Nachdem wir vorige Woche die Performance der Samsung-470-SSD bei verschiedenen Kapazitäten geprüft haben, folgt diese Woche Crucials m4-Reihe. Wie skaliert die Performance von 64 bis 512 GB? Und – wie wichtig ist das für den Nutzer wirklich?

SSDs bieten viel Performance –allerdings auch für vergleichsweise viel Geld. Da liegt es für Käufer mit kleinerem Geldbeutel, die dennoch nicht auf die kurzen Antwortzeiten einer SSD verzichten wollen, nahe, sich eines der kleineren Modelle einer schnellen Laufwerksreihe anzuschauen. Dann kommen Betriebssystem und die wichtigsten Programme auf die SSD, während die gute alte (preiswerte) Festplatte mit ihren rotierenden Magnetscheiben den Datenhafen spielt. Die Sache hat nur einen Haken: Bekanntlich nimmt die Performance innerhalb einer SSD-Familie mit der Kapazität zu. Im Umkehrschluss bedeutet das, Sparfüchse müssen sich neben geringerer Laufwerksgröße auch mit niedrigeren Transferraten zufrieden geben. Das konnten wir bereits bei Samsungs SSDs der 470-Serie beobachten. Doch wie kommt das?
| Crucial m4 | 64 GB | 128 GB | 256 GB | 512 GB |
|---|---|---|---|---|
| durchschnittliche Zugriffszeit | <.1 ms | <.1 ms | <.1 ms | <.1 ms |
| Lesen (sequentiell) | 415 MB/s | 415 MB/s | 415 MB/s | 415 MB/s |
| Schreiben (sequentiell) | 95 MB/s | 175 MB/s | 260 MB/s | 260 MB/s |
| zufälliges Lesen 4K | 40 000 IOPS | 40 000 IOPS | 40 000 IOPS | 40 000 IOPS |
| zufälliges Schreiben 4K | 20 000 IOPS | 35 000 IOPS | 50 000 IOPS | 50 000 IOPS |
| Straßenpreis (4.8.2011) | ab 87 € | ab 160 € | ab 312 € | ab 627 € |
| Preis/GB | ~1,35 € | ~1,25 € | ~1,22 € | ~1,22 € |
Im Gegensatz zu Festplatten, wo Umdrehungsgeschwindigkeit, Datendichte und Anzahl der Platter die relevanten Kenngrößen sind, verfügen SSDs über NAND-Speichermodule, die über mehrere Kanäle mit einem Controller kommunizieren. Je größer die Flash-Module, desto höher die Gesamtkapazität, und je mehr Module verbaut werden, desto mehr Kanäle werden genutzt, was die Performance verbessert. Beide Faktoren zusammen ergeben also Kapazität und Performance. Wie die Bestückung letztlich aussieht, entscheidet der Laufwerkshersteller, um so die Faktoren Größe, Geschwindigkeit und, nicht zuletzt, Preis ins marktgerechte Verhältnis zu bringen.

Nehmen wir zum Beispiel Intels hauseigenen Controller. Dieser bringt zehn Kanäle mit. Bei einer X25-M mit 80 GB sind alle zehn Kanäle belegt, und so schafft dieses Modell schreibend 80 MB/s. Obwohl das Einstiegsmodell X25-V mit 40 GB den exakt gleichen Controller nutzt, schafft es nur 35 MB/s, weil nur fünf Kanäle bestückt sind.
Auf Crucials m4-Serie kommt Marvells 88SS9174 mit acht Kanälen zum Einsatz. Interessanterweise sind bei diesen Crucial-SSDs immer alle acht Kanäle belegt – dennoch zeigt die Tabelle oben, dass sich die verschiedenen Modelle deutlich von einander unterscheiden. Das kommt daher, dass es nicht ausreicht, einfach jeden Kanal zu bestücken. Zusätzlich zählt noch, wie viele Flash-Module an jedem Kanal hängen, wie viele Dies sie jeweils enthalten und wie hoch die Speicherdichte eines jeden Dies ist. Zuletzt hat natürlich auch die Firmware nicht unerheblichen Einfluss darauf, wie die Performance vom Einstiegsmodell bis zum Flaggschiff skaliert.
| Crucial m4 | 64 GB | 128 GB | 256 GB | 512 GB |
|---|---|---|---|---|
| genutzte Speicherkanäle | 8 | 8 | 8 | 8 |
| Speichermodule | 8 | 16 | 16 | 16 |
| Speichermodule pro Kanal | 1 | 2 | 2 | 2 |
| Die-Dichte | 32 Gb | 32 Gb | 64 Gb | 64 Gb |
| Dies pro Speichermodul | 2 | 2 | 2 | 4 |
| Dies pro Kanal | 1 | 4 | 4 | 8 |
Auf den ersten Blick und von oben betrachtet, sehen alle vier Modelle gleich aus: Acht Module für acht Kanäle sitzen auf den kleinen Platinen. Betrachtet man sie aber von der Unterseite, zeigt sich, dass bis auf das kleinste Familienmitglied alle noch acht weitere Flash-Chips tragen. Die unterschiedlichen Kapazitäten bei gleicher Chipzahl ergibt sich wie erwähnt aus der unterschiedlichen Speicherdichte und Die-Zahl der Module.
In jedem Modul stecken ein, zwei oder vier NAND-Dies. Das Bild unten zeigt ein 8-GB-Die (64 Gb), das von IMFT in 25 nm hergestellt wurde und etwa 167 mm² misst. Dank standardisierter Interfaces wie ONFi nutzen alle kompatiblen NAND-Chips das gleiche Pin-Out und den gleichen Befehlssatz. Wenn auch die Controller-Hersteller wie Sandforce, Marvell, Indilinx oder Intel diese Standards unterstützen, ist es den Laufwerksherstellern möglich, Flash-Module von verschiedenen Herstellern zu beziehen und zu verbauen. In diesem Fall haben wir es aber durchweg mit in 25 nm gefertigtem, ONFi-2.2-kompatiblem Flash Speicher von Micron zu tun.
Zurück zu unseren SSD-Platinen. Wie man sieht, tragen die Modelle mit 128, 256 und 512 GB allesamt 16 Flash-Chips, nämlich je acht vorn und hinten. Auch wenn sie äußerlich gleich aussehen, besitzen die Module unterschiedliche Kapazitäten. Beim 128-GB-Modell stecken in jedem Chip zwei 4-GB-Dies, im Modell mit 256 GB sind es zwei 8-GB-Dies, und das Flaggschiff mit 512 GB enthält sogar vier 8-GB-Dies. So erreicht der Hersteller mit derselben Anzahl an Modulen unterschiedliche Kapazitäten und, wie eingangs erwähnt, Performance-Abstufungen. Und damit sind wir wieder beim Thema: Wie groß fallen die Unterschiede bei Crucials m4 aus und wie spürbar sind sie für den normalen Anwender?
- SSDs: Je größer, desto schneller. Warum?
- Test-Hardware und Benchmarks
- Tom’s Hardware Storage Bench v1.0: Real-World Analyse
- Random-Performance mit 4 KB: Durchsatz
- Random-Performance mit 4 KB: Antwortzeiten
- Sequentielle Performance mit 128 KB
- Sequentielle Performance vs. übertragende Datenmenge
- PCMark 7: Storage Suite
- Leistungsaufnahme
- Fazit




Die Festplatte ist da nur Mitläufer, sozusagen. Sie ist ein Referenzwert und stellt die Ausgangssituation dar, von der aus viele Nutzer möglicherweise auf eine SSD umsteigen.
das ist mir schon bewusst - ich finde nur die wahl des hdd-models etwas ungünstig, denn wenn ich mir heute überlege, ich eine hdd odr ssd als systemplatte kaufe, will ich ja den vergleich zwischen einer aktuellen ssd sowie hdd. Beim Fazit wurde ja gesagt, dass derzeit eine HDD 30 mal weniger kostet als eine SDD, leider ist aber der Leistungsvergleich nicht gegeben/möglich, da die leistung der aktuelle HDD, deren Preis ja als Vergleichsmaßstab verwendet wird, nicht angegeben werden.
Ein kurzer Test hat keinen meßbaren Unterschied zwischen "SSD pur" und "SSD Cache" ergeben. Was man aber sehr spürt: Den recht grossen Cache von 128MB. Solande Schreibzugriffe da reinpassen sind sie mit 300MB/s weg, egal wie gräßlich fragmentiert. Andere SSDs bekommen das nicht so gut hin.
Ich hab schon eine Weile die 128GB Variante der M4 und damit sehr zufrieden, von der Performence reicht mir das, ist schon n netter Unterschied zu den normalen HDDs, zumindest für OS+Programme.
Hab auch mal ein Video vom bootvorgang gemacht, das schon ne andere Welt mit der passenden Hardware.
Hat sich auf jeden Fall gelohnt, somit konnte ich auch mal die alte ratter Raptor mit 10000 U/min. ersetzen, was ein herliche Ruhe jetzt.
http://www.youtube.com/watch?v=rt5NpUuUihY
Mal im Unernst, bald kostet das GB Ram weniger als das GB SSD.
http://www.tomshardware.de/samsung-830-ssd-toggle-mode,testberichte-240878-5.html
DA KANN WAS NICHT STIMMEN!!!!!!!!!
Ich vermute, dass es an der Firmware liegen könnte....
1elf
@THG Wieso 10 Wörter? 10 Wörter 10Wörter
Also hier auf der Seite "Random-Read Performance mit 4 KB: Durchsatz"
http://www.tomshardware.de/Crucial-m4-ssd-Performance-Vergleich-Kapazitat,testberichte-240849-4.html schneidet die 256er angeblich schlechter ab als die 64er wegen der 8KB Block Adressierung (8-GB-Pages ist nur ein Vertipper vom Redakteur).
Bei dem folgendem hauseigenen Test aber:
http://www.tomshardware.de/samsung-830-ssd-toggle-mode,testberichte-240878-5.html schneidet Sie ieder in der richtigen Reihenfolge ab. Einer Test von beiden kann NICHT STIMMEN. Im Samsung Test kommt die 256er M4 auf 214 MB und ist die zweitschnellste nach der 512er M4 und hier kommt Sie nur auf 72.6. Die anderen Platten stimmen in beiden Test ueberein, nur die 256er M4 nicht.