Weitere Daten von Stratfor-Kunden veröffentlicht
Vor wenigen Tagen wurde die US-amerikanische Sicherheitsfirma Stratfor Opfer eines Cyberangriffs von Internetaktivisten. Mit der Aufforderung die sensiblen Daten zu missbrauchen, wurden weitere Datensätze im Internet veröffentlicht.
Vor wenigen Tagen berichteten wir, dass von Internetaktivisten ein Cyberangriff auf die US-amerikanische Sicherheitsfirma Stratfor stattgefunden hat. Über eine Twitter-Mitteilung hat die Anonymous-Bewegung darauf aufmerksam gemacht, dass 860.000 weitere Datensätze von Personen veröffentlicht wurden. Dazu zählen Links zu Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Passwörter und Kreditkarteninformationen von Kunden des Sicherheitsunternehmens. Allein 50.000 der veröffentlichten E-Mailadressen mit Endungen von US-amerikanischem Militärpersonal, bzw. Regierungsbeamten kursierten über Stunden im Netz, bevor sie gelöscht wurden.
In einer Mitteilung auf Pastebin riefen die Hacker zur Nutzung und zum Missbrauch der veröffentlichten Passwort-Listen und Kreditkarteninformationen auf. Ziel sei es „unheiliges Chaos“ auszulösen, heißt es. Innerhalb der Anonymous-Bewegung, die sich gegen Zensur und für freie Meinungsäußerung und Datenfluss einsetzt, scheint man über die jüngsten Ereignisse geteilter Meinung zu ein. Nebst der Bekennung zu dem letzten Angriff, hat es auch schon ein Dementi gegeben. Da die Internetaktivisten lose organisiert sind und somit quasi jeder Hacker sich als Teil der Gruppierung ausgeben kann, gestaltet sich eine definitive Zuordnung als schwierig.
Seitens Stratfor ist auf der Facebook-Seite bislang nur zu lesen, dass das Unternehmen den Zwischenfall zutiefst bedauere und den Kunden versichert wird, dass es sich bei der jüngsten Veröffentlichung an Datensätzen nicht um eine weitere Cyberattacke, sondern um gestohlene Informationen handele, die aus dem Angriff vom 24. Dezember 2011 herrühren.
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