Bewertung Gameplay: Gute Absicht mit passablem Ausgang
Da wir fairerweise Inhalt und Gameplay von der Hardware-Betrachtung trennen möchten, wird es hier zwei Bewertungen geben. Ein mal an dieser Stelle die Bewertung für Spielspaß und Umsetzung und im Folgenden, nach den Hardwaretests, erst die Bewertung der technischen Umsetzung und Spielbarkeit.
Das klar eingegrenzte Handlungsfeld ist gut gelungen. Ähnlich wie bei Bioshock oder „F.E.A.R. 2: Project Origin“ sind die Grenzen für den Vorwärtsdrang relativ eng gesteckt. Das Szenario ist räumlich somit stark eingeengt und gerade diese Enge wirkt in vielen Kampfszenen sehr beklemmend. Wer jedoch Splatter der anderen Art erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Die USK-Einstufung für die Klientel ab 16 sagt dazu bereits genug. Als Tipp sei hier angemerkt, dass sich die englische Version (die im Übrigen wesentlich billiger ist) bereits während der Installation problemlos auf Deutsch umstellen lässt. Diejenigen dagegen, die eher schwache Nerven haben und lieber eine Adventure-artige Light-Gruselette bevorzugen, werden ihre pure Freude an dem Spiel haben - vorausgesetzt, die Hardware stimmt.
Positiv ist auch die Soundkulisse zu bewerten, die sich nahtlos in die eisige, grafische Umwelt einfügt. Egal, ob Onboard-Sound oder Sound Blaster X-Fi, die ohnehin schon gut getroffene Atmosphäre wird perfekt intensiviert. Auch hier sollte man bei schwächeren Systemen jedoch über den Einsatz einer separaten Soundkarte nachdenken, die in der Lage ist, den Prozessor zu entlasten. Der Sound funktioniert unter Windows XP und Vista gleichermaßen gut. Als Besitzer einer Sound Blaster X-Fi sollte die neueste Alchemy-Version installiert. Hier kann es bei älteren Versionen zu Problemen kommen, also lieber nochmal updaten.
Die Spielzeit dürfte für einen geübten Spieler zwischen 10 und 12 Stunden liegen und sich damit auf dem Niveau von „F.E.A.R. 2: Project Origin“ bewegen. Gelegenheitsspieler und Shooter-Neulinge sollten es in unter 25 Stunden schaffen. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht wählbar und schwankt zwischen leicht und mittelschwer. Wir empfanden alle Aufgaben als lösbar. Ob dieses Spiel ein realer Gegenwert für den in Deutschland verlangten Preis ist, das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ein Blick auf dieses Spiel lohnt sich jedenfalls.
Die inhaltliche Bewertung:

Neben allem Für und Wider entscheidet natürlich auch der Hardwarehunger über die Spielbarkeit und den Spielspaß. Wir haben in den nun folgenden Tests absichtlich auf eine durchgängig genutzte Hardwareplattform zur Erstellung der so oft verwendeten Grafikkarten- und CPU-Benchmarks verzichtet und dafür versucht, mögliche PC-Konfigurationen in den jeweiligen Preis- und Leistungsklassen nachzubauen. Wer steckt schon eine GeForce GTX 285 in einen PC mit einer vier Jahre alten Single-Core-CPU oder eine GeForce 7800GS in einen PC mit einem übertakteten Quad Core? Unsere Tests im zweiten Artikelteil werden zeigen, welche Hardware für dieses Spiel geeignet ist und ob es damit den Bedingungen der angesprochenen Zielgruppe entspricht.
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PhysX-Nutzer werden bevorzugt? Nein, danke!
Versteh den Wirbel um PhysX nicht. Spiel werde ich mal testen. Sehr schöner Artikel.
@mindhack:
Die Lektüre hätte Dir eröffnet, dass es durchaus auch ohne geht.
schaut schon geilo aus mit physx. sollten mal endlich mehr entwickler in spiele integrieren. finde das macht echt was her wie sich das wasser in pfützen sammelt, eis gesprengt wird, wände abtauen, schneestürme erzeugt werden. ist echt cool (bei dem spiel im wahrsten sinne).
@mindhack
Wollte ich auch nicht bestreiten, ich meinte ja, dass PhysX-Nutzer bevorzugt werden. Mich stört eben das man sich auf keinen Einheitlichen Standard einigen kann. So etwas wie DirectX nur eben auf Physik bezogen. Physik Berechnungen für Spiele auf der GPU freizuschalten sollte ja nicht so das Problem sein.
ATI hätte es doch implementieren können. Das Angebot hatten sie ja. So gesehen muss man sich eben überlegen, was man sich für eine Karte reinsteckt. Das ist wie mit DirectX10.1 auf der anderen Seite. Hier haben nVidia-User die Arschkarte.

Ich hab zumindest versucht, im Artikel erst mal den Schwerpunkt aufs Gameplay zu legen. Siehs mal so, dass man als ATI-User nicht benachteiligt ist, sondern die PhysX-Beschleunigung ein nettes Zusatzfeature darstellt
netter Artikel
Vor allem find ich die Ankündigung, dass auch die Spielbarkeit auf "normalen" PC-Systemen getestet wird sehr vielversprechend...
bin gespannt wie es weitergeht :-)