Corsair HS1 USB-Headset: Stabil, knackig und mit Suchtfaktor

Gesetzt den Fall, man möchte mit der Lautstärke einer Motorsäge glasklar und sehr differenziert Musik, Filme und Spiele genießen, oder einfach nur masochistisch die akustische Unwohlseinsschwelle ausloten, dem sei dieser Test samt Testobjekt empfohlen.

Für einen aktuellen Preis von etwas über 75 Euro bietet Corsair mit dem HS1 derzeit eine akustische Bombe, die in so manchem Ohr zünden dürfte, wenn der Betroffene einen ersten Test hinter sich hat. Wir waren ob der vielen Vorschusslorbeeren und der zusätzlichen Äußerung des Corsair-Verantwortlichen, wir sollten uns auf einen ungewohnten Sound einstellen, besonders skeptisch und haben uns dementsprechend viel Zeit für diesen Test genommen. Da wir unlängst das Speedlink Medusa 5.1 und das Roccat Kave testeten, haben wir zudem noch den direkten Vergleich.

Ohne das Fazit vorwegnehmen zu wollen - wir waren ob der Ergebnisse regelrecht geschockt. Bis auf wenige Testdisziplinen hat das HS1 mit einer Geste von Nonchalance die Messlatte in Bereiche gelegt, für die so mancher Mitbewerber glatt ein Fernrohr bräuchte. Ein wenig Schatten gibts bei extrem viel Licht trotzdem, so dass wir jedem raten möchten, anhand der nächsten Seiten die Relevanz für die eigenen Hörgewohnheiten zu überprüfen. Man kann eigentlich wenig verlieren, jedoch viel gewinnen. Und so ganz unter uns: solche Schallpegel können verdammt süchtig machen. Doch der Reihe nach...

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50 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Derfnam
    Ich hab da ein Haar, das würde ich gerne spalten: Geschockt, weil das Ding einen eingebauten Taser hat oder eher schockiert, weil es so viel besser war im Vegleich zu den anderen Headsets?
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  • Anonymous
    Es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben, dieses Teil überzeugt im Klang und vom Preis!
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  • FormatC
    @Derfnam:
    Ich war schockiert, als ich alle Pegel auf Max hatte und es irgendwie schien, als hätte es noch ellenlang weiter gehen können. Ich bin mittlerweile wirklich schmerzfrei, aber das hat mich dann doch noch mal erwischt. :)
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  • fffcmad
    Gibts das auch als Nicht-USB Variante?
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  • FormatC
    Ja. HS1-A mit Klinke. Wobei ich die USB-Lösung gut finde. Der verbaute Soundchip ist durchaus brauchbar.
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  • fffcmad
    Dann waere das ja ein Headset, was man den Leuten hier im Forum empfehlen koennte. Die Meisten sind ja nicht bereit/ nicht in der Lage dazu, 150€ und mehr fuer gute Kopfhoerer auszugeben.
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  • FormatC
    Ich vergebe einen Kauftipp eigentlich nur, wenn ich mir auch sicher bin. Und unterm Strich bin ich schon ganz schön mäklig :)
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  • smg72523889
    @THG:
    Zitat:
    Was uns dabei sehr gestört hat, ist der Umstand, dass man auf der Corsair-Homepage in der Headset-Rubrik zwar das Objekt und jede Menge Bilder und Text findet, die Treiber und das Handbuch als Download jedoch (dort) vergeblich sucht.

    Schon klar, dass es schwer zu finden ist, aber viel Hirnschmalz braucht man nicht:
    auf der Produktseite von Corsair auf FAQs & Support klicken und ganz nach unten scrollen -> sieh an da kann man den Treiber runterladen!!!

    Habt ihr überhaupt gesucht?

    Ansonsten guter Test und geiles Teil
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  • seppjo
    @FormatC,
    klingt mal wieder sehr interessant. Was mich ein wenig stutzig macht, ist warum man mit dem Equalizer schaffen muss und auch das es Stereo schlechter klingt. Wo wohnst du denn? Bekomm so langsam richtig Lust darauf die Sachen mit Dir zu testen. :D
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  • FormatC
    Warum die Stereo-Einstellung im Mixer komisch klingt, weiß ich nicht. Man sollte sie einfach ignorieren. Man muss, wenn man bestimmte Dinge anders sieht, kaum was mit dem Mixer tun. Der ist für all diejenigen, die bei geringeren Lautstärken den Klang der Physiologie des menschlichen Gehörs anpassen möchten um den vertrauten Klang der heimischen Anlage wieder einzufangen. Ich für meinen Teil drehe einfach voll auf. Ende Gelände :)

    @smg72523889:
    Zitat:
    Was uns dabei sehr gestört hat, ist der Umstand, dass man auf der Corsair-Homepage in der Headset-Rubrik zwar das Objekt und jede Menge Bilder und Text findet, die Treiber und das Handbuch als Download jedoch (dort) vergeblich sucht
    Warum die Webdesigner es nicht endlich mal überreißen, dass Objekt und Support-Inhalte verlinkt gehören? Mainboardhersteller bekommen es doch auch gebacken :)
    Warum mühsam einen Artikel heraussuchen und dann die gleiche Prozedur für die Treiber noch einmal von vorn? Den Webdesigner würde ich eigenhändig erschießen. :D
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  • seppjo
    O.K. Weisst du was da für ein D/A Wandler Chip drin ist?
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  • FormatC
    Der Chip stammt von C-Media. Kommt ungefähr dem Asus D2X gleich. Dazu gibts mit Xear 3D einen sehr guten OpenAL-Wrapper für Spiele.
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  • fffcmad
    Der DSP ist also von CMEDIA? Dann ist das Ding ohne Standardtreiber wohl nicht lauffaehig, wenn da wirklich ein echter DSP drin ist. Die meisten Headsets setzen ja nur auf ein "Standard USB Audio Device". Hat der DSP den D/A mit integriert? Eigentlich muesste er extra aufgeloetet sein.
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  • FormatC
    Ja. Du installierst auch die C-Media-Treiber (umgelabelt, aber erkennbar C-Media). Das ist ja gerade das Geile an den Dingern.
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  • Krampflacher
    @FormatC: Dass mit dem vollen Pegel, der nicht ausreicht, geht jedem, der laut Musik hört, irgendwann so ;-)

    Nein, jetzt im Ernst, Leute, ihr unterschätzt das mit den Gehörschäden gewaltig. Schon laufend Musik in normaler Lautstärke zu hören führt bei den meisten Leuten mit der Zeit zu Gehörschäden. Dann drehen sie noch lauter auf usw. Ist ein Teufelskreis.

    Ich habe seit dem 17. Lebensjahr Tinnitus und bin dafür dankbar, denn ich habe gelernt, dass man auch leise Techno-Musik und Soundeffekte von Computerspielen geniessen kann. Das erspart mir wohl ein isoliertes Dasein im Alter.
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  • FormatC
    @Krampflacher:
    Da ich glücklicherweise mit den nötigen Messmöglichkeiten ausgestattet bin, teste ich mein Gehör seit Jahren. Ich gehe auch tagtäglich recht pfleglich damit um, denn Extrem- und Dauerbeschallung sind bei mir nur der Ausnahmefall, den ich durchaus dann auch mal genieße :)

    Mit meinen 47 liege ich noch weit über meinen Altersdurchschnittswerten und ich hoffe, dass das auch noch ein wenig so bleibt. Für leise Abende gibts den Mixer und für einen Akustikorgasmus dann auch mal linear brutal. Alles zu seiner Zeit im richtigen Maß ;)
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  • docholiday
    Prinzipiell guter Test, aber da es sich um ein HeadSET handelt, hätte man wenigstens kurz auf das Mikro eingehen können. Suche ein Headset mit guter Musikwiedergabe und gutem Mikro für die Arbeit mit Dragon Naturally Speaking und gutem Tragekomfort. Bei den Tests wird aber irgendwie immer entweder oder getestet :(
    Ich will aber weder ein gutes Mikro, und dafür nach 5 min Kopfschmerzen haben, noch ein super sitzendes und klingendes Headset bei dem Dragon nur die Hälfte versteht. Insofern - bitte wenigstens ansatzweise auf das Mikro eingehen, danke!
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  • FormatC
    Zitat:
    200 Hz – 10 kHz (+/- 2dB)
    unidirektionales Kondensatormikro
    Die Kennempfindlichkeit ist gut, der Frequenzbereich vor allem in den Tiefen beschnitten, was aber der Verständlichkeit entgegen kommt. Es rauscht nicht, aber es ist leider unidirektional, nimmt also auch Raumschall und Nebengeräusche mit auf. Als Headset füt TS & Co. geeignet. Als HiFi-Mikro eher weniger :)
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  • docholiday
    Vielen Dank!
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  • farei
    mit der Lautstärke einer Motorsäge glasklar und sehr differenziert Musik... hören.
    Ich hätte mir noch einen kurzen Vermerk über die Gefahren derartiger Lautstärken gewünscht.
    Pegel von 120 dB können bereits nach 14 Sekunden dauerhafte Hörschäden verursachen.
    Diese fallen zwar nicht sofort auf, aber im Laufe der Jahre summiert es sich.
    Daher schön vorsichtig sein, denn Hörgeräte kosten mehr als 75 Euro :-)
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