht billig. Qualitativ hochwertiger ausselektierter RAM ist mir aber doch etwas wert!
und was liest man wieder thg sagt wie media markt es bringt so viel muss man kaufen.
wenn man aber das ganze nüchtern nimmt, bringt der aufpreis leistungtechnisch so gut wie nichts egal welche marke man nimmt.
also man kaufe 1,35v module mit 1333mhz mit cl7 und gut ist!
just my two cent
Ich geb dir Recht Ladykiller, aber je nachdem in was für Leistungsbereichen man sich befindet sind 20€ mehr fürn RAM die in 4fps mehr in Games enden relativ gut angelegt, bei Grafikkarten muss man manchmal für die zusätzlichen 4fps auch relativ betrachtet mehr Geld ausgeben. Man beachte das 'manchmal'.
@crg 4 fps sind realtiv. Was sind 4 fps wenn man 150fps hat? In praxisrelevanten Regionen um die 50 fps ist kein Unterschied messbar und das selbst wenn man schnellen RAM mit RAM vergleicht den heutzutage sowieso niemand mehr kaufen würde.
Wenn man es objektiv betrachet ist jeder Müde Euro den man z.B für RAM mit cl 8 mehr bezahlt als für cl 9, zuviel. Man sollte nur darauf achten, dass man von einem renomierten Hersteller kauft und nein, das muss nicht teuer sein.
CL9 reicht imo auch noch.