
Schon eingetroffen: DDR2-1066 Speichermodule von Corsair für echte 533 MHz. Das Gros der Anwender arbeitet noch mit DDR400 - das sind echte 200 MHz.
Das THG-Team blickt auf insgesamt 12 Tage Live-Stresstest zurück. In diesem Zeitraum wurden von uns sechs verschiedene DDR2-Speichermodule untersucht, wobei vier Hersteller jeweils im Duell antraten: Gekaufte Speichermodule gegen eingesendetes Testmuster. Resümierend lässt sich feststellen, dass bis auf die Module von OCZ alle übrigen Kandidaten genügend Spielraum für Übertaktung bieten. Zu den besonders empfehlenswerten Speichern zählen die Samsung DDR2-667 , die im Live-Test maximal 421 MHz erreichten - spezifiziert sind sie wohlgemerkt für 333 MHz. Hinzu kommt bei Samsung, dass unsere gekauften DDR2-Module deutlich besser abschnitten als die zugesandten Testmuster vom Hersteller.
Anders sah es dagegen bei OCZ aus : Hier ließen sich die von uns gekauften DDR2-800-Module deutlich schlechter übertakten als die zugeschickten Testmuster. Letztendlich beträgt die Differenz knapp 4 Prozent - glaubt man den Angaben der Hersteller, so ist in der Praxis bei ausgelieferten Speichermodulen maximal eine Differenz von 1 bis 2 Prozent auszumachen.
Unser Vergleichstest zeigt aber auch deutlich, dass je höher die Spezifikation der Module ausfällt, gleichzeitig das Übertaktungspotenzial drastisch sinkt. So lässt sich beispielsweise ein DDR2-533er Modul von Haus aus viel höher übertakten - stabiler Betrieb permanent vorausgesetzt - als ein DDR2-900er Speicher. Das zeigt auch unsere Logbuch-Tabelle. Also rechnen sich die Mehrkosten bei der Anschaffung von schnelleren Modulen nur dann, wenn sowieso im Grenzbereich getaktet wird. Für 333 MHz könnten somit die DDR2-533er Module ausreichen , wobei das kein Hersteller bestätigen wird. Freunde des Übertaktens nehmen einfach unsere Messergebnisse und sind damit auf der sicheren Seite beim Hardware-Einkauf.
Enttäuschend verhielten sich dagegen die Rekordmodule mit DDR2-1000 von A-Data und Corsair. Gerade letzterer hat im Markt einen guten Namen und entsprechendes Image aufgebaut. Allerdings schaffte keines der Module die realen 500 MHz, die dann der 1000er Geschwindigkeit entsprechen. Da es sich bei beiden um Muster handelt, kann man auf die Verkaufsversionen hoffen.
Das bei DDR2-1000 noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, zeigen unsere ersten Testmuster von Corsair mit DDR2-1066. Hier ist dann ein realer Takt von 533 MHz angesagt. Von Seiten des Chipsatzes und Prozessors gibt es keine Begrenzungen für die aktuellen Speichermodule: Im Test schafften wir einen FSB-Takt von 373 MHz - somit könnte der Speicher theoretisch mit echten 746 MHz arbeiten, was dann DDR2-1500 entsprechen würde. Doch soweit sind Industrie und Festlegung der Standards noch lange nicht. Der Flaschenhals bei PC-Systemen bleibt noch wie vor die Geschwindigkeit des Speichers.